Morbus Wegener

Morbus Wegener (Synonyme: Granulomatose mit Polyangiitis, granulomatöse Polyangiitis, Wegener-Granulomatose und Wegener-Granulomatose) ist eine chronische Entzündung der Blutgefäße, die mit einer Inzidenz von 5 bis 7 pro 100.000 Einwohner vergleichsweise selten ist. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, wobei der Altersgipfel bei Morbus Wegener um das 50. Lebensjahr liegt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Morbus Wegener?

Als Morbus Wegener wird eine entzündliche Erkrankung der Blutgefäße bezeichnet, die mit Nekrosen sowie einer Manifestierung von Granulomen im unteren (Lunge) und oberen Respirationstrakt (Nasenraum, Oropharynx, Mittelohr) wie auch in den Nieren einhergeht.

Im Initialstadium äußert sich die Erkrankung anhand von schnupfen- bzw. grippeähnlichen Beschwerden wie Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber sowie Gewichtsabnahme. Im späteren Verlauf generalisiert die Erkrankung und in den meisten Fällen (etwa 80 Prozent) entwickeln sich Glomerulonephritiden (Entzündungen der Nierenkörperchen) und Mikroaneurysmen in den Nieren.

Die bei Morbus Wegener charakteristische chronische Vaskulitis (Entzündung der Gefäße) führt zu einer Mangeldurchblutung und –versorgung der betroffenen Organe, wobei prinzipiell sämtliche Organsysteme betroffen sein können.

Ursachen

Die Ursache bzw. Ätiologie des Morbus Wegener ist bislang unbekannt. Vermutet wird, dass die Erkrankung auf eine Fehlregulierung des Immunsystems, das infolge dieser Störung Antikörper (c-ANCA) gegen körpereigene Blutzellen synthetisiert, zurückführbar ist.

Die spezifischen Auslöser für die Fehlregulierung konnten bisher nicht geklärt werden. Diskutiert wird eine Beteiligung von Inhalationsallergenen, die zu einer Hypersensibilitätsreaktion des Immunsystems (allergische Reaktion) führt.

Ebenso werden bakterielle Infektionen der Nasenschleimhaut mit Staphylokokkus aureus und eine mögliche genetische Disposition (Veranlagung) als potentielle Triggerfaktoren (auslösende Faktoren) angenommen. Darüber hinaus kann der Morbus Wegener in einigen Fällen mit einem Alpha-1-Antitripsin-Mangel (genetisch bedingte Erkrankung des Proteinstoffwechsels) assoziiert werden.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Morbus Wegener kann verschiedene Organsysteme befallen und eine Vielzahl von Symptomen auslösen. Zu Beginn der Erkrankung stehen meist Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich im Vordergrund: Charakteristisch sind ein chronischer Schnupfen mit Blutbeimengungen, häufig auftretendes Nasenbluten und Geschwüre der Mundschleimhaut.

Breitet sich die Granulombildung auf die Nasennebenhöhlen aus, ist eine mit Schmerzen im Stirn- und Kieferbereich verbundene Entzündung die Folge. Eine Beteiligung der Ohren macht sich durch starke Ohrenschmerzen bemerkbar, gelegentlich treten Schwindelattacken auf. Anzeichen für Veränderungen im Hals können Schluckstörungen, Heiserkeit und ein trockener Reizhusten sein, beim Übergreifen auf die Lunge kann es zu Bluthusten und massiver Atemnot mit akuter Erstickungsgefahr kommen.

Starke atemabhängige Schmerzen im Brustbereich können auf eine Rippenfellentzündung oder eine Herzbeutelentzündung hindeuten. Viele Patienten leiden insbesondere in der Anfangsphase der Erkrankung unter Augenentzündungen und Sehstörungen, im weiteren Verlauf kann eine Nierenbeteiligung Bluthochdruck auslösen. Bei Blutbeimengungen im Urin ist an eine Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) zu denken.

Weitere mögliche Symptome eines Morbus Wegener sind schmerzhafte, druckempfindliche Schwellungen an den Gelenken (insbesondere an den Extremitäten) sowie Missempfindungen und Taubheitsgefühle in Zehen und Fingern. Hauteinblutungen und kleine Hautgeschwüre kommen ebenfalls vor, beim Fortschreiten der Erkrankung können ganze Hautbereiche absterben. Begleitend treten oftmals unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme auf.

Diagnose & Verlauf

Ein Verdacht auf Morbus Wegener ergibt sich, wenn zwei der sogenannten vier ACR-Kriterien (oronasale Entzündung, pathologischer Röntgenthorax, pathologisches Urinsediment, granulomatöse Entzündungen) klinisch bestätigt werden können.

Abgesichert wird die Diagnose durch eine Biopsie mit anschließender histologischer Untersuchung, im Rahmen derer bei einem Morbus Wegener nekrotisierende und partiell granulomatöse Vaskulitiden der kleineren Blutgefäße nachgewiesen werden können. Eine Blutuntersuchung zeigt zudem erhöhte CRP- und Kreatinin-Werte (Niereninsuffizienz) sowie eine Leukozytose als Marker für chronische Entzündungen und eine beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit.

Bei Vorliegen einer Glomerulonephritis sind darüber hinaus c-ANCA (Anti-Neutrophile Cytoplasmatische Antikörper) im Serum und eine Erythrozyturie (Blut im Harn) nachweisbar. Das Röntgenbild weist Verschattungen im Bereich der Nasennebenhöhlen und infiltriertes Lungengewebe auf, während sich durch ein CT (Computertomographie) Granulome, Narben und Kavernen (pathologisch auffällige Hohlräume) feststellen lassen.

Differentialdiagnostisch sollte Morbus Wegener von einem Bronchialkarzinom und einem Goodpasture-Syndrom abgegrenzt werden. Untherapiert weist ein Morbus Wegener eine infauste (ungünstige) Prognose mit tödlichem Verlauf auf. Dagegen kann bei der Mehrzahl der Fälle (90 Prozent) im Rahmen einer Therapie eine Verbesserung der Symptome erzielt werden, wenngleich das Rezidivrisiko sehr hoch ist.

Komplikationen

Durch diese Krankheit kommt es bei den meisten Patienten in der Regel zu einer deutlichen Verringerung der Lebenserwartung. Die Beschwerden dieser Krankheit können dabei sehr unterschiedlich ausfallen und müssen nicht immer charakteristisch sein, sodass in vielen Fällen eine frühzeitige Diagnose und Behandlung nicht möglich ist. Die Betroffenen leiden dabei vor allem an Husten und Schnupfen und wirken müde oder abgeschlagen.

Ebenso kommt es zu einer starken Verringerung der Belastbarkeit des Patienten und zu Entzündungen in der Nase oder in den Ohren. Diese Entzündungen können die Lebensqualität deutlich verringern. Mitunter tritt eine Bronchitis ein. Die Patienten leiden oft auch an Entzündungen an den Augen, die mit Sehbeschwerden einhergehen können.

Weiterhin kommt es zu Fieber und zu Schmerzen in den Gliedern, wodurch es zu Bewegungseinschränkungen im Alltag kommt. Die Lebensqualität wird durch Morbus Wegener deutlich verringert. Ohne Behandlung kann es dabei auch zu einer Niereninsuffizienz kommen, die weiterhin unbehandelt zum Tode des Patienten führen kann. Eine Behandlung kann die meisten Beschwerden einschränken.

Die Lebenserwartung des Betroffenen ist allerdings trotz Behandlung deutlich verringert und eingeschränkt. Der Patient ist dabei auch auf regelmäßige Kontrollen angewiesen und kann aufgrund der Beschwerden auch an psychischen Krankheiten leiden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine erhöhte Blutungsneigung gilt als ungewöhnlich und sollte weiter beobachtet werden. Kommt es zu einem gehäuften Auftreten von Nasenbluten oder Blutungen des Zahnfleisches, sind die Beobachtungen mit einem Arzt zu besprechen. Bei Störungen der Sinneswahrnehmungen wird ebenfalls ein Arzt benötigt. Besorgniserregend sind Ohrenschmerzen, Entzündungen der Augen, Einschränkungen des Sehvermögens, eine Beeinträchtigung der Atmung oder ein Reizhusten. Veränderungen bei dem Schluckakt oder der Lautgebung müssen einem Arzt vorgestellt werden. Kommt es zu einer Atemnot, liegt ein akuter lebensbedrohlicher Zustand vor. Ein Rettungsdienst ist zu alarmieren und Erste-Hilfe-Maßnahmen sind einzuleiten, damit es zu keinem frühzeitigen Ableben des Patienten kommt.

Schwellungen der Gelenke, Beeinträchtigungen der Fortbewegung oder allgemeine Störungen der Mobilität sind untersuchen und behandeln zu lassen. Unstimmigkeiten der Durchblutung, ungewöhnliche Wahrnehmungsempfindungen auf der Haut oder ein Verlust der Muskelkraft sind von einem Arzt abklären zu lassen. Bluthochdruck, Unregelmäßigkeiten des Herzrhythmus sowie Gangunsicherheiten sollten untersucht werden. Eine schnelle Erschöpfung, ein Abnahme der gewohnten Leistungsfähigkeit und ein Verlust des Wohlbefindens sind Warnhinweise des Körpers, die mit einem Arzt besprochen werden sollten. Abgeschlagenheit, eine ungewollte Abnahme des Körpergewichts, Appetitlosigkeit und eine Verweigerung der Nahrungszufuhr müssen einem Arzt vorgestellt werden. Es droht eine Unterversorgung des Organismus, die zu einer akuten gesundsbedrohlichen Situation führen kann.

Behandlung & Therapie

Aufgrund der unkgeklärten Ätiologie kann ein Morbus Wegener nicht kausal, sondern lediglich symptomatisch therapiert werden. Die therapeutischen Maßnahmen zielen hierbei auf eine Drosselung des fehlregulierten Immunsystems und werden stadiengerecht angepasst.

So wird bei einem initialen und lokal begrenzten Stadium eine medikamentöse Kombinationstherapie aus Cotrimoxazol, das aus den Antibiotika Trimethoprim und Sulfamethoxazol besteht und auch prophylaktisch gegen eine oronasale Besiedelung mit Staphylokokkus aureus zum Einsatz kommt, sowie einem niedrig dosierten Glukokortikoid wie Prednisolon empfohlen. Liegt ein generalisiertes Stadium mit lebensbedrohlichen extrarespiratorischen Symptomen vor, kommen in aller Regel hochdosiertes Prednisolon sowie das Zytostatikum Cyclophosphamid zum Einsatz, wobei Letzteres bei einer Kontraindikation durch ein anderes Zytostatikum wie Methotrexat substituiert wird.

Ebenso kann eine kurzfristige Stoßtherapie mit Methylprednisolon, das intravenös appliziert wird, bei Therapieresistenz angezeigt sein. Können Remissionen festgestellt werden, kann das Zytostatikum durch Immunsuppressiva wie Mycophenolat oder Azathioprin, die in aller Regel besser verträglich sind, ersetzt werden, während die Dosis des Prednisolons sukzessiv auf eine dauerhafte Dosierung ausgeschlichen wird.

Eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz und/oder Lungenblutungen werden im Rahmen einer Plasmapherese, bei welcher das körpereigene Plasma durch eine Lösung aus Elektrolyten und Hydrogencarbonat substituiert wird, therapiert. Bei der Wahl der individuellen medikamentösen Therapie sollte das Risiko für Nierenschädigungen, die die Lebenserwartung beträchtlich einschränken können, berücksichtigt werden. Aufgrund der Nebenwirkungen sollte insbesondere die Nierenfunktion bei Vorliegen eines Morbus Wegener engmaschig kontrolliert werden.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Da die genauen Triggerfaktoren und die Ätiologie des Morbus Wegener ungeklärt sind, kann der Erkrankung derzeit nicht vorgebeugt werden.

Das können Sie selbst tun

Diese Krankheit kann für die Betroffenen sehr belastend sein, insbesondere, wenn der Morbus Wegener erst spät erkannt wurde. Obwohl alle Symptome der Erkrankung behandelt werden können, ist die Lebensqualität der Patienten meist stark eingeschränkt.

Für viele Patienten und deren Angehörige ist daher angeraten, sich neben den medizinisch erforderlichen Therapien auch psychotherapeutisch behandeln zu lassen, um dem Leidensdruck die Spitzen zu nehmen. Hilfreich sind auch die Kontakte zu den regional häufig vertretenen Morbus Wegener Selbsthilfegruppen, die im Internet zu finden sind. Alternativ können sich die Betroffenen auch an die Selbsthilfegruppe Vaskulitis (www.vaskulitis-shg.de) wenden, die sich mit allen seltenen Autoimmunerkrankungen auseinandersetzt, die zu chronischen Gefäßentzündungen führen. Die dort aufgeführten Links und Tipps können den Alltag der an Morbus Wegener Erkrankten deutlich erleichtern.

Sie profitieren auch von Entspannungstechniken jeglicher Art, weil sie auch gegen die Müdigkeit und das Gefühl der Abgeschlagenheit wirken, worunter die Patienten verstärkt leiden. Hier sind Yoga, die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Qigong und Tai Chi als empfehlenswert zu nennen. Doch die neuen, alternativen Therapieformen wie Musiktherapie, Lachyoga oder die Klopftherapie EFT sollten ebenfalls einmal ausprobiert werden, denn auch sie haben sich bereits als Entlastung für die Morbus Wegener Erkrankten erwiesen.

Quellen

  • Greten, H., Rinninger, F., Greten, T. (Hrsg.): Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2010
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 17. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Bozena kommentierte am 03.05.2013

Bei meiner Nichte wurde die Krankheit erst nach 6 Jahren entdeckt. Meine Frage ist nun: ist es gut und sinnvoll, dass meine Nichte mit Chemo behandelt wird?

gombert kommentierte am 27.05.2013

Wie sind die Heilungschancen bei Morbus Wegener?

Jennowatsch kommentierte am 14.06.2014

Ich bin selbst von der Krankheit betroffen. Soweit ich weiß gibt es keine Heilung, aber man kann gut damit leben. Immer den Kopf oben halten!

Sister kommentierte am 03.07.2014

Meine Schwester wurde vier Jahre lang wegen Asthma therapiert, wie sich herausstellte, hatte sie es gar nicht. Über drei Monate wurde sie nun untersucht und bekam diverse Befunde (Herzmuskelentzündung, Rheuma, Sarkodiose ...), bis man schließlich heraus fand, dass es sich um Morbus Wegener handelt. Sie wird mit hochdosiertem Cortison therapiert. Ich hoffe sehr, dass es ihr jetzt besser geht, denn sie hat extrem abgenommen. Mittlerweile wiegt sie mit 180 cm nur noch 54 kg.

Schibumi kommentierte am 15.07.2014

Ich habe seit vier Jahren Morbus Wegener. Ich denke immer, dass es aufhört, aber ich bin immer noch auf 25-40 mg Cortison. Es ist nicht leicht alleine damit zu leben. Trotz 50% Schwerbeschädigung bin ich noch berufstätig. Hat jemand noch Ratschläge, wie ich meine Situation bessern kann?

Michaela 1967 kommentierte am 10.09.2014

Ich heiße Michaela und habe seit 2012 Morbus Wegener. Die Krankheit hat bei mir einen Schlaganfall ausgelöst. Es fiel uns allen schwer, besonders meinem Sohn. Aber ich hatte zu der Zeit tolle Unterstützung von meinem Mann und von meiner Familie. Meinen Beruf als Altenpflegerin kann ich leider nicht mehr ausüben. Seit Februar 2014 arbeite ich wieder in meiner alten Arbeit für ca. 2-3 Stunden. Ich bin sehr froh, dass ich wieder unter Leuten bin. Ich möchte Kontakt mit Menschen haben und Erfahrungen austauschen. Danke im Voraus.

Spike kommentierte am 18.09.2014

Meine Mama hat diese Krankheit seid 10 Jahren! Es hat bei ihr in den Nieren angefangen und seid heute wissen wir das es in der Lunge zurück ist. Noch wissen wir nicht, ob sie wieder eine Chemotherapie bekommen muss.

Marion kommentierte am 26.09.2014

Ich habe seit 11 Jahren Morbus Wegener. In der akuten Zeit wurde ich auch mit hohen Cortisondosen und Zytostatika behandelt, heute nehme heute ich nur noch eine kleine Dosis Cortison, Cotrim und Arava als Erhaltungsdosis. Es ging mir in den letzten Jahren einigermaßen gut, aber nun fangen die Beschwerden wieder an: extreme Borken in der Nase, Husten, Abgeschlagenheit und Kopfschmrzen. Ich habe mir heute schon einen Termin geholt. Ich bin sehr beunruhigt und hoffe, es geht nicht alles wieder von vorne los. Ich war bislang immer in Bad Bramstedt in Behandlung und kann diese Klinik zu 100% weiterempfehlen.

Leidensgenosse kommentierte am 07.10.2014

Ich habe seit neun Jahren Morbus Wegener. In der akuten Zeit wurden mir auch hohe Cortisondosen und Antibiotika verschrieben. Heute nehme ich leider wieder 50mg pro Tag und alle zwei Tage Bactrim. Es ging mir in den letzten Jahren "gut", aber nun fangen die Beschwerden wieder an: extreme Borken in der Nase und Abgeschlagenheit.

Michaela kommentierte am 16.10.2014

Am Anfang nahm ich auch eine hohe Dosis Cortison. Mittlerweile bin ich jetzt auf 7,5 mg. Ich bekam drei mal Chemotherapie im Krankenhaus Straubing, dann wurde ich zum Rheumatologen überwiesen und da bekam ich nochmal drei mal Chemo. Dann bekam ich eine MAP-Therapie. Das ist eine Infusion auf rheumatischer Art. Mir geht es eigentlich sehr gut. Zwar habe ich immer noch Borken in meiner Nase aber ich bin froh, dass meine Niere und die Lunge nicht betroffen sind, obwohl ich nur eine Niere habe. Ich rate jedem, lasst den Kopf nicht hängen und macht das Beste daraus, auch wenn es schwer fällt. Lg. Michaela

Nanda 54 kommentierte am 01.02.2015

Ich selber leide seit 2011 an Morbus Wegener. Ich möchte euch alle darauf aufmerksam machen, dass es bei Facebook eine geschlossene Gruppe gibt für Betroffene. Ich finde das eine gute Sache.

Selma kommentierte am 19.02.2015

Kann der Morbus-Wegner das Gehirn befallen?

Morbus-Wegener kommentierte am 28.02.2015

Ich bin Zeit 1992 an Morbus Wegener erkrankt. Betroffen sind die Nase und die Nebenhöhle. 1994 hatte ich die Krankheit auch in der Lunge und wurde mit Endoxan sowie anderen Mitteln behandelt. Zur Zeit habe ich große Schmerzen im rechten Auge, sowie im ganzen rechten Gesicht und der halben Nase. Ich habe schon über 10 Jahre selbst meine Medikamente genommen, da der Arzt zu mir sagte, wenn ich nicht die Medikamente nehme, die er mir verschreibt, sollte ich sterben. Ich nehme nur Decodin 5 mg. und hoffe so über die Runden zu kommen.

Wilberg kommentierte am 14.03.2015

Ich habe seit Jahren Probleme mit den Nebenhöhlen und bin ständig in Behandlung beim HNO-Arzt deswegen. 2010 wurde ich im kölner Uniklinikum operiert, die Polypen im Stirnbereich wurden so weit es geht entfernt. Nach der Abschlussuntersuchung stellte man fest, dass diese wieder nachwachsen. Nun habe ich noch beidseitig Paukenröhrchen bekommen, aber die verschließen sich andauernd. Alltägliche Erscheinungen sind bei mir Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, Husten, Erkältungssyndrom, Ermüdung und Schwindel. Ich habe keine Ahnung, was genau ich machen soll. Der HNO-Arzt verabreicht mir ständig neue Mittelchen, diese helfen aber nicht. Mein Allgemeinzustand ist im Keller und meine Arbeit leidet unter meiner Schwerhörigkeit.

Marie kommentierte am 24.03.2015

Hallo, ich möchte allen Mut machen. Ich bin vor 16 Jahren erkrankt und habe vor acht Jahren das linke Auge verloren ( es hat sich total zersetzt). Doch es geht mir wieder sehr sehr gut. Anfangs ging ich auch durch die Hölle, mit vielen Medikamenten. Toi,toi die Uniklinik in München hatte den richtigen Spezialisten und somit hatte ich Glück. Ich habe mein Leben aber auch umgestellt, keinen Kaffee, kein Schweinefleisch mehr und sehr wenig Wurst. Ich bewege mich viel an der frischen Luft, auch wenn das manchmal heißt, den Schweinehund zu überwinden. Also lasst euch nicht unterkriegen, das Leben ist trotzdem lebenswert.

Mary kommentierte am 15.07.2015

Ist Morbus Wegener ansteckend?

Petra kommentierte am 01.12.2015

Bei meinem Bruder hat man im Februar 2015, nach vielen Blutuntersuchungen, Morbus Wegener diagnostiziert. Er bekam Dialysen und Blutübertragungen. Nach einer Woche kam er aus dem Krankenhaus. Zwei Tage später bekam er schweren Husten und Fieber. Er kam wieder ins Krankenhaus, nach zwei Tagen kam er dann auf die Intensivstation, weil er kaum noch Luft bekam. Nach einer nochmaligen Blutwäsche brach sein Kreislauf zusammen und man versetzte ihn in künstliches Koma. Die Chancen waren 50/50. Die Lunge war eingeblutet, man vermutete zuerst eine Lungenentzündung. Er hat es geschafft, nach einer Woche wurde er wieder aufgeweckt und erholte sich langsam. Danach bekam er alle drei Wochen eine Chemo (insgesamt neunmal) zu den ganzen anderen Medikamenten die er nehmen muss. Vor ein paar Wochen bekam er dann eine weitere Chemo, die bekommt er jetzt, ich glaube für zwei Jahre, jedes halbe Jahr. Diese Chemo soll den Zustand, so wie er jetzt ist, halten. Er hat soweit alles gut überstanden. Im Okober war er drei Wochen in der Reha. Jetzt liegt mein Bruder wieder im Krankenhaus, man hat bei ihm noch einen Polypen im Darm festgestellt, die OP dauerte fünf Stunden. Die OP hat er ganz gut überstanden. Er hat aber leider nach zwei Tage Fieber bekommen, welches wieder mit Anitbiotika behandelt wurde. Seit gestern ist er wieder fieberfrei und es geht ihm soweit ganz gut.
Ich wünsche allen Betroffenen und Angehörigen viel Kraft und geben Sie den Kampf nicht auf.

Margit kommentierte am 23.05.2016

Es wurde vor kurzem die Diagnose vom Hausarzt gestellt für Morbus Wegener. Jahrelange Nebenhöhlenentzündungen. Die Nasenscheidewandverkrümmung wurde operiert, anfänglich bessere Durchatmung, kürzlich eine weitere Nasennebenhöhlenerkrankung wurde mit Cortison Nasenspray Mometason Hexal 50 mg behandelt und nach 14 Tagen eine Besserung erzielt. Es wurde keine weitere Untersuchung vorgeschlagen vom Hausarzt. Soll ich einen Bluttest machen lassen? Was kann ich sonst machen?

Jutta kommentierte am 30.03.2017

Ich habe Morbus Wegener in der Lunge, der durch eine Nebenhöhlen OP erkannt wurde. Das war 2005 und jetzt habe ich noch Asthma und ein Lungenemphysem seit 2016. Luftprobleme sobald ich mich anstrenge. Was kann ich tun?