Endoskopisch Retrograde Cholangiopankreatikographie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Die endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) ist ein bildgebendes Verfahren auf der Grundlage von Röntgenstrahlung. Sie dient zur bildlichen Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge. Diese Methode ist ein invasiver Eingriff, der heute meist zugleich der Behandlung dient, und birgt daher auch Risiken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Endoskopisch Retrograde Cholangiopankreatikographie?

Endoskopisch Retrograde Cholangiopankreatikographie
Die ERCP ist ein bildgebendes Verfahren auf der Grundlage von Röntgenstrahlung. Sie dient zur bildlichen Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge.

Bei Verdacht auf Gallenwegs- oder Pankreaserkrankungen wird häufig eine endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein invasives Diagnose-Verfahren, welches mithilfe von Röntgenstrahlung arbeitet.

Bei diesem Verfahren können pathologische Veränderungen im Bereich der Gallen- und Pankreasgänge festgestellt werden. Zur reinen Bilddiagnostik wird sie nur angewendet, wenn die Untersuchung durch eine Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) keine eindeutigen Diagnoseergebnisse bringt. Die MRCP ist im Gegensatz zur ERCP ein nichtinvasives Verfahren. Manchmal werden bei dieser Methode aber nicht alle Veränderungen entdeckt.

Sollten nicht diagnostizierte Veränderungen in diesem Bereich vorliegen, können diese durch die ERCP jedoch eindeutig dargestellt werden. Zusätzlich zu den diagnostischen Untersuchungen werden bei Bedarf auch kleine chirurgische Eingriffe vorgenommen. Die Bezeichnung "Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie" kennzeichnet die Anwendung eines Endoskops, welches retrograd, also vom Ausgang her, unter dem Einsatz von Kontrastmitteln eine Sonde in die Gallen- oder Pankreasgänge einführt und dort diesen Bereich bildlich darstellt.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie wird bei Verdacht auf Gallensteine, Verengung der Gallenwege durch entzündliche Veränderungen oder Tumoren des Gallenganges und bei chronischen Entzündungen, Zysten oder Tumoren der Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Es ist eine invasive Untersuchungsmethode, die mithilfe von Röntgenstrahlung die Gallen- und Pankreasgänge bildlich darstellt.

Aufgrund der doch vorhandenen Risiken durch Strahlung, Kontrastmittel und des invasiven Eingriffs wird diese Methode nur durchgeführt, wenn MRCP und Ultraschall-Untersuchungen zu keinem Ergebnis geführt haben. Während einer ERCP können bei Bedarf auch kleine chirurgische Eingriffe unternommen werden. Das betrifft die Entnahme von Gewebeproben, die Erweiterung der Mündung der Gangsysteme, die Ausdehnung oder Überbrückung von Engstellen durch Stents. Der Ablauf einer endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie gleicht einer Magenspiegelung. Über den Mund wird ein an einem Schlauch befestigtes Endoskop bis über den Magen hinaus in den Zwölffingerdarm eingeführt.

Dort wird eine Sonde aus dem Endoskop ausgefahren; das Kontrastmittel wird später entgegen der Ausflussrichtung der Gallenflüssigkeit und der Bauchspeicheldrüsensekrete (retrograd) eingebracht. Anschließend erfolgt über die Vatersche Papille die Einführung der Sonde in die Gallen- oder Pankreasgänge. Die Vatersche Papille stellt den gemeinsamen Ausgang von Gallen- und Pankreasgang dar. Am Ende des Gerätes befinden sich eine Lichtquelle und eine Kamera. Damit kann dieser Bereich sichtbar gemacht werden. Über die Sonde (Katheter) wird das Kontrastmittel eingebracht; anschließend wird das Innere des Gallen- und Pankreasganges mittels Röntgenstrahlung dargestellt, sodass sich Steine, Verengungen oder Tumoren feststellen lassen.

Bei Bedarf können auch kleine Eingriffe durchgeführt werden. So kann es vorkommen, dass die Vatersche Papille zu eng ist und somit einen Gallenabflussstau verursacht. Mittels des Endoskops kann die Papillenöffnung erweitert werden. Dazu wird sie mithilfe eines speziellen Katheters mit einem elektrisch bewegten Draht aufgeschnitten. Bei Verengungen der Gänge durch Entzündungen oder Tumoren werden häufig sogenannte Stents aus Kunststoff- oder Metallröhrchen gesetzt, um den Abfluss von Galle und Bauchspeicheldrüsensekret wieder zu gewährleisten. Der Gallengang kann auch mit einer sonografisch arbeitenden Sonde untersucht werden. Diese Methode wird als intraduktaler Ultraschall bezeichnet. Gallensteine, die sich nah am Gallenausgang befinden, können mit dem Endoskop auch entfernt werden.

Lange Zeit bestand das Hauptanliegen der ERCP darin, Gallensteine, Gallengangskarzinome, Entzündungen der Gallenwege, Pankreaskarzinome und unklare Gallenabflussstörungen zu diagnostizieren. Nach heutigem Kenntnisstand steht bei diesen Fragestellungen die Behandlung im Vordergrund – etwa das Entfernen von Steinen oder das Wiedereröffnen eines gestauten Gallenabflusses; die reine Bilddiagnostik übernehmen inzwischen schonendere Verfahren wie die MRCP und die Endosonographie. Als Vorteil der endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie erweist sich das Erkennen von Veränderungen des Gallen- und Pankreasganges, ohne dass eine offene Operation durchgeführt werden muss. Deshalb kann eine ERCP unter günstigen Voraussetzungen auch ambulant durchgeführt werden.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie erkennt zwar unentdeckte Veränderungen im Bereich des Gallen- und Pankreasganges sehr gut. Sie birgt jedoch auch wie jeder invasive Eingriff gewisse Risiken. Die Untersuchung wird in der Regel in einer Sedierung oder Kurznarkose durchgeführt. Wie bei jeder Narkose kann es zu den üblichen Narkoserisiken kommen.

Im Vorfeld muss mit dem Patienten abgeklärt werden, ob eventuell Allergien gegen bestimmte Narkose- und Kontrastmittel bestehen. Das Kontrastmittel kann unter Umständen die Gallengänge und die Bauchspeicheldrüse reizen. Daher kann sich eine Pankreatitis ausbilden; sie ist die häufigste Komplikation dieses Eingriffs. Bei dem Eingriff können auch Verletzungen von Kehlkopf, Speiseröhre bzw. Magen-Darm-Wand mit entsprechenden Blutungen auftreten. Auch die Risiken von Röntgenstrahlung sind zu beachten. Deshalb sollte diese Methode nur durchgeführt werden, wenn keine andere Möglichkeit zu einer aussagekräftigen Diagnose besteht. Besonders schwangeren Frauen ist dieses Verfahren nicht zu empfehlen, weil das ungeborene Kind durch den Einfluss der Röntgenstrahlung gefährdet ist.

Im Vorfeld des Eingriffs ist es wichtig, dass der Patient über die Risiken aufgeklärt wird. In diesem Gespräch sollten auch wichtige Fragen zu Allergien, Vorerkrankungen oder Einnahme von Medikamenten geklärt werden. Medikamente, die das Blut verdünnen, können das Blutungsrisiko bei diesem Eingriff erhöhen. Deshalb muss mit dem Arzt geklärt werden, in welchem Rahmen die Untersuchung trotzdem durchgeführt werden kann. Vielleicht ist das Blutungsrisiko nicht so hoch oder es besteht die Möglichkeit, die Einnahme von Blutverdünnern zeitweilig abzusetzen. Damit die Untersuchung zum Erfolg führt, ist es auch wichtig, dass sich keine Speisereste im Verdauungstrakt befinden. Deshalb sollten die Patienten vor der ERCP die Vorgaben des Arztes zu einer Nahrungskarenz von mindestens sechs Stunden dringend einhalten.

Vorbereitung auf den Eingriff

Vor einer ERCP wird in aller Regel zunächst mit schonenderen Mitteln geklärt, ob der Eingriff überhaupt nötig ist. Dazu gehören die Untersuchung des Blutes auf Entzündungs-, Leber- und Gallenwerte, der Ultraschall durch die Bauchdecke sowie – je nach Fragestellung – die MRCP oder die Endosonographie. Erst wenn sich daraus ein behandlungsbedürftiger Befund ergibt oder die Frage offenbleibt, wird die ERCP angesetzt.

Im Aufklärungsgespräch werden Anlass, Ablauf und Risiken besprochen. Wichtig sind dabei Angaben zu Allergien, zu früheren Eingriffen am Magen oder am Darm – ein umgebauter Verdauungstrakt kann den Weg zur Vaterschen Papille erheblich erschweren – sowie zu allen eingenommenen Medikamenten. Gerinnungshemmende Mittel und Präparate gegen Diabetes bedürfen einer gesonderten Absprache; ob, wann und wie lange sie pausiert werden, entscheidet der Arzt, nicht der Patient. Bei Frauen im gebärfähigen Alter wird vor der Untersuchung nach einer möglichen Schwangerschaft gefragt, weil dabei Röntgenstrahlung eingesetzt wird.

Muss bei einer Schwangeren ein Gallengangsverschluss dringend behandelt werden, kann der Eingriff im Einzelfall dennoch erwogen werden; er erfolgt dann an einem darauf eingerichteten Zentrum unter besonderen Vorkehrungen zum Schutz des Kindes. Die Abwägung zwischen dem Risiko der Strahlung und dem Risiko der unbehandelten Erkrankung trifft dabei ein Team aus Gastroenterologie und Geburtshilfe.

Ablauf aus Sicht des Patienten

Für die ERCP wird ein besonderes Endoskop verwendet, das Duodenoskop. Seine Optik blickt nicht nach vorn, sondern zur Seite, weil die Vatersche Papille seitlich in der Wand des Zwölffingerdarms liegt und mit einer nach vorn gerichteten Kamera kaum einzustellen wäre. Ein kleiner beweglicher Hebel am Ende des Arbeitskanals lenkt zusätzlich die Instrumente, sodass der Untersucher die Sonde gezielt in die feine Öffnung der Papille einführen kann.

Der Patient liegt für die Untersuchung meist auf dem Bauch oder in halber Seitenlage, damit sich die Gangsysteme auf den Röntgenbildern übersichtlich abbilden. Ein Beißring schützt das Gerät und die Zähne. Über eine Vene erhält der Patient Beruhigungs- und Schmerzmittel; Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung werden während des gesamten Eingriffs überwacht, häufig ergänzt um die Messung des ausgeatmeten Kohlendioxids. Von der Untersuchung selbst bekommt der Patient dadurch in der Regel wenig mit.

Der zeitliche Aufwand hängt stark davon ab, ob es bei der Bilddarstellung bleibt oder ob im selben Termin behandelt wird und wie leicht sich die Papille sondieren lässt. Ein schwieriger Zugang ist der häufigste Grund dafür, dass ein Eingriff länger dauert als geplant oder abgebrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden muss.

Was während der ERCP behandelt werden kann

Der Schwerpunkt der ERCP liegt heute auf der Behandlung. Am häufigsten geht es um Steine, die aus der Gallenblase in den Gallengang gewandert sind und dort den Abfluss behindern. Um sie zu entfernen, wird die Mündung der Papille zunächst mit einem elektrisch betriebenen Schneidedraht erweitert oder mit einem Ballon aufgedehnt; anschließend lassen sich die Steine mit einem Fangkörbchen oder einem Ballon in den Zwölffingerdarm herausziehen. Sitzt ein Stein zu fest oder ist er zu groß, kann er im Gang mechanisch zerkleinert werden.

Bei Engstellen, die durch Entzündungen, Narben oder Tumoren entstanden sind, wird der Abfluss durch das Einlegen eines Stents wiederhergestellt. Röhrchen aus Kunststoff werden nach einer gewissen Liegedauer planmäßig gewechselt, weil sie sich zusetzen können; selbstentfaltende Metallgitter bleiben länger durchgängig und kommen vor allem dann infrage, wenn eine Engstelle dauerhaft überbrückt werden muss. Aus verdächtigen Engstellen können außerdem Zellen mit einer Bürste abgestreift oder kleine Gewebeproben entnommen werden. Reicht das für eine Einordnung nicht aus, lässt sich der Gang mit einem sehr dünnen Endoskop von innen betrachten und die Probe unter Sicht gewinnen.

Bei einer eitrigen Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) ist die Wiederherstellung des Abflusses die entscheidende Maßnahme, weil sich die Erkrankung sonst zu einer Sepsis ausweiten kann. In solchen Fällen wird die ERCP dringlich durchgeführt und, falls die vollständige Steinentfernung nicht gelingt, zunächst nur eine Ableitung eingelegt.

Die Bauchspeicheldrüsenentzündung nach der ERCP

Die Pankreatitis nach einer ERCP ist deren häufigste ernsthafte Komplikation und der Grund, weshalb der Eingriff nicht mehr als reine Bilddiagnostik eingesetzt wird. Sie entsteht, wenn der Gang der Bauchspeicheldrüse durch die Sondierung, das Kontrastmittel oder eine Schwellung im Bereich der Papille gereizt wird und das Sekret nicht mehr frei abfließen kann.

Als begünstigend gelten unter anderem eine schwierige, mehrfach wiederholte Sondierung der Papille, die wiederholte Darstellung des Bauchspeicheldrüsengangs mit Kontrastmittel sowie ein nicht erweiterter Gallengang. Um das Risiko zu senken, werden bei entsprechend gefährdeten Patienten entzündungshemmende Wirkstoffe eingesetzt und in manchen Fällen vorübergehend ein sehr dünner Stent in den Bauchspeicheldrüsengang eingelegt, der den Abfluss offen hält und später von selbst abgeht oder entfernt wird.

Typisch für diese Komplikation sind anhaltende, oft gürtelförmig in den Rücken ausstrahlende Bauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen in den Stunden nach dem Eingriff. Wer solche Beschwerden bemerkt – auch nach der Entlassung –, sollte sich unverzüglich in der behandelnden Einrichtung melden. Ein leichtes Druckgefühl im Oberbauch und Blähungen durch die eingebrachte Luft sind dagegen gewöhnlich.

Nach dem Eingriff

Im Anschluss an die ERCP bleibt der Patient zunächst zur Überwachung in der Einrichtung, bis die Wirkung der Beruhigungsmittel nachgelassen hat. Wann wieder getrunken und gegessen werden darf, richtet sich danach, ob behandelt wurde und wie der Verlauf ist; bei Beschwerden wird häufig eine Blutuntersuchung angeschlossen, um eine beginnende Reizung der Bauchspeicheldrüse zu erkennen. Am Tag des Eingriffs darf kein Fahrzeug geführt und keine Maschine bedient werden, und der Heimweg sollte in Begleitung erfolgen.

Neben den Zeichen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sind Fieber und Schüttelfrost, zunehmende Gelbfärbung von Haut und Augen (Ikterus), schwarz gefärbter Stuhl, Bluterbrechen sowie ein hartes, sehr schmerzhaftes Abdomen Zeichen, die sofort ärztlich abgeklärt werden müssen. Sie können auf eine Entzündung der Gallenwege, eine Blutung nach dem Papillenschnitt oder – selten – auf einen Wanddurchbruch hinweisen. Wurde ein Kunststoffstent eingelegt, wird bereits bei der Entlassung besprochen, wann er gewechselt oder entfernt wird; dieser Termin sollte nicht versäumt werden.

Abgrenzung zu MRCP, Endosonographie und perkutanem Zugang

Die MRCP bildet die Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge ohne Eingriff und ohne Röntgenstrahlung ab; sie kann jedoch weder Gewebe entnehmen noch behandeln. Die Endosonographie erkennt vor allem kleine Steine und Veränderungen unmittelbar an der Wand besonders gut und erlaubt eine Gewebeentnahme, ersetzt aber die Wiederherstellung des Abflusses nicht. Beide Verfahren werden deshalb heute häufig vor die ERCP geschaltet, damit diese denjenigen Patienten vorbehalten bleibt, bei denen tatsächlich behandelt werden muss.

Ist der endoskopische Weg versperrt – etwa nach bestimmten Magenoperationen oder bei einem Tumor, der den Zwölffingerdarm einengt –, kommen andere Zugänge in Betracht. Beim perkutanen Weg wird die Galle von außen durch die Haut und die Leber hindurch abgeleitet. An spezialisierten Zentren wird zudem ein Zugang unter endosonographischer Sicht genutzt, bei dem eine Verbindung vom Magen oder Zwölffingerdarm zu den gestauten Gängen angelegt wird.

Geschichte und Entwicklung

Die endoskopische Darstellung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge wurde gegen Ende der 1960er Jahre möglich, nachdem Endoskope mit seitlicher Optik zur Verfügung standen. Den entscheidenden Schritt zur Behandlung machte das folgende Jahrzehnt: Der endoskopische Schnitt an der Papille wurde in Deutschland und in Japan nahezu zeitgleich beschrieben und eröffnete damit die Möglichkeit, Steine ohne offene Operation aus dem Gallengang zu entfernen. Mit der Verbreitung der Magnetresonanztomographie und der Endosonographie verlor die ERCP anschließend ihre Rolle als Verfahren der ersten Wahl in der Diagnostik und wurde zu einem überwiegend behandelnden Eingriff.

Wer die ERCP durchführt

Die ERCP gilt als einer der anspruchsvollsten endoskopischen Eingriffe, weil das Auffinden und Sondieren der Papille Übung erfordert. Durchgeführt wird sie von Ärztinnen und Ärzten der Gastroenterologie mit entsprechender Ausbildung, unterstützt von endoskopisch geschultem Pflegepersonal und – wegen der Röntgenstrahlung – unter den Vorschriften des Strahlenschutzes. Für schwierige Ausgangslagen, etwa nach Voroperationen am Magen, wird die Verlegung an ein Zentrum mit entsprechender Erfahrung erwogen.

Quellen

  • Messmann, H., Wedemeyer, H. (Hrsg.): Klinische Gastroenterologie.
    ISBN: 9783132405240
  • Riemann, J. F., Fischbach, W., Galle, P. R., et al.: Referenz Gastroenterologie.
    ISBN: 9783132405004
  • Rosien, U., Berg, T., Layer, P. (Hrsg.): Facharztwissen Gastroenterologie und Hepatologie.
    ISBN: 9783437213038
  • Häussinger, D. (Hrsg.): Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie.
    ISBN: 9783110601664
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655

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