Ciprofloxacin

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Bei Ciprofloxacin handelt es sich um ein Antibiotikum mit Breitbandspektrum. Der Wirkstoff stammt aus der Gruppe der Fluorchinolone. Das Pharmaunternehmen Bayer entwickelte Ciprofloxacin 1981, die Patentierung erfolgte 1983.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Ciprofloxacin?

Ciprofloxacin
Bei Ciprofloxacin handelt es sich um ein Antibiotikum mit Breitbandspektrum.

Ciprofloxacin ist ein Wirkstoff, der gegen eine Vielzahl von Krankheiten zum Einsatz kommt. Es zählt zur Gruppe der sogenannten synthetischen Antibiotika. Der Wirkstoff verfügt über ein äußerst breites Wirkspektrum und wird zu den Stoffen der Fluorchinolone gerechnet.

Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone haben die Eigenschaft, bei Bakterien die sogenannte Gyrase zu hemmen. Dadurch werden die Bakterien bei der Replikation ihrer DNA beeinträchtigt, sodass die Zellteilung verlangsamt abläuft. In der Folge werden die Bakterien an ihrer Vermehrung gehemmt und sterben ab. Somit weist Ciprofloxacin eine bakterizide Wirkung auf, die sich in erster Linie gegen gramnegative Keime richtet.

Pharmakologische Wirkung

Das Antibiotikum Ciprofloxacin nimmt sowohl Einfluss auf die Gyrase als auch auf die DNA-Topoisomerase Typ IV. Damit reduziert es die DNA-Syntheseleistung und die Fähigkeit zur Zellteilung von Bakterien. Zudem stehen weitere Wirkmechanismen zur Diskussion, die noch nicht vollständig erforscht sind.

Die Fachinformation fasst den Vorgang knapp zusammen: Als Fluorchinolon-Antibiotikum besitzt Ciprofloxacin eine bakterienabtötende Wirkung, die auf der Hemmung der Topoisomerase II – also der DNS-Gyrase – und der Topoisomerase IV beruht. Beide Enzyme werden für das Ablesen und Vervielfältigen der bakteriellen Erbsubstanz, für ihre Neuverknüpfung und für ihre Reparatur gebraucht.

Resistenz

Bakterien können gegenüber Ciprofloxacin auf mehreren Wegen unempfindlich werden. Der wichtigste ist eine schrittweise Abfolge von Mutationen an der DNS-Gyrase und an der Topoisomerase IV. Eine einzelne Mutation führt gewöhnlich noch nicht zu einer Unempfindlichkeit, die sich in der Behandlung bemerkbar macht; mehrere Mutationen zusammen bewirken dagegen in der Regel eine Resistenz gegenüber vielen oder allen Wirkstoffen der Klasse. Wie stark sich eine Unempfindlichkeit gegen Ciprofloxacin auf andere Fluorchinolone überträgt, ist unterschiedlich.

Daneben stehen zwei Mechanismen, die den Zugang des Wirkstoffs betreffen: eine verminderte Durchlässigkeit der Bakterienzellwand und der aktive Abtransport aus der Zelle über Effluxpumpen. Beide sind bei Erregern aus der Praxis häufig; Durchlässigkeitsbarrieren finden sich besonders oft bei Pseudomonas aeruginosa. Beschrieben sind schließlich Resistenzen, die über eigene, auf Plasmiden liegende Gene vermittelt werden.

Wie verbreitet die erworbene Unempfindlichkeit ist, schwankt je nach Region und Zeitpunkt. Angaben zur örtlichen Resistenzlage sind deshalb gerade bei der Behandlung schwerer Infektionen von Bedeutung.

Wirkspektrum, Dosierung und Einnahme

Ciprofloxacin weist eine sekundär bakterizide Wirkung auf. Das bedeutet, dass sich die Wirkung des Stoffs umso mehr verbessert, je schneller sich die Bakterien vermehren. Wird zur gleichen Zeit die Biosynthese von Eiweißen oder die Synthese von RNA durch Chloramphenicol, Makrolide oder Rifampicin herabgesetzt, reduziert dies die Wirksamkeit des Antibiotikums Ciprofloxacin.

Der Stoff zeichnet sich durch ein sehr breites Wirkspektrum aus. Ebenso wie andere Arten von Fluorchinolonen wirkt Ciprofloxacin besonders stark gegen gramnegative Erreger. Doch auch gegen Keime im grampositiven Bereich zeigt Ciprofloxacin teils Wirkung. Zudem werden intrazelluläre Erreger bekämpft.

Um seine Wirkung entfalten zu können, ist die korrekte Dosierung des Stoffs in Abhängigkeit der zu behandelnden Erkrankung unerlässlich. Je nach Art der Infektion variieren Dosis und Dauer der Anwendung. In den meisten Fällen erfolgt die Gabe von Ciprofloxacin zweimal am Tag. Die bevorzugte Einnahmeform ist dabei meist die Tablette.

Bei bestimmten Erkrankungen genügt eine einmalige Gabe von Ciprofloxacin in einer Menge von 500 Milligramm. Dies ist zum Beispiel bei Gonorrhoe (Tripper) der Fall. Bei dieser Erkrankung darf Ciprofloxacin allerdings nur dann angewendet werden, wenn ein gegen den Wirkstoff unempfindlicher Erregerstamm ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit einer intravenösen Gabe. Zudem ist eine örtliche Anwendung von Ciprofloxacin etwa in Form von Augen- oder Ohrentropfen möglich.

Bei der Einnahme über den Mund ist der zeitliche Abstand zu bestimmten anderen Präparaten wichtig. Säurebindende Mittel sowie Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Kalzium, Magnesium, Aluminium oder Eisen bilden mit Ciprofloxacin schwer lösliche Verbindungen, die der Darm nicht mehr aufnehmen kann. Dasselbe gilt für Sucralfat und für phosphatbindende Mittel. Ein ausreichender zeitlicher Abstand zwischen beiden Einnahmen erhält die Wirksamkeit. Für säurehemmende Mittel vom Typ der H2-Rezeptorblocker gilt diese Einschränkung nicht.

Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung

Nach der Einnahme über den Mund wird Ciprofloxacin überwiegend aus dem Dünndarm rasch und weitgehend aufgenommen; die höchsten Werte im Blut werden binnen weniger Stunden erreicht. Der Anteil des Wirkstoffs, der dabei tatsächlich in den Kreislauf gelangt, ist hoch, und die Werte im Blut steigen im gebräuchlichen Bereich gleichmäßig mit der eingenommenen Menge an. Eine Besonderheit betrifft den Vergleich beider Anwendungswege: Die Fachinformation stellt einander jeweils eine Menge zum Einnehmen und eine geringere Menge zur Infusion gegenüber, die zur selben Gesamtbelastung des Körpers führen. Gleiche Mengen sind es dabei nicht: Weil ein Teil der geschluckten Menge den Kreislauf nicht erreicht, liegt die Menge für den Mund stets höher als die zugehörige Infusionsmenge.

Die Bindung an die Eiweiße des Blutes ist gering, und der Wirkstoff verteilt sich in einem großen Raum. Dazu passt die gute Gewebegängigkeit des Wirkstoffs: In Lungengewebe, Nasennebenhöhlen, entzündlich veränderten Geweben und im Urogenitaltrakt einschließlich Urin, Vorsteherdrüse und Gebärmutterschleimhaut werden Werte erreicht, die über denen im Blutplasma liegen.

Zu dieser Verteilung passt der Hinweis der Fachinformation, dass die Wirksamkeit des Ciprofloxacins vor allem davon abhängt, in welchem Verhältnis die höchste im Blut erreichte Konzentration und die Fläche unter der Konzentrationskurve zur Hemmschwelle des Erregers stehen.

In der Leber entstehen geringe Mengen von vier Abbauprodukten. Sie besitzen zwar ebenfalls eine antibakterielle Wirkung, jedoch eine deutlich schwächere als der Wirkstoff selbst. Ausgeschieden wird Ciprofloxacin im Wesentlichen unverändert, überwiegend über die Nieren und in geringerem Maß über den Darm; in der Galle liegt es in hoher Konzentration vor. Dass der Wirkstoff selbst das Leberenzym CYP1A2 mäßig hemmt, ist die Grundlage der Wechselwirkungen mit Theophyllin, Koffein und verwandten Stoffen.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Die Gabe von Ciprofloxacin ist bei bakteriellen Infektionen indiziert, deren Erreger gegenüber dem Stoff empfindlich sind. Dazu zählen zum Beispiel Infektionen der Atemwege, die durch Haemophilus influenzae oder Moraxella catarrhalis hervorgerufen werden.

Ciprofloxacin kann bei Infektionen der Harnwege zum Einsatz kommen, die durch Proteus, Escherichia coli oder Klebsiella ausgelöst werden. Auch bei gastrointestinalen Infektionen infolge von Shigellen, Salmonellen, Typhus oder Campylobacter kann Ciprofloxacin zur Anwendung kommen.

Des Weiteren kann das Antibiotikum gegen den problematischen Erreger Pseudomonas aeruginosa eingesetzt werden. Dieser verursacht zum Beispiel Erkrankungen wie die Otitis externa maligna und die Osteomyelitis und besiedelt bei zystischer Fibrose (Mukoviszidose) die Lunge. Darüber hinaus ist eine prophylaktische Anwendung des Wirkstoffs bei Angehörigen eines Patienten mit Meningokokken-Meningitis möglich.

Grundsätzlich sollte das Antibiotikum bei Atemwegsinfektionen nur nach genauer Abwägung eingesetzt werden, da es nicht in ausreichendem Maß gegen die verantwortlichen Keime, die Pneumokokken, wirkt. Ciprofloxacin kann auch bei Infektionen der Gallenwege sowie bei Milzbrand zum Einsatz kommen.

Für mehrere dieser Anwendungsgebiete schränkt die Fachinformation den Einsatz ausdrücklich ein. Bei einer akuten Verschlechterung einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung und bei einer unkomplizierten akuten Blasenentzündung soll Ciprofloxacin nur angewendet werden, wenn die sonst üblicherweise empfohlenen Antibiotika für ungeeignet erachtet werden. Für Infektionen durch Streptokokken einschließlich der Pneumokokken wird der Wirkstoff wegen unzureichender Wirksamkeit nicht empfohlen. Und für schwere Infektionen sowie für solche, an denen grampositive oder anaerobe Erreger beteiligt sein könnten, ist eine alleinige Behandlung mit Ciprofloxacin nicht geeignet; dort muss der Wirkstoff mit anderen geeigneten Antibiotika kombiniert werden.

Bei Entzündungen im Beckenbereich und bei einer Entzündung von Hoden und Nebenhoden kommt eine erfahrungsgeleitete Behandlung mit Ciprofloxacin ebenfalls nur in Kombination mit einem weiteren geeigneten Antibiotikum in Betracht, beispielsweise mit einem Cephalosporin.


Risiken & Nebenwirkungen

Ciprofloxacin steht in Zusammenhang mit einer Vielzahl an möglichen Nebenwirkungen, die mitunter sehr gravierend ausfallen können. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Hautausschläge und Durchfälle. Eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht angeraten, ebenso sollten Kinder Ciprofloxacin nur in besonders begründeten Fällen erhalten. Tierversuche mit jungen Hunden haben gezeigt, dass Ciprofloxacin das Knorpelwachstum beeinträchtigt. Für Kinder und Jugendliche ist der Wirkstoff bei Lungeninfektionen im Rahmen einer zystischen Fibrose, bei komplizierten Harnwegs- und Nierenbeckeninfektionen sowie nach dem Einatmen von Milzbranderregern zugelassen; die Behandlung soll ein darin erfahrener Arzt einleiten.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel die Lebertoxizität und Neurotoxizität des Wirkstoffs sowie allergische Reaktionen. Da Ciprofloxacin womöglich die Krampfschwelle reduziert, sollten Personen mit Anfallsleiden nach Möglichkeit auf das Antibiotikum verzichten oder dieses nur unter strenger Beobachtung einnehmen.

Zahlreiche beschriebene Nebenwirkungen von Ciprofloxacin beziehen sich auf die Sehnen. So können Schwellungen, Schmerzen, Entzündungen und Risse an den Sehnen entstehen. Auch die Rückseite des Knöchels kann betroffen sein.

Derartige Nebenwirkungen können bei Personen sämtlicher Altersgruppen auftreten. Am häufigsten kommen Schwellungen und Schmerzen an der Achillessehne vor. Sehnenrupturen sind auch noch Monate nach der Behandlung mit Ciprofloxacin möglich. Die Wahrscheinlichkeit von Schäden an den Sehnen erhöht sich zudem bei Patienten, die älter als 60 Jahre sind. Beobachtungen weisen darauf hin, dass Teile des Wirkstoffs die Festigkeit von Sehnen reduzieren können. Erhöht ist das Risiko außerdem bei eingeschränkter Nierenfunktion, nach einer Organtransplantation und bei gleichzeitiger Behandlung mit Kortikosteroiden; diese sollen daher während einer Behandlung mit Ciprofloxacin vermieden werden. Beim ersten Anzeichen einer Sehnenentzündung, etwa einer schmerzhaften Schwellung, ist die Behandlung zu beenden.

Beschrieben sind ferner eine Schädigung der peripheren Nerven mit Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche sowie ein erhöhtes Risiko für ein Aortenaneurysma und eine Aufspaltung der Hauptschlagaderwand. Der Warnhinweis auf das Risiko an der Hauptschlagader wurde bereits 2018 aufgenommen. Wegen sehr seltener, aber über Monate oder Jahre anhaltender und mitunter bleibender Schäden an Bewegungsapparat und Nervensystem haben die europäischen Arzneimittelbehörden 2019 zudem die Anwendung der Fluorchinolone eingeschränkt: Bei nicht schweren und von selbst ausheilenden Infektionen sollen sie nicht mehr verordnet werden, bei leichten bis mittelschweren Infektionen nur dann, wenn die sonst üblichen Antibiotika ungeeignet sind. Für örtlich angewendete Zubereitungen wie Augen- oder Ohrentropfen gelten diese Einschränkungen nicht.

Ein schwerer oder anhaltender Durchfall während oder auch noch Wochen nach der Behandlung kann auf eine antibiotikabedingte Dickdarmentzündung hinweisen, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Ciprofloxacin ist dann sofort abzusetzen; Mittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen in dieser Lage nicht angewendet werden.

In seltenen Fällen wurden bei der Einnahme von Ciprofloxacin psychotische Störungen bis hin zu Suizidtendenzen beschrieben. Patienten, die an Krampfanfällen oder Herzrhythmusstörungen leiden, sollten auf koffeinhaltige Lebens- und Arzneimittel verzichten, da die Wirkung des Koffeins verstärkt wird. Ciprofloxacin hemmt das Leberenzym CYP1A2 und lässt dadurch den Blutspiegel des Asthmamittels Theophyllin ansteigen, das während der gemeinsamen Anwendung überwacht werden muss. Auch für Koffein und das verwandte Pentoxifyllin wurden erhöhte Blutspiegel gemessen. Für Methotrexat ist beschrieben, dass Ciprofloxacin seinen Abtransport in den Nierenkanälchen hemmen und dadurch seinen Blutspiegel erhöhen kann, was das Risiko methotrexatbedingter Vergiftungserscheinungen steigert; von einer gleichzeitigen Gabe wird abgeraten. Probenecid beeinflusst umgekehrt die Ausscheidung des Ciprofloxacins über die Niere, und unter gleichzeitiger Einnahme von Omeprazol fallen die im Blut erreichten Ciprofloxacin-Werte leicht ab.

Eine eigene Warnung gilt dem Herzen. Ciprofloxacin kann das QT-Intervall im EKG verlängern. Besondere Vorsicht ist deshalb geboten bei einem angeborenen Long-QT-Syndrom, bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern – genannt werden Antiarrhythmika der Klassen IA und III, trizyklische Antidepressiva, Makrolide und Antipsychotika –, bei unkorrigierten Störungen des Elektrolythaushalts wie einem Mangel an Kalium oder Magnesium sowie bei einer bestehenden Herzerkrankung. Ältere Patienten und Frauen reagieren möglicherweise empfindlicher auf gleichzeitig angewendete Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern.

Beschrieben sind schließlich Abweichungen des Blutzuckers nach oben wie nach unten, üblicherweise bei älteren Menschen mit Diabetes, die gleichzeitig ein Antidiabetikum zum Einnehmen oder Insulin erhalten; berichtet wurden auch Fälle einer Bewusstlosigkeit infolge einer Unterzuckerung. In dieser Gruppe wird der Blutzucker während der Behandlung sorgfältig überwacht. Auftretende Nebenwirkungen sind stets dem behandelnden Arzt mitzuteilen.

Gegenanzeigen

Die Liste der Umstände, unter denen Ciprofloxacin gar nicht angewendet werden darf, ist kurz. Die Fachinformation nennt in ihrem Abschnitt zu den Gegenanzeigen nur zwei Punkte.

Der erste ist eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff selbst, gegen andere Chinolone oder gegen einen der sonstigen Bestandteile des jeweiligen Präparats. Der zweite betrifft eine einzelne Arzneimittelkombination: Ciprofloxacin darf nicht gleichzeitig mit Tizanidin gegeben werden, einem Mittel zur Lösung von Muskelverspannungen. Der Grund ist eine ausgeprägte Wechselwirkung – in einer Untersuchung an gesunden Probanden stieg die Konzentration des Tizanidins im Blut unter Ciprofloxacin um ein Vielfaches an, und mit ihr die blutdrucksenkende und die dämpfende Wirkung des Tizanidins.

Von diesen beiden Gegenanzeigen zu trennen sind die Warnhinweise, die der Abschnitt über die Risiken und Nebenwirkungen beschreibt. Sie schließen eine Anwendung nicht aus, binden sie aber an eine Abwägung. Dazu zählt insbesondere, dass der Wirkstoff bei Personen vermieden werden soll, bei denen unter einem Chinolon oder Fluorchinolon bereits einmal eine schwerwiegende Nebenwirkung aufgetreten ist; eine Behandlung soll dann nur begonnen werden, wenn keine andere Möglichkeit besteht und Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander abgewogen wurden.


Quellen

  • Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
    ISBN: 9783662613849
  • Jung, N., Rieg, S. (Hrsg.): Klinikleitfaden Infektiologie.
    ISBN: 9783437223228
  • Brodt, H.-R., Simon, C. (Hrsg.): Infektionstherapie.
    ISBN: 9783132423435
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541

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