Libido

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 18. April 2024
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Sex ist mehr als nur "die schönste Nebensache der Welt", Geschlechtsverkehr ist notwendig, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Und da unsere Instinkte dazu führen, sich fortpflanzen und Nachkommen zeugen zu wollen, hat Mutter Natur uns mit der Libido ausgestattet. Unsere sexuelle Lust führt dazu, uns fortzupflanzen.

Libido, ein Begriff, der oft synonym mit sexuellem Verlangen verwendet wird, spielt eine zentrale Rolle in der menschlichen Sexualität. Sie bezieht sich auf die Gesamtheit der sexuellen Triebe oder Wünsche eines Individuums und ist ein grundlegender Aspekt der menschlichen Psychologie und Physiologie.

Die Libido beeinflusst nicht nur das persönliche Wohlbefinden und die Lebensqualität, sondern auch die Dynamik und Stabilität von Beziehungen. Trotz ihrer Bedeutung ist die Libido ein komplexes Phänomen, das von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, darunter biologische, psychologische und soziokulturelle Komponenten.

Im folgenden Artikel werden wir die verschiedenen Aspekte der Libido untersuchen, beginnend mit den hormonellen und neurologischen Grundlagen, die das sexuelle Verlangen steuern. Weiterhin beleuchten wir psychologische und soziale Einflüsse, die die Libido prägen können. Darüber hinaus wird der Einfluss des Lebensstils auf die sexuelle Gesundheit und die Libido erörtert, einschließlich Ernährung, körperlicher Aktivität und Substanzgebrauch.

Veränderungen der Libido im Laufe des Lebens sowie gesundheitsbedingte Faktoren, die das sexuelle Verlangen beeinflussen können, werden ebenfalls thematisiert. Abschließend widmen wir uns verschiedenen Strategien zur Steigerung der Libido, von natürlichen Methoden bis hin zu medizinischen Behandlungen, und bieten praktische Tipps für das Management sexueller Gesundheit.

Durch dieses umfassende Verständnis der Libido hoffen wir, Licht in die komplexen Mechanismen zu bringen, die unser sexuelles Verlangen formen, und Wege aufzuzeigen, wie Menschen ihre sexuelle Gesundheit aktiv fördern können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Libido?

Unter dem Begriff Libido versteht man das generelle Verlangen nach Geschlechtsverkehr und sexuellen Handlungen mit dem Zweck sexueller Befriedigung.

Unter dem Begriff Libido versteht man das generelle Verlangen nach Geschlechtsverkehr und sexuellen Handlungen mit dem Zweck sexueller Befriedigung.

Hiermit ist vor allem die menschliche Veranlagung dazu gemeint, nicht allein die Lust, die im Zeitpunkt des Sex besteht. Die Libido ist beim Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt Menschen mit weniger sexuellem Verlangen und solche, die sich sehr häufig nach sexueller Befriedigung sehnen. Das Spektrum, was hier als normal und was als Abweichung wahrgenommen wird, ist hier sei weit gegriffen.

Ein bisschen hängt diese Einteilung auch vom Partner ab und davon, inwieweit sich die Häufigkeit des sexuellen Verlangens der jeweiligen Partner ähneln und wer was als "zu viel" oder "zu wenig" empfindet. Dennoch können hier krankhafte Abweichungen möglich sein.

Funktionen & Aufgaben

Die Libido ist dazu da, den Menschen dazu zu bringen, Geschlechtsverkehr zu haben. Aus physiologischer und evolutionsbiologischer Sicht ist die Libido der Antrieb für den Menschen, Nachkommen zu zeugen. Eine normal ausgeprägte Libido und ein erfülltes Sexualleben stellen nicht nur die Nachkommen sicher, sondern tragen auch zum psychosozialen Wohlbefinden des Einzelnen bei.

Die sexuelle Lust sorgt nicht nur dafür, den Geschlechtsverkehr vollziehen zu wollen, sondern ermöglicht und erleichtert ihn überhaupt erst. Durch die gesteigerte Durchblutung und verschiedenen hormonellen Vorgängen im Körper kommt es beim Mann zur Erektion, die Vagina der Frau wird optimal durchblutet, sie scheidet Scheidenflüssigkeit aus, sozusagen als natürliches Gleitmittel. So sind rein körperlich die bestmöglichen Voraussetzungen für den Geschlechtsverkehr geschaffen.

Sexuelle Lust ist somit auch Voraussetzung für den Orgasmus. Der männliche Orgasmus ist zur Fortpflanzung zwingend notwendig, aber auch der weibliche Orgasmus soll dazu dienen, die Spermien besser in Richtung Gebärmutter zu bringen. Die Natur hat also auf eine recht komplexe Weise dafür gesorgt, die menschliche und auch tierische Art zu erhalten. Heute wird sexuelle Lust gesondert vom Kinderwunsch betrachtet. Seit in den 1960er Jahren die Anti-Baby-Pille aufkam, entscheiden Frauen selbst, wann und ob sie Kinder bekommen wollen.

Biologie der Libido

Die Libido ist nicht nur ein psychologisches Phänomen, sondern tief verwurzelt in unserer Biologie. Sie wird durch eine Vielzahl von körperlichen Mechanismen gesteuert, einschließlich hormoneller und neurologischer Systeme, die zusammenwirken, um unser sexuelles Verlangen zu beeinflussen.

Hormonelle Grundlagen der Libido

Geschlechtshormone:

  • Testosteron: Oft als das "Sexhormon" bezeichnet, spielt Testosteron eine zentrale Rolle in der Libido sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Bei Männern wird Testosteron hauptsächlich in den Hoden produziert, bei Frauen in geringeren Mengen auch in den Eierstöcken und den Nebennieren. Ein höherer Testosteronspiegel ist häufig mit gesteigertem sexuellen Verlangen verbunden.
  • Östrogene: Diese Hormongruppe ist besonders bei Frauen dominant und beeinflusst nicht nur die Libido, sondern auch die sexuelle Funktion und das allgemeine Wohlbefinden. Während des Menstruationszyklus können Schwankungen des Östrogenspiegels das sexuelle Interesse stark beeinflussen.

Weitere hormonelle Einflüsse:

  • Prolaktin: Bekannt für seine Rolle bei der Milchproduktion, kann ein erhöhter Prolaktinspiegel die Libido negativ beeinflussen. Erhöhte Prolaktinwerte können, besonders bei Männern, zu einer reduzierten sexuellen Lust führen.
  • Schilddrüsenhormone: Die Schilddrüse reguliert durch ihre Hormone viele Körperfunktionen, einschließlich des Metabolismus und der Energielevel, die auch das sexuelle Verlangen beeinflussen können. Sowohl Hyper- als auch Hypothyreose können zu Libidoverlust führen.

Neurologische Aspekte der Libido

Gehirnregionen beteiligt an der sexuellen Erregung:

  • Das limbische System, oft als das emotionale Zentrum des Gehirns betrachtet, spielt eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von sexuellem Verlangen. Bereiche wie der Hypothalamus und die Amygdala sind direkt an der Regulierung von sexueller Lust und Erregung beteiligt.
  • Der präfrontale Cortex, der mit Entscheidungsfindung und sozialem Verhalten in Verbindung steht, kann die sexuelle Motivation und das Verhalten modulieren.

Neurotransmitter und ihre Wirkungen auf die Libido:

  • Dopamin: Dieser "Wohlfühl"-Neurotransmitter ist wesentlich für das Empfinden von Vergnügen und Belohnung. Ein Anstieg von Dopamin im Gehirn wird oft mit erhöhter sexueller Motivation und Lust in Verbindung gebracht.
  • Serotonin: Obwohl es hauptsächlich für seine Rolle bei der Regulierung von Stimmung und Angst bekannt ist, hat Serotonin auch eine komplexe Wirkung auf die sexuelle Lust. Hohe Serotoninspiegel können die Libido unterdrücken, was erklärt, warum einige Antidepressiva, die den Serotoninspiegel erhöhen, oft mit sexueller Dysfunktion verbunden sind.

Die Biologie der Libido zeigt, wie tiefgreifend unser sexuelles Verlangen von unserem körperlichen Zustand beeinflusst wird. Diese biologischen Mechanismen sind jedoch nur ein Teil des Puzzles. Im nächsten Abschnitt werden wir untersuchen, wie psychologische und soziale Faktoren die Libido formen und beeinflussen.

Krankheiten, Beschwerden & Störungen

Krankheiten im Zusammenhang mit der Libido können ein gesteigertes sexuelles Verlangen, wie auch wenig oder überhaupt kein Interesse an Sex sein.

Beides kann für die betroffenen, wie für ihre Sexualpartner, sehr belastend sein. Bei einem gesteigerten Verlangen nach Sex kann es zu einer Sexsucht kommen, die Betroffenen suchen nach ständiger Befriedigung, was in Partnerschaften auch zu häufigem Fremdgehen führen kann. Bekanntestes Beispiel aus der jüngsten Presse ist der Profigolfer Tiger Woods, der seine unzähligen Affären mit einer Sexsucht zu entschuldigen versuchte und diese inzwischen therapiert haben will.

Ein wenig ausgeprägtes Verhalten kann ebenfalls zu Problemen in der Partnerschaft führen. Auch Singles, die sich eine Partnerschaft wünschen, tun sich schwer damit, ihrem Partner zu offenbaren, dass Sex ihnen nicht sonderlich wichtig ist. Eine verminderte Libido kann aber auch körperliche Ursachen haben. Nicht selten möchte der betroffene Partner gerne mit seinem Sexualpartner schlafen, der Körper macht ihm hier aber einen Strich durch die Rechnung.

Gerade beim Mann ist die Erektion, die Voraussetzung für den Geschlechtsverkehr ist, von der sexuellen Lust abhängig. Aber auch Frauen benötigen die sexuelle Lust, um sich ohne Schmerzen mit dem Mann vereinigen zu können. Hier können entsprechende Medikamente helfen, die selbstverständlich immer der Arzt verschreiben muss. Zahlreiche Angebote im Internet sind hier eher schädlich als hilfreich. Eine mangelnde Libido kann aber auch psychische Ursachen haben.

Bereits Stress im Beruf, aber auch Probleme in der Partnerschaft oder Krankheiten können den Liebestrieb negativ beeinflussen. Hier helfen keine Gleitmittel mehr, vielmehr ist hier eine Psychotherapie oder eine generelle Beseitigung des Stress angezeigt.


Einfluss des Lebensstils

Die Libido wird nicht nur durch biologische und psychologische Faktoren beeinflusst, sondern auch durch den Lebensstil einer Person. Ernährung, körperliche Aktivität und der Umgang mit Substanzen wie Alkohol und Drogen spielen eine wesentliche Rolle in der Aufrechterhaltung einer gesunden Libido.

Diät und Ernährung

Nährstoffe, die die Libido beeinflussen können:

Zink: Dieses Spurenelement, das reichlich in Meeresfrüchten, besonders Austern, und in geringerem Maße in rotem Fleisch und Geflügel vorhanden ist, ist für die Testosteronproduktion wesentlich.

Flavonoide:' Diese in dunkler Schokolade, Beeren und Zitrusfrüchten vorkommenden Antioxidantien können die Durchblutung verbessern und sind mit einer erhöhten Libido verbunden.

Vitamin D: Oft als das "Sonnenscheinvitamin" bezeichnet, kann ein Mangel an Vitamin D zu niedrigen Östrogen- bzw. Testosteronspiegeln führen und somit die Libido beeinträchtigen.

Diätetische Muster und sexuelle Gesundheit:

  • Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten ist, unterstützt nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch eine gesunde Libido.
  • Diäten, die zu stark eingeschränkt sind oder unzureichende Mengen an essenziellen Nährstoffen bieten, können die Hormonproduktion und damit die sexuelle Gesundheit negativ beeinflussen.

Körperliche Aktivität

Zusammenhang zwischen regelmäßiger Bewegung und Libido:

  • Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Selbstbewusstsein steigern, Stress abbauen und die Durchblutung verbessern, was alles zur Steigerung der Libido beitragen kann.
  • Übungen, die den Blutfluss im Beckenbereich erhöhen, wie Kegels oder Pilates, können insbesondere die sexuelle Funktion verbessern.

Effekte spezifischer Übungen auf die sexuelle Funktion:

  • Krafttraining und Ausdauerübungen können die Produktion von Geschlechtshormonen anregen und somit eine positive Wirkung auf die sexuelle Lust haben.
  • Yoga und meditative Bewegungsformen können helfen, emotionale Blockaden zu lösen, die sexuelle Funktion zu verbessern und die Verbindung zwischen Körper und Geist zu stärken.

Alkohol und Drogen

Wirkung von Alkoholkonsum auf die Libido:

  • Während geringe Mengen Alkohol die Hemmungen senken und die Libido kurzfristig steigern können, führt übermäßiger Konsum oft zu einer Reduktion der sexuellen Leistungsfähigkeit und des Verlangens.

Einfluss anderer Substanzen:

  • Nikotin und illegale Drogen wie Kokain und Amphetamine können die sexuelle Leistungsfähigkeit und das Verlangen erheblich beeinträchtigen.
  • Viele Medikamente, einschließlich Antidepressiva und blutdrucksenkende Mittel, können ebenfalls negative Auswirkungen auf die sexuelle Funktion haben.

Ein gesunder Lebensstil, der eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Substanzen umfasst, ist grundlegend für die Aufrechterhaltung einer gesunden Libido. Durch die Optimierung dieser Lebensstilfaktoren können Individuen nicht nur ihre sexuelle Gesundheit verbessern, sondern auch ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Lebensqualität steigern.

Veränderungen der Libido

Die Libido unterliegt im Laufe des Lebens natürlichen Schwankungen, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Verständnis für diese Veränderungen kann dabei helfen, die eigene sexuelle Gesundheit besser zu managen und zu erhalten.

Veränderungen im Laufe des Lebens

Jugend und junge Erwachsene:

  • In dieser Phase erreicht die Libido oft ihren Höhepunkt, getrieben durch die hohe Produktion von Geschlechtshormonen. Jugendliche und junge Erwachsene erleben häufig eine Zunahme des sexuellen Interesses und Verlangens.

Mittleres Lebensalter und Menopause/Andropause:

  • Frauen können während der Menopause signifikante Veränderungen in ihrer Libido erleben, oft bedingt durch hormonelle Veränderungen wie den Abfall von Östrogen und Progesteron. Dies kann zu Trockenheit der Vagina und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen, was das sexuelle Verlangen beeinträchtigen kann.
  • Männer erleben möglicherweise eine graduelle Abnahme der Testosteronproduktion, bekannt als Andropause, die das sexuelle Verlangen und die erektile Funktion beeinflussen kann.

Alter und die Auswirkungen auf die sexuelle Aktivität:

  • Obwohl die Libido mit zunehmendem Alter natürlich abnimmt, bleibt sexuelle Aktivität ein wichtiger Aspekt der Lebensqualität für viele ältere Erwachsene. Anpassungen im sexuellen Verhalten und die Verwendung von Hilfsmitteln zur Verbesserung der sexuellen Funktion können dabei helfen, eine zufriedenstellende sexuelle Aktivität zu erhalten.

Gesundheitsbedingte Faktoren

Chronische Krankheiten und ihre Auswirkungen auf die Libido:

  • Zustände wie Diabetes, Herzerkrankungen und hormonelle Störungen können direkt die Libido beeinflussen, indem sie die Blutzirkulation, Hormonspiegel und das allgemeine Energielevel verändern.
  • Psychische Gesundheitsprobleme, wie Depression und Angstzustände, können ebenfalls schwerwiegende Auswirkungen auf das sexuelle Verlangen haben.

Medizinische Behandlungen und Eingriffe:

  • Bestimmte medizinische Behandlungen, wie Chemotherapie und Strahlentherapie, können vorübergehend oder dauerhaft die Libido beeinträchtigen.
  • Chirurgische Eingriffe, insbesondere im Beckenbereich oder an den Geschlechtsorganen, können physische und psychologische Auswirkungen haben, die das sexuelle Verlangen und die Fähigkeit, sexuelle Aktivität auszuüben, beeinträchtigen.

Diese Veränderungen zu verstehen und zu akzeptieren ist ein wichtiger Schritt in der Aufrechterhaltung der sexuellen Gesundheit und des Wohlbefindens. Es ist wichtig, offen mit medizinischen Fachkräften über sexuelle Gesundheit zu sprechen und Unterstützung in Form von Beratung oder medizinischer Intervention zu suchen, wenn nötig. Individuelle Strategien können entwickelt werden, um mit diesen Veränderungen umzugehen und eine befriedigende sexuelle Beziehung zu pflegen oder wiederherzustellen.

Steigerung der Libido

Das Verständnis und die Pflege der eigenen sexuellen Gesundheit sind essentiell, um eine zufriedenstellende Libido zu erhalten oder zu verbessern. Es gibt zahlreiche Methoden und Strategien, die dazu beitragen können, das sexuelle Verlangen zu steigern und zu managen.

Natürliche und pharmakologische Hilfsmittel

Kräuter und Supplements:

  • Ginseng: Oft als natürliches Aphrodisiakum beworben, kann Ginseng die Libido steigern und die erektile Funktion verbessern.
  • Maca: Dieses peruanische Kraut wird traditionell verwendet, um sexuelle Energie und Ausdauer zu erhöhen.
  • Ginkgo biloba: Bekannt für seine Fähigkeit, die Durchblutung zu verbessern, kann Ginkgo biloba auch die sexuelle Funktion durch eine bessere Blutzirkulation unterstützen.

Medikamentöse Behandlungsoptionen:

  • Phosphodiesterase-Typ-5-Inhibitoren: Medikamente wie Sildenafil (Viagra) und Tadalafil (Cialis) sind wirksam bei der Behandlung von erektiler Dysfunktion und können indirekt die Libido bei Männern steigern.
  • Hormonersatztherapie: Bei Frauen, besonders in den Wechseljahren, kann die Hormonersatztherapie helfen, die durch hormonelle Schwankungen verursachten Symptome, einschließlich eines niedrigen sexuellen Verlangens, zu lindern.

Psychotherapie und Beratung

Sexuelle Therapie:

  • Durch die Arbeit mit einem qualifizierten Therapeuten können individuelle oder Paartherapiesitzungen helfen, sexuelle Ängste zu überwinden, Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und sexuelle Beziehungen zu stärken.

Strategien zur Kommunikation und Verbesserung der Intimität:

  • Offene Gespräche über sexuelle Wünsche, Vorlieben und Probleme können dazu beitragen, Missverständnisse zu klären und die emotionale und physische Intimität zu stärken.
  • Gemeinsame Aktivitäten, wie Dates oder gemeinsames Ausprobieren neuer Hobbys, können ebenfalls helfen, die emotionale Bindung und das sexuelle Interesse zu stärken.

Fazit

Die Libido ist ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Jede Person erlebt Schwankungen in ihrem sexuellen Verlangen, die durch verschiedene Lebensphasen, Gesundheitszustände und persönliche Umstände beeinflusst werden können. Ein proaktiver Ansatz zur Pflege der eigenen sexuellen Gesundheit kann dazu beitragen, ein erfülltes Sexualleben zu führen. Es ist wichtig, dass Individuen sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie mit ihrer sexuellen Gesundheit zu kämpfen haben.

Durch die Kombination von natürlichen Methoden, medizinischer Unterstützung und therapeutischer Beratung kann die sexuelle Zufriedenheit oft verbessert werden, was zu einem glücklicheren und gesünderen Lebensstil beiträgt. Indem wir unser Verständnis für die verschiedenen Aspekte der Libido vertiefen, können wir besser auf die Bedürfnisse unseres Körpers und unserer Beziehungen eingehen.

Quellen

  • Goerke, K., Steller, J., Valet, A.: Klinikleitfaden Gynäkologie. Urban & Fischer, München 2003
  • Kleine, B., Rossmanith, W.G.: Hormone und Hormonsystem. Springer Verlag, Berlin 2010
  • Uhl, B.: Gynäkologie und Geburtshilfe compact. Thieme, Stuttgart 2013

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