Ganglionäre Opioid-Analgesie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Als ganglionäre Opioid-Analgesie wird ein Therapieverfahren zur Behandlung von chronischen Schmerzen bezeichnet. Dabei erfolgt an einem Ganglion das Verabreichen eines Opioids, um den Schmerz zu unterbrechen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die ganglionäre Opioid-Analgesie?

Die ganglionäre Opioid-Analgesie (GLOA) ist auch als ganglionäre lokale Opioid-Analgesie bekannt. Kommt die Methode gezielt zur Anästhesie des Ganglion stellatum zum Einsatz, ist von einer Stellatum-Blockade oder einer Stellatum-GLOA die Rede.

Bei Ganglien handelt es sich um Nervenknoten. Sie bilden eine wichtige Schaltstelle für das Verarbeiten von Informationen durch die Nerven. So werden über die Ganglien Daten von den Organen oder bestimmten Bereichen des Körpers an das Gehirn weitergeleitet. Dabei kann es sich u. a. um die Schulter-, Arm- oder Gesichtsregion handeln. Umgekehrt gibt das Gehirn Informationen an bestimmte Körperstellen weiter.

Mithilfe der ganglionären Opioid-Analgesie ist es möglich, Schmerzsignale durch eine Nervenblockade gezielt zu unterbrechen. Bei einer Stellatum-Blockade erfolgt zum Beispiel eine vorübergehende Ausschaltung des Halssympathikus. Zu diesem Zweck injiziert der Arzt ein Schmerzmittel, das aus der Gruppe der Opioide stammt. Die Schmerzen sollen auf diese Weise innerhalb kurzer Zeit nachlassen; mitunter wird eine vorübergehende Schmerzfreiheit über mehrere Stunden beschrieben. Zu den Standardverfahren der Schmerztherapie zählt die Methode nicht; sie wird vor allem in spezialisierten schmerztherapeutischen Einrichtungen angewendet.

Funktion, Wirkung & Ziele

Zur Anwendung gelangt die ganglionäre Opioid-Analgesie zur Behandlung von Schmerzen. Dazu zählt in erster Linie eine Trigeminusneuralgie, die den Versorgungsbereich des Trigeminusnervs im Gesicht betrifft. Eingesetzt wird das Verfahren außerdem bei Schmerzen im Kopf- und Halsbereich.

Ein weiteres Anwendungsgebiet sind myofasziale Schmerzsyndrome, die mit einer Triggerpunktinfiltration behandelt werden. Gemeint sind damit Muskelschmerzen, die durch sogenannte Triggerpunkte innerhalb des Muskels entstehen. Zur Entwicklung solcher Triggerpunkte tragen Überanstrengungen oder Verletzungen des Muskels sowie chronische Fehlhaltungen bei. Besonders betroffen davon sind die Muskulatur des Rückens, des Kopfes sowie des Schulter-Arm-Bereichs. Das Infiltrieren dieser Punkte mit einem Analgetikum führt zur zeitweiligen Unterbrechung des Schmerzempfindens.

Als weitere Einsatzgebiete für eine ganglionäre Opioid-Analgesie kommen CRPS (Morbus Sudeck), eine Gürtelrose (Herpes Zoster) im Kopf- oder Halsbereich, Migräne, Verkrampfungen der Blutgefäße, Wurzelreizsyndrome an der Halswirbelsäule sowie Phantomschmerzen nach einer Amputation infrage. Die Blockade von Nerven mit einem Opioid kann außerdem zu diagnostischen Zwecken erfolgen, um die Schmerzursache zu ergründen. Eine ganglionäre Opioid-Analgesie lässt sich außerdem zum Vorbereiten von physiotherapeutischen Maßnahmen nutzen, wenn bei Hand- oder Armbewegungen ausgeprägte Schmerzen bestehen.

Im Rahmen der GLOA-Therapie injiziert der Arzt dem Patienten ein Opioid in den Bereich eines Ganglions, um Schmerzattacken oder chronische Schmerzen zu unterbrechen. In den meisten Fällen greift der Mediziner auf Buprenorphin zurück, das ein Derivat von Thebain, einem pflanzlichen Alkaloid, darstellt. Zu diesem Zweck werden Spezialkanülen, die mit Führungsinstrumenten ausgestattet sind, eingesetzt. Es ist auch möglich, das Opioid gemeinsam mit einem lokalen Anästhetikum zu verabreichen. Je nachdem, welche Erkrankung es zu behandeln gilt, wird das Analgetikum in das Ganglion stellatum, das Ganglion Gasseri oder das Ganglion cervicale superius gespritzt. Durch das injizierte Schmerzmittel soll der Schmerz für einige Stunden ausgeschaltet werden. Außerdem werden die Blutgefäße erweitert und die Schweißsekretion vermindert.

Zu den häufigsten Einsatzbereichen der ganglionären Opioid-Analgesie gehört die Blockade des Ganglions stellatum. Dabei wird das Opioid in die Vorderregion des Halses neben die Nervenknoten gespritzt. In der Regel sind durch den Einstich keine größeren Schmerzen zu verspüren. An der betroffenen Seite können Erwärmungen des Gesichts, der Schulter oder des Arms auftreten. Manchmal schwellen auch die Nasenschleimhaut oder das Augenlid an, was jedoch darauf hinweist, dass der Einstich an der richtigen Stelle stattfand. Darüber hinaus lässt sich die Lage der Kanüle mit einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung kontrollieren.

Bis das Schmerzmittel seine Wirkung entfaltet, dauert es zumeist ca. 15 Minuten. Ein Nachteil der ganglionären Opioid-Analgesie ist allerdings die zeitlich begrenzte Dauer ihrer Wirkung. Daher müssen meist noch andere Behandlungsmethoden durchgeführt werden.

Eine Stellatum-GLOA wird durch eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule vorbereitet. Rund fünf Tage vor dem Eingriff werden Medikamente mit blutverdünnender Wirkung abgesetzt, was sich mit einer Blutuntersuchung kontrollieren lässt; das Absetzen darf ausschließlich nach ärztlicher Anweisung erfolgen. Sechs Stunden vor der ganglionären Opioid-Analgesie darf der Betroffene außerdem nichts mehr essen und nicht mehr rauchen. Nach einer ambulanten Behandlung sollte er zudem auf das Bedienen von Fahrzeugen und Maschinen verzichten. Die Einnahme von weiteren Arzneimitteln ist mit dem Arzt abzusprechen.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Nicht durchgeführt werden darf eine ganglionäre Opioid-Analgesie, wenn der Patient unter Blutgerinnungsstörungen, einer Erregungsleitungsstörung des Herzens, die mit einem verlangsamten Herzschlag einhergeht, oder Belüftungsstörungen der Lunge leidet.

Durch die GLOA sind auch verschiedene Komplikationen im Bereich des Möglichen. So besteht das Risiko von Nachblutungen und Blutergüssen an der Injektionsstelle. Ferner lassen sich das Auftreten von Reizungen, abgestorbenem Gewebe oder Abszessen nicht ausschließen.

Kommt es während der Behandlung zur Schädigung eines Nervs, drohen Sensibilitätsstörungen oder sogar Lähmungserscheinungen. Wird die Injektion mit dem Schmerzmittel versehentlich in eine Arterie verabreicht, kann dies eine Verstärkung der Opioid-Wirkung zur Folge haben. Nur selten erfolgt ein Übergang des Analgetikums auf das Rückenmark. In manchen Fällen leiden die Patienten unter allergischen Reaktionen. Außerdem sind durch das Opioid unerwünschte Nebeneffekte wie Juckreiz auf der Haut, Harnverhalt, Müdigkeit und Verstopfung möglich. Als ernsthafte Komplikationen gelten zerebrale Krampfanfälle, eine Plexus-Blockade, Blutergüsse im Wirbelkörperbereich sowie eine Perforation der Speiseröhre.

Vorbereitung und Ablauf einer Behandlung

Vor der ersten Injektion steht ein ausführliches Gespräch. Der Arzt erhebt die Krankengeschichte, lässt sich den Schmerz nach Ort, Charakter, Tagesverlauf und auslösenden Umständen schildern und prüft, ob die Beschwerden überhaupt von einem Nervenknoten ausgehen können, der sich mit einer Injektion erreichen lässt. Dazu gehören die Frage nach Vorerkrankungen, eine Übersicht über alle eingenommenen Medikamente und die Frage nach früheren Reaktionen auf Betäubungs- oder Schmerzmittel. Über den Ablauf, die möglichen Komplikationen und über die Behandlungsalternativen wird der Patient aufgeklärt; der Eingriff findet nur mit seiner Einwilligung statt.

Die Injektion erfolgt je nach Zielpunkt im Liegen oder in halb sitzender Haltung. Die Einstichstelle wird desinfiziert, häufig wird die Haut zuvor örtlich betäubt. Vor dem Einspritzen zieht der Arzt am Spritzenkolben zurück, um zu prüfen, ob die Kanülenspitze versehentlich in einem Blutgefäß liegt. Erst danach wird die Lösung langsam abgegeben. Während des Eingriffs werden Puls und Blutdruck überwacht; in vielen Einrichtungen wird zusätzlich ein Zugang zu einer Vene gelegt, damit im Fall einer Kreislaufreaktion sofort Medikamente gegeben werden können. Notfallausrüstung muss im Raum verfügbar sein, weil ein Opioid die Atmung dämpfen kann.

Nach der Injektion bleibt der Patient noch eine Weile in der Einrichtung und wird beobachtet. Der Arzt fragt nach der Schmerzentwicklung und achtet auf Zeichen einer unerwünschten Wirkung. Erst wenn Kreislauf und Bewusstsein unauffällig sind, wird der Patient entlassen. Für den Heimweg ist eine Begleitperson sinnvoll, und auf das Führen eines Fahrzeugs wird an diesem Tag verzichtet.

Die Zielpunkte und ihre Zugangswege

Welcher Nervenknoten angesteuert wird, richtet sich nach der Region, aus der die Schmerzen stammen. Das Ganglion stellatum liegt am Übergang von Hals und Brustkorb seitlich vor der unteren Halswirbelsäule. Der Zugang erfolgt von vorn am Hals, wobei der Arzt die Luftröhre und das Gefäßnervenbündel des Halses mit den Fingern beiseiteschiebt und dazwischen einsticht. Blockiert wird damit ein Abschnitt des Sympathikus, jenes Teils des vegetativen Nervensystems, der unter anderem die Weite der Blutgefäße steuert.

Das Ganglion cervicale superius sitzt weiter oben, nahe der Schädelbasis hinter dem Rachenraum. Für die ganglionäre Opioid-Analgesie ist unter anderem ein Zugang durch die Mundhöhle beschrieben, bei dem die Kanüle hinter dem Gaumenbogen eingeführt wird. Dieser Zielpunkt wird vor allem bei Schmerzen im Gesicht und im oberen Kopfbereich gewählt.

Das Ganglion Gasseri, auch Ganglion trigeminale genannt, ist die gemeinsame Schaltstelle der drei Äste des Trigeminusnervs und liegt in einer Ausbuchtung der harten Hirnhaut an der Schädelbasis. Es wird von der Wange aus durch eine natürliche Öffnung des Schädelknochens erreicht. Wegen der Nachbarschaft zu Hirnhäuten und Blutgefäßen gilt dieser Zugang als der anspruchsvollste der drei und wird unter Bildkontrolle durchgeführt. Angewendet wird er insbesondere bei der Trigeminusneuralgie, einem einschießenden Gesichtsschmerz.

Allen drei Zugängen ist gemeinsam, dass die Injektion nicht in den Nervenknoten hinein, sondern in dessen unmittelbare Umgebung erfolgt. Das Konzept der Methode beruht auf der Annahme, dass sich im Bereich solcher Nervenknoten Bindungsstellen für Opioide finden und ein dort abgegebenes Opioid die Weiterleitung des Schmerzsignals dämpfen kann, ohne dass eine vollständige Betäubung der Region eintritt.

Wie sich die Behandlung anfühlt

Der Einstich selbst wird meist als kurzer, gut auszuhaltender Schmerz beschrieben, vergleichbar mit einer Blutentnahme oder einer Spritze beim Zahnarzt. Unangenehmer empfinden viele Betroffene das Druckgefühl während des Einspritzens sowie – beim Zugang am Hals – das Beiseiteschieben der Halsstrukturen. Eine Narkose ist für den Eingriff nicht erforderlich; der Patient bleibt ansprechbar, was auch deshalb wichtig ist, weil er ungewöhnliche Empfindungen sofort mitteilen soll.

Nach einer Blockade am Ganglion stellatum treten regelmäßig Begleiterscheinungen auf, die aus der Ausschaltung des Halssympathikus folgen und die von ärztlicher Seite als Zeichen einer technisch gelungenen Blockade gewertet werden. Dazu gehören eine Rötung und Erwärmung der Gesichtshälfte, eine verstopfte Nase auf derselben Seite sowie ein herabhängendes Oberlid mit verengter Pupille, ein Bild, das als Horner-Syndrom bezeichnet wird. Diese Erscheinungen bilden sich mit dem Nachlassen der Wirkung von selbst zurück. Vorübergehend können auch Heiserkeit oder Schluckbeschwerden auftreten, wenn benachbarte Nerven mitbetroffen sind; sie sind unangenehm, aber in der Regel flüchtig.

Nach der Behandlung und weiterer Verlauf

Weil die Wirkung einer einzelnen Injektion begrenzt ist, wird die ganglionäre Opioid-Analgesie üblicherweise nicht als einmalige Maßnahme, sondern als Behandlungsserie geplant. Nach jeder Sitzung hält der Patient fest, wie stark der Schmerz war, wie lange die Linderung anhielt und ob sich Beweglichkeit oder Schlaf verändert haben. Solche Aufzeichnungen sind die Grundlage der Entscheidung, ob die Serie fortgeführt wird. Bleibt eine erkennbare Besserung aus, wird die Behandlung beendet und ein anderer Weg gesucht, statt die Injektionen fortzusetzen.

Häufig dient die Blockade dazu, ein Zeitfenster mit geringerer Schmerzintensität zu schaffen, das für eine Physiotherapie genutzt wird. Bewegungsübungen, die zuvor am Schmerz scheiterten, sollen in dieser Phase wieder möglich werden. Der eigentliche Behandlungserfolg wird dann weniger an der Dauer der Schmerzfreiheit gemessen als daran, ob die Betroffenen wieder mehr Bewegung, Schlaf und Alltag bewältigen.

Abgrenzung zu ähnlichen Injektionsverfahren

Von der ganglionären Opioid-Analgesie zu unterscheiden ist die klassische Nervenblockade mit einem örtlichen Betäubungsmittel. Bei dieser wird die Reizleitung im Nerv vollständig unterbrochen, was neben der Schmerzfreiheit auch Taubheit und – je nach Nerv – eine vorübergehende Muskelschwäche zur Folge hat. Die Gabe eines Opioids an ein Ganglion zielt demgegenüber darauf ab, die Schmerzweiterleitung zu dämpfen, ohne die übrigen Nervenfunktionen in gleichem Maß auszuschalten. Beide Wege lassen sich auch kombinieren.

Ebenfalls ein anderes Verfahren ist die weiter oben erwähnte Triggerpunktinfiltration. Sie richtet sich nicht an einen Nervenknoten, sondern an eine verhärtete, druckschmerzhafte Stelle im Muskel selbst, und wird meist mit einem örtlichen Betäubungsmittel vorgenommen. Der Gegenstand der ganglionären Opioid-Analgesie ist demgegenüber ausschließlich die Injektion in die Umgebung eines Ganglions.

Von der Periduralanästhesie, bei der ein Medikament in den Raum um die Rückenmarkshäute eingebracht wird, unterscheidet sich die Methode durch den Ort der Anwendung und die deutlich kleinere Region, die erfasst wird. Und anders als bei einer Opioidtherapie in Tablettenform, bei der der Wirkstoff über den ganzen Körper verteilt wird, soll bei der ganglionären Opioid-Analgesie nur eine geringe Menge an einer eng umschriebenen Stelle wirken.

Stellung innerhalb der Schmerzbehandlung

Bei chronischen Schmerzen gilt heute ein Vorgehen als sinnvoll, das mehrere Ansätze verbindet: medikamentöse Behandlung, Bewegungstherapie, psychologische Verfahren zum Umgang mit dem Schmerz sowie die Behandlung von Begleiterkrankungen. Injektionsverfahren wie die ganglionäre Opioid-Analgesie sind in einem solchen Konzept ein einzelner Baustein und kein Ersatz für die übrigen. Sie werden vor allem dann erwogen, wenn die üblichen Wege nicht ausreichend geholfen haben.

Eingesetzt wird die Methode überwiegend in spezialisierten schmerzmedizinischen Ambulanzen und Praxen, in denen die räumlichen und personellen Voraussetzungen für Überwachung und Notfallversorgung gegeben sind. In der hausärztlichen Versorgung spielt sie keine Rolle. Wird die Blockade zu diagnostischen Zwecken durchgeführt, ist bei der Deutung Zurückhaltung geboten: Eine kurzfristige Besserung nach einer Injektion beweist noch nicht, dass die Schmerzursache am punktierten Nervenknoten liegt, denn Injektionen können auch unabhängig vom Wirkstoff eine Linderung hervorrufen.

Wissenschaftliche Einordnung

Die ganglionäre Opioid-Analgesie wird in der deutschsprachigen schmerzmedizinischen Literatur beschrieben, gehört aber nicht zu den breit etablierten Standardverfahren. Wie zuverlässig die berichtete Schmerzlinderung ist und bei welchen Krankheitsbildern sie über den Verlauf hinaus hilft, der auch ohne Behandlung zu erwarten wäre, lässt sich anhand des vorhandenen Schrifttums nur eingeschränkt beurteilen. Wer sich für eine solche Behandlung interessiert, sollte sich deshalb erläutern lassen, welches Ziel im konkreten Fall verfolgt wird und woran der Erfolg gemessen werden soll.

Das wesentliche Risiko einer Methode mit unsicherem Nutzen liegt nicht nur in ihren unmittelbaren Komplikationen, sondern auch darin, dass über wiederholten Injektionsserien andere, besser gesicherte Bestandteile der Schmerzbehandlung vernachlässigt werden. Bleibt eine Besserung aus, ist die erneute Abklärung der Schmerzursache der sinnvollere Weg.

Kosten und Kostenübernahme

Ob die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten einer ganglionären Opioid-Analgesie trägt, hängt von der Indikation und vom Einzelfall ab und ist nicht allgemein zu beantworten. Da es sich nicht um ein Routineverfahren handelt, empfiehlt sich vor Behandlungsbeginn die Rücksprache mit der Krankenkasse, insbesondere wenn eine längere Serie geplant ist. Private Versicherungen und Beihilfestellen entscheiden nach ihren jeweiligen Bedingungen. Wird die Behandlung als Selbstzahlerleistung angeboten, sollte der Patient vorab eine schriftliche Aufstellung erhalten, die Behandlung, Nachbeobachtung und etwaige Bildkontrollen umfasst.

Quellen

  • Baron, R., Koppert, W., Strumpf, M., Willweber-Strumpf, A. (Hrsg.): Praktische Schmerzmedizin.
    ISBN: 9783662574867
  • Masuhr, K. F., Masuhr, F., Neumann, M.: Neurologie.
    ISBN: 9783131359476
  • Füeßl, H. S., Middeke, M.: Anamnese und klinische Untersuchung.
    ISBN: 9783132443099
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655
  • Niethard, F. U., Pfeil, J., Biberthaler, P.: Orthopädie und Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783132443136

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