Nizatidin

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 17. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Als Nizatidin wird ein H2-Rezeptor-Antagonist bezeichnet. Der Arzneistoff kommt zur Therapie und Prophylaxe von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren zur Anwendung. In Deutschland ist Nizatidin allerdings nicht im Handel.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Nizatidin?

Nizatidin
Nizatidin kommt zur Therapie und Prophylaxe von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren zur Anwendung, in Deutschland ist es allerdings nicht im Handel.

Nizatidin gehört der Wirkstoffgruppe der H2-Rezeptor-Antagonisten an. Der Wirkstoff dient zur Behandlung von säurebedingten Erkrankungen. Dazu zählen Magengeschwüre, Geschwüre am Zwölffingerdarm sowie eine Ösophagitis (Entzündung der Speiseröhre). In der Medizin trägt der Wirkstoff auch die Bezeichnung Nizatidinum.

Entwickelt wurde Nizatidin in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dort ist der H2-Rezeptor-Antagonist seit Ende der 1980er Jahre erhältlich. In Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern wird das Mittel dagegen nicht angeboten.

Bei Nizatidin handelt es sich um ein Thiazol-Derivat. Es kommt als kristalline weißliche Substanz vor, die sich in Wasser lösen lässt. Zu seinen speziellen Eigenschaften zählen der leichte Schwefelgeruch sowie der bittere Geschmack.

In den Vereinigten Staaten ist Nizatidin in mehreren Zubereitungen zugelassen worden: als Kapsel, als Lösung zum Einnehmen und als niedriger dosierte Tablette, die ohne Rezept abgegeben wird. Die ursprüngliche Marke Axid führt das Zulassungsregister der amerikanischen Arzneimittelbehörde für Kapseln und Lösung inzwischen als nicht mehr vertrieben; verschreibungspflichtig im Handel sind Nachahmerpräparate in Kapselform, dazu die rezeptfreie Tablette. Ebenso ist dort die Lösung zum Einnehmen als nicht mehr vertrieben eingetragen.

Pharmakologische Wirkung

Nizatidin ist ein H2-Rezeptorenblocker. Das bedeutet, dass der Arzneistoff in der Lage ist, die Herstellung von Magensäure zu reduzieren. Auf diese Weise lässt sich Erkrankungen vorbeugen, die durch die Bildung von Säure entstehen. Weil weniger Säure gebildet wird, bessern sich zugleich die Beschwerden bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren oder einer entzündeten Speiseröhre.

Nizatidin verfügt über die Fähigkeit, H2-Rezeptoren zu beeinflussen. Dabei handelt es sich um Bindungsstellen auf den Zellen der Magenwand, von denen Magensäure gebildet wird. Durch das Hemmen der Magensäureproduktion bewirkt Nizatidin eine Beruhigung des Schleimflusses innerhalb des Magen-Darm-Kanals. Durch diesen Effekt werden unangenehme Beschwerden wie saures Aufstoßen, Magenschmerzen, Bauchschmerzen sowie Sodbrennen wirksam bekämpft.

Genauer beschreibt die amerikanische Produktinformation Nizatidin als einen Hemmstoff, der mit Histamin um dessen Bindungsstelle wetteifert und sich wieder von ihr lösen kann. Besonders betroffen sind die Belegzellen der Magenschleimhaut. Gehemmt wird sowohl die nächtliche Säureproduktion als auch jene, die durch eine Mahlzeit, durch Koffein oder durch die Prüfsubstanzen Betazol und Pentagastrin angeregt wird. Auf die Aktivität des eiweißspaltenden Enzyms Pepsin wirkt Nizatidin dagegen nicht; die ausgeschiedene Gesamtmenge sinkt nur, weil insgesamt weniger Magensaft gebildet wird. Die Ausschüttung des Intrinsic-Faktors, der für die Aufnahme von Vitamin B12 nötig ist, nahm unter Nizatidin sogar zu.

Den Nüchternspiegel des Hormons Gastrin verändert Nizatidin nicht, und ein Rückschlag mit vermehrter Gastrinausschüttung wurde nicht beobachtet, wenn nach dem Abklingen der Wirkung gegessen wurde. Auch die Blutspiegel von Geschlechts- und Wachstumshormonen, des antidiuretischen Hormons, von Cortisol und der Schilddrüsenhormone bleiben unbeeinflusst; eine gegen männliche Geschlechtshormone gerichtete Wirkung ließ sich nicht nachweisen.

Nach dem Einnehmen gelangen mehr als siebzig Prozent des Wirkstoffs unverändert in den Blutkreislauf. Der Höchstwert im Blut ist innerhalb weniger Stunden erreicht, die Halbwertszeit ist kurz und die Ausscheidung rasch, sodass sich Nizatidin bei gesunder Nierenfunktion nicht im Körper anreichert. Etwa ein Drittel des Wirkstoffs ist an Eiweiße des Blutes gebunden, vor allem an das saure Alpha-1-Glykoprotein. Weniger als ein Zehntel wird in der Leber zu einem Abbauprodukt umgewandelt, das selbst noch am H2-Rezeptor wirkt. Über neun Zehntel der eingenommenen Menge erscheinen binnen eines halben Tages im Harn, und rund drei Fünftel der eingenommenen Menge werden dabei unverändert ausgeschieden; die Höhe der Nierenausscheidung zeigt, dass der Stoff aktiv in die Nierenkanälchen abgegeben wird. Über den Stuhl verlässt nur ein kleiner Rest den Körper. Die Bindung an Bluteiweiße wird durch Warfarin, Diazepam, Paracetamol, Propanthelin, Phenobarbital und Propranolol im Reagenzglas nicht verändert. Bei mittelschwerer bis schwerer Nierenschwäche verlängert sich die Halbwertszeit deutlich und die Ausscheidung verlangsamt sich.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Soweit dieser Abschnitt die Anwendung im Präsens beschreibt, bezieht er sich auf Länder, in denen Nizatidin im Handel ist. Anwendungsgebiet von Nizatidin ist die Therapie von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Dabei lässt sich der Arzneistoff auch zur Vorbeugung verwenden. Auch gegen Refluxbeschwerden, bei denen die Magensäure wiederholt in den Schluckdarm zurückfließt, kommt Nizatidin zum Einsatz.

Dargereicht wird Nizatidin vor allem in Form von Kapseln. Diese nimmt der Patient nach den Mahlzeiten mit ein wenig Flüssigkeit ein. Bis die Beruhigung des Schleimflusses innerhalb des Magen-Darm-Kanals erfolgt ist, vergeht zumeist gewisse Zeit. Daher ist in der Regel eine längere Einnahme von Nizatidin erforderlich.

Erhältlich ist der H2-Rezeptor-Antagonist unter anderem in Packungen zu je 30 Kapseln. Deren Füllmenge beträgt 150 bis 300 Milligramm Nizatidin. Die Verschreibung des Mittels erfolgt durch den Arzt. Die empfohlene Dosis für akute Geschwüre beträgt zunächst 300 Milligramm, die einmal pro Tag verabreicht werden. Die Dauer der Nizatidin-Therapie liegt in der Regel zwischen vier und acht Wochen. In manchen Fällen lässt sich das Mittel auch in Dosen zu je 150 mg morgens und abends einnehmen. Ansonsten findet die Darreichung des Medikaments vor dem Schlafengehen statt.

Zur Vorbeugung eines Zwölffingerdarmgeschwürs wird eine Dosis von 150 Milligramm empfohlen, die in den Abendstunden einzunehmen ist. Mitunter dauert die Nizatidin-Behandlung bis zu ein Jahr an.

Die amerikanische Produktinformation nennt vier Anwendungsgebiete. Das erste ist die Behandlung eines aktiven Zwölffingerdarmgeschwürs über einen begrenzten Zeitraum; bei den meisten Patienten heilt das Geschwür innerhalb weniger Wochen ab. Das zweite ist die Erhaltungsbehandlung nach abgeheiltem Zwölffingerdarmgeschwür mit verringerter Menge, die in Studien die Rückfallrate gegenüber einem Scheinmedikament deutlich senkte; über die Folgen einer jahrelangen Dauerbehandlung ist nichts bekannt. Das dritte ist die Behandlung einer durch Spiegelung festgestellten Speiseröhrenentzündung einschließlich ihrer abtragenden und geschwürigen Formen sowie des zugehörigen Sodbrennens bei Refluxkrankheit. Das vierte ist die Behandlung eines aktiven gutartigen Magengeschwürs; vor Beginn ist dabei auszuschließen, dass es sich um ein bösartiges Geschwür handelt.

In den Zulassungsstudien heilten Zwölffingerdarmgeschwüre unter Nizatidin schneller ab als unter einem Scheinmedikament, und auch bei der Speiseröhrenentzündung fiel die Heilungsrate höher aus. Die Betroffenen benötigten zugleich weniger säurebindende Mittel. Beim gutartigen Magengeschwür lagen die Heilungsraten über denen des Scheinmedikaments und entsprachen in einer europäischen Vergleichsstudie denen eines anderen Säureblockers.


Risiken & Nebenwirkungen

Die Einnahme von Nizatidin kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Diese treten jedoch nicht automatisch bei jedem Patienten auf. In den meisten Fällen leiden die betroffenen Personen unter Kraftlosigkeit, Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in der Brust, Entzündungen der Rachenschleimhaut, Husten, Schnupfen und Juckreiz. Außerdem können ungewöhnliche Träume auftreten.

Mitunter kommt es auch zu Wassereinlagerungen, wovon besonders der Kehlkopf betroffen ist, schweren allergischen Reaktionen, Übelkeit, Fieber, Schweißausbrüchen, Krämpfen in der Bronchialmuskulatur, Veränderungen des Blutbilds und gestörtem Sexualverhalten.

Bei Männern kann sich die Brustdrüse vergrößern, was Mediziner als Gynäkomastie bezeichnen. Berichte darüber sind allerdings selten; eine antiandrogene Wirkung ließ sich für Nizatidin nicht nachweisen. In seltenen Fällen treten zudem eine beschleunigte Herzfrequenz und Verwirrungszustände auf. Unter der Nizatidin-Therapie wurden erhöhte Harnsäurewerte beschrieben, die weder mit Gicht noch mit Nierensteinen einhergingen.

Leidet der Patient unter einer Überempfindlichkeit gegen Nizatidin oder weitere H2-Rezeptorenblocker, darf er das Präparat nicht einnehmen. Bei mittelschwerer bis schwerer Niereninsuffizienz muss die Dosis dagegen verringert werden, weil Nizatidin überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird. Bei Patienten in höherem Lebensalter ist die Dosis sorgfältig zu wählen und die Nierenfunktion zu überwachen. Außerdem dürfen keine bösartigen Geschwüre vorhanden sein, was wiederum vor Therapiebeginn abzuklären ist.

Liegen Herzrhythmusstörungen vor, ist Nizatidin mit großer Vorsicht einzusetzen. Für die Wirkstoffgruppe der H2-Rezeptorenblocker ist eine Verlangsamung des Herzschlags beschrieben. Vorsicht ist weiterhin bei Einschränkungen der Leberfunktion angebracht.

Die Einnahme von Nizatidin während der Schwangerschaft sollte nur dann erfolgen, wenn der Nutzen für die Patientin über den Risiken liegt. Grund dafür sind ungenügende Kenntnisse über den Wirkstoff in diesem Zeitraum. In Tierversuchen ließen sich bisher keine schädlichen Auswirkungen beobachten.

Nizatidin kann in die Muttermilch übergehen. Auch hier ergaben sich bislang keine Schäden für das Kind. Für jüngere Kinder ist die Wirksamkeit von Nizatidin nicht belegt; bei Jugendlichen wurde der Wirkstoff dagegen in kontrollierten Studien zur Behandlung der Refluxkrankheit untersucht. Die Kapselzubereitungen sind für Kinder nicht zugelassen.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Nizatidin und anderen Arzneimitteln kommt es mitunter zu Wechselwirkungen. Zum Beispiel beeinträchtigt der H2-Rezeptorenblocker die Aufnahme des Anti-Pilzmittels Ketoconazol. Wird Nizatidin zusammen mit höheren Dosen von Acetylsalicylsäure (ASS) eingenommen, erhöht sich dadurch die Salicylat-Konzentration im Blut. Darüber hinaus kann Nizatidin die Resultate von verschiedenen Urintests verfälschen. Benannt ist dabei ein bestimmter Fall: Unter der Behandlung kann der Teststreifentest auf Urobilinogen falsch positiv ausfallen.

Als Gegenanzeige nennt die Produktinformation allein die bekannte Überempfindlichkeit. Weil innerhalb dieser Wirkstoffgruppe Kreuzreaktionen beobachtet wurden, gilt sie auch dann, wenn die Überempfindlichkeit gegen einen anderen H2-Rezeptor-Antagonisten aufgetreten ist. Zur Leberfunktion merkt die Unterlage an, dass Untersuchungen beim gleichzeitigen Versagen von Leber und Niere fehlen; bei gesunder Nierenfunktion und unkomplizierter Leberfunktionsstörung verhält sich Nizatidin dagegen wie bei Gesunden.

In den kontrollierten Studien mit mehreren tausend Behandelten war Kopfschmerz die am häufigsten gemeldete Beschwerde, gefolgt von Schnupfen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Blähungen. Für die meisten dieser Beschwerden lag die Rate unter dem Scheinmedikament ähnlich hoch oder sogar höher, sodass sie sich nicht eindeutig dem Wirkstoff zuordnen lassen. Statistisch bedeutsam häufiger als unter dem Scheinmedikament traten nur eine Blutarmut, Nesselsucht und vermehrtes Schwitzen auf.

Gesondert beschrieben sind Wirkungen auf die Leber: Bei einigen Patienten stiegen die Leberwerte an, in Einzelfällen sehr deutlich. Alle diese Veränderungen bildeten sich nach dem Absetzen zurück, und die Gesamtrate erhöhter Leberwerte unterschied sich nicht bedeutsam von der unter dem Scheinmedikament. Nach der Markteinführung wurde über Leberentzündungen und Gelbsucht berichtet, in seltenen Fällen über eine Schädigung mit Gallenstau.

Am Blut sind neben der Blutarmut seltene Fälle einer Verminderung der Blutplättchen mit Blutungsneigung beschrieben; ein tödlicher Fall betraf einen Patienten, der neben Nizatidin einen weiteren H2-Rezeptor-Antagonisten erhielt und schon früher unter anderen Arzneimitteln eine solche Verminderung entwickelt hatte. An der Haut wurden neben Ausschlag und Nesselsucht eine großflächige Schuppung der Haut und selten eine Gefäßentzündung berichtet. Zu den seltenen Überempfindlichkeitsreaktionen zählen eine Anaphylaxie, eine Verkrampfung der Bronchien, eine Schwellung des Kehlkopfs und eine Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen; ebenfalls selten sind serumkrankheitsähnliche Reaktionen. Am Nervensystem sind seltene, nach dem Absetzen rückbildungsfähige Verwirrtheitszustände beschrieben, am Herzen kurze, beschwerdefreie Episoden einer Kammertachykardie, die in den betreffenden Untersuchungen allerdings auch bei unbehandelten Personen auftraten.

Erfahrungen mit einer Überdosierung beim Menschen sind kaum vorhanden. Versuchstiere zeigten nach sehr großen Mengen Wirkungen, wie sie für eine Reizung des Parasympathikus typisch sind: Tränen- und Speichelfluss, Erbrechen, enge Pupillen und Durchfall. Zur Behandlung kommen Aktivkohle, das Auslösen von Erbrechen oder eine Magenspülung in Betracht, dazu Überwachung und unterstützende Maßnahmen. Ob sich Nizatidin durch eine Blutwäsche entfernen lässt, ist nicht abschließend geklärt; wegen seiner weiten Verteilung im Körper ist davon wenig zu erwarten.

Bei den Wechselwirkungen fällt vor allem auf, was nicht beobachtet wurde: Mit Theophyllin, Chlordiazepoxid, Lorazepam, Lidocain, Phenytoin und Warfarin ergaben sich keine Wechselwirkungen. Nizatidin hemmt das Enzymsystem Cytochrom P450 nicht, sodass Wechselwirkungen über einen veränderten Abbau in der Leber nicht zu erwarten sind. Säurebindende Mittel, die Aluminium- und Magnesiumhydroxid enthalten, vermindern die Aufnahme von Nizatidin geringfügig; eine Mahlzeit erhöht sie in ähnlich geringem Umfang.

Zur Anwendung in der Schwangerschaft liegen keine kontrollierten Untersuchungen am Menschen vor. In Versuchen an trächtigen Ratten und Kaninchen ergaben sich keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit oder eine Schädigung des ungeborenen Tieres. Weil tierexperimentelle Ergebnisse nicht immer auf den Menschen übertragbar sind, soll Nizatidin in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es eindeutig erforderlich ist. In die Muttermilch geht nur ein sehr kleiner Bruchteil der eingenommenen Menge über, und zwar im Verhältnis zum Blutspiegel. Da die Jungtiere von Ratten, die Nizatidin erhielten, langsamer wuchsen, ist zwischen dem Stillen und der Behandlung abzuwägen.

Bei älteren Menschen wurden in den Studien keine Unterschiede in Wirksamkeit und Verträglichkeit gefunden, auch wenn eine höhere Empfindlichkeit Einzelner nicht auszuschließen ist. Bei Kindern und Jugendlichen zeichnet das Label der Lösung zum Einnehmen ein genaueres Bild: In randomisierten Studien mit Kindern und Jugendlichen zwischen zwei und achtzehn Jahren, die unter einer Refluxkrankheit litten, erwies sich Nizatidin insgesamt als sicher und gut verträglich. Von zwölf Jahren an linderte es Häufigkeit und Schwere der Beschwerden, verbesserte das körperliche Befinden und verringerte den zusätzlichen Verbrauch säurebindender Mittel. Bei jüngeren Kindern zeigte sich dagegen weder gegenüber einem Scheinmedikament noch zwischen verschiedenen Mengen ein Unterschied. Weil Nizatidin überwiegend über die Niere ausgeschieden wird und die Nierenfunktion im Alter häufiger eingeschränkt ist, wird zu einer sorgfältigen Wahl der Menge und zur Überwachung der Nierenfunktion geraten.

Quellen

  • Messmann, H., Wedemeyer, H. (Hrsg.): Klinische Gastroenterologie.
    ISBN: 9783132405233
  • Layer, P., Rosien, U. (Hrsg.): Praktische Gastroenterologie.
    ISBN: 9783437233722
  • Riemann, J. F., Fischbach, W., Galle, P. R., Mössner, J. (Hrsg.): Checkliste Gastroenterologie und Hepatologie.
    ISBN: 9783132454217
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541

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