Codein
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Bei Codein handelt es sich um ein Arzneimittel, das vornehmlich zur Linderung von Schmerzen eingesetzt wird.
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Was ist Codein?
Codein gehört zu den Opioiden. In der Medizin wird es in zwei Bereichen eingesetzt, als Schmerzmittel oder Medikament zum Hustenstillen. Hergestellt wird Codein aus Opiumsaft, es ist also eine natürliche Verbindung. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als Codein noch oft bei Husten verschrieben worden ist, sind die meisten Ärzte heute damit recht vorsichtig geworden, da das Risiko von Nebenwirkungen groß ist.
Pharmakologische Wirkung
In Bezug auf die Wirkung von Codein als Arzneimittel gibt es in der Bevölkerung große genetische Unterschiede. Bei manchen Menschen wirkt Codein aufgrund ihrer genetischen Eigenschaften kaum, bei anderen wirkt es wiederum so stark, dass diese auf die Einnahme des Arzneimittels verzichten sollten.
Verantwortlich dafür ist das Leberenzym CYP2D6, das Codein in den eigentlich wirksamen Stoff Morphin umwandelt. Codein ist damit ein sogenanntes Prodrug: Es bindet selbst nur schwach an die Opioidrezeptoren. Langsame Verstoffwechsler bilden zu wenig Morphin, sodass die Wirkung ausbleiben kann. Bei ultraschnellen Verstoffwechslern entstehen dagegen schon bei üblichen Dosen so hohe Morphinspiegel, dass eine Opioidvergiftung droht; für sie ist Codein kontraindiziert.
Codein wirkt im Körper auf unterschiedliche Art und Weise analgetisch. Die schmerzlindernde Wirkung beruht im Wesentlichen auf der Entstehung des aktiven Metaboliten Morphin, die durch einen Demethylierungsprozess im Körper abläuft. Eine weitere Steigerung der Codeindosis erhöht die Wirkung nicht mehr, sobald die Metabolisierbarkeit von Codein im Körper erschöpft ist.
Bei normaler Dosierung von Codein werden ungefähr 10 % dieses Stoffs unverändert über die Nieren wieder ausgeschieden. Der verbleibende Rest verlässt den Organismus ebenfalls über die Nieren in Form von Codeinconjugaten oder aber Morphinconjugaten.
Medizinische Anwendung & Verwendung
Generell wirkt Codein sowohl gegen Schmerzen als auch sehr gut bei Husten. Besonders häufig werden Codein-haltige Medikamente bei Reizhusten verschrieben. Bei COPD gilt die Wirkung als fraglich. Bevor Methadon hergestellt werden konnte, wurde Codein früher auch oft als hilfreiches Mittel zur Überwindung der Heroinsucht eingesetzt.
Bei mittleren bis starken Schmerzen werden heute noch häufig Codein-haltige Medikamente kombiniert mit anderen Schmerzmitteln verschrieben. Zu diesen ergänzenden Medikamenten gehören unter anderem Paracetamol, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure.
Codein wird, wenn es gegen Reizhusten verschrieben wird, häufig in flüssiger Form verabreicht. Dies können Tropfen oder Hustensaft sein, in denen Codein enthalten ist. Es gibt auch Codein-haltige Medikamente, die in Form von Tabletten oder Kapseln angeboten werden. Normalerweise hat Codein in vielen Medikamenten eine Plasmahalbwertzeit von 2 bis 3 Stunden und kann vom Körper recht schnell wieder abgebaut werden.
Das ist aber nicht bei jedem Codein-haltigen Medikament so. Es gibt Codein auch in Form von Retard-Arzneimitteln. In diesem Fall findet eine Bindung an den Kationenaustauscher Codein-Poly(styrol, divinylbenzol)sulfonat statt, was wiederum zu einer wesentlich längeren Halbwertzeit von Codein im Körper führt und insofern zu einer längeren Wirkungsdauer beiträgt.
Verabreichung und Dosierung
Codein ist ein Opioid-Schmerzmittel, das auch zur Behandlung von Husten und gelegentlich zur Linderung von Durchfall eingesetzt wird. Bei der Verabreichung und Dosierung von Codein sind mehrere wichtige Aspekte zu berücksichtigen, um Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten sowie das Risiko von Nebenwirkungen und Abhängigkeit zu minimieren.
Die Dosierung von Codein muss individuell angepasst werden, basierend auf der Intensität der Schmerzen, der spezifischen klinischen Situation des Patienten sowie unter Berücksichtigung der individuellen Toleranz und des Ansprechens auf das Medikament. Die Fachinformationen begrenzen dabei die tägliche Gesamtmenge und schreiben einen Mindestabstand zwischen den Einzelgaben vor. Es ist wichtig, die niedrigste wirksame Dosis zu verwenden und die Behandlung nicht länger als notwendig fortzusetzen. Auch die Dauer ist in der Fachinformation begrenzt: Für die Schmerzbehandlung ist eine Höchstdauer vorgegeben, nach deren Ablauf eine ärztliche Vorstellung erfolgen soll, wenn die Schmerzlinderung nicht ausreicht. Hält ein Husten über längere Zeit an, verlangt die Fachinformation eine weitere diagnostische Abklärung, statt die Behandlung fortzuführen. Als Anwendungsgebiete nennt sie den Reizhusten und akute mäßig starke Schmerzen, bei denen andere Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen allein voraussichtlich nicht ausreichen; zugelassen ist Codein dafür ab dem Jugendalter.
Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen, wie eingeschränkter Lungenfunktion, Prostatahypertrophie, Hypothyreose, Nieren- oder Lebererkrankungen sowie ältere Patienten, benötigen möglicherweise eine niedrigere Dosierung aufgrund eines erhöhten Risikos für Nebenwirkungen.
Besondere Vorsicht ist bei der Verwendung von Codein bei Kindern geboten. Aufgrund des Risikos einer schweren Atemdepression ist die Verwendung von Codein bei Kindern unter 12 Jahren generell kontraindiziert, und bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die an Adipositas, obstruktiver Schlafapnoe oder schweren Lungenerkrankungen leiden, wird Codein nicht empfohlen.
Es ist auch wichtig, auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu achten, insbesondere mit anderen zentral wirkenden Substanzen, da diese das Risiko von Nebenwirkungen wie Sedierung und Atemdepression erhöhen können.
Die langfristige Anwendung von Codein kann zu Toleranzentwicklung, physischer Abhängigkeit und im schlimmsten Fall zu einer Suchterkrankung führen. Daher sollte die Behandlung mit Codein engmaschig überwacht und bei längerem Gebrauch ein Ausschleichplan in Betracht gezogen werden.
Risiken & Nebenwirkungen
Codein gehört zu den Medikamenten, die aufgrund der häufig aufgetretenen und zum Teil auch sehr schweren Nebenwirkungen von vielen Ärzten nur unter größter Vorsicht verschrieben werden. Nicht immer sind die Nebenwirkungen lebensgefährlich, sondern eher als harmlos einzustufen.
Zu den harmlosen Nebenwirkungen von Codein gehören Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit. Besonders gefährlich hat sich Codein schon oft bei Säuglingen und Kindern ausgewirkt. Der Wirkstoff kann über die Muttermilch an den Säugling weitergegeben werden, wenn die Mutter Codein-haltige Medikamente einnimmt. Es ist bei gestillten Säuglingen in sehr seltenen Fällen zu Somnolenz (Schläfrigkeit), Lethargie und Trinkschwäche gekommen, wenn die Mütter mit Codein behandelt worden sind.
Bei der Codein-Behandlung von Kindern selbst sind zum Teil sehr schwere Nebenwirkungen bekannt geworden. Meistens handelte es sich dabei um Atemdepressionen. Für Kinder unter zwölf Jahren darf Codein deshalb nicht mehr verordnet werden.
Nach europäischen Risikobewertungen ist Codein für Kinder unter zwölf Jahren seit 2013 in der Schmerzbehandlung und seit März 2015 auch gegen Husten und Erkältung kontraindiziert. Dieselbe Gegenanzeige gilt für stillende Frauen und für Personen, die bekanntermaßen ultraschnelle CYP2D6-Metabolisierer sind. Bei Jugendlichen zwischen zwölf und achtzehn Jahren mit eingeschränkter Atemfunktion wird Codein nicht empfohlen.
Codein fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz und ist generell verschreibungspflichtig. Es darf normalerweise nur in niedrigen Dosierungen an nicht von Betäubungsmitteln oder Alkohol abhängige Personen abgegeben werden.
Kontraindikationen
Codein, ein Opioid-Analgetikum, wird zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen, zur Linderung von Husten und gelegentlich bei Durchfall eingesetzt. Obwohl es weit verbreitet ist, gibt es mehrere Kontraindikationen, die bei der Verwendung von Codein zu beachten sind, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten und schwerwiegende Gesundheitsrisiken zu vermeiden.
Eine der wichtigsten Kontraindikationen für die Verwendung von Codein ist die bekannte oder vermutete Überempfindlichkeit gegenüber Codein oder anderen Opioiden. Patienten mit dieser Überempfindlichkeit können schwerwiegende allergische Reaktionen erfahren, die potenziell lebensbedrohlich sein können.
Codein ist bei Patienten mit Atemdepression kontraindiziert, da es die Atemzentren im Gehirn unterdrücken kann, was zu einer weiteren Verschlechterung der Atemfunktion führen kann. Ebenso ist es bei Patienten mit akutem oder schwerem Asthma oder bei solchen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) in einem instabilen oder unkontrollierten Stadium kontraindiziert.
Die Verwendung von Codein bei Kindern unter 12 Jahren ist aufgrund des erhöhten Risikos einer schweren Atemdepression generell kontraindiziert. Bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die an Adipositas, obstruktiver Schlafapnoe oder schweren Lungenerkrankungen leiden, wird Codein nicht empfohlen. Ebenfalls kontraindiziert ist Codein bei Personen, die bekanntermaßen ultraschnelle CYP2D6-Metabolisierer sind, sowie bei Kindern und Jugendlichen jeden Alters, die sich wegen eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms einer Operation der Rachen- oder Gaumenmandeln unterziehen.
Patienten mit einem bekannten oder vermuteten paralytischen Ileus oder anderen schweren abdominalen Bedingungen sollten Codein meiden, da Opioide die Darmmotilität verringern und den Zustand verschlechtern können.
Die deutsche Fachinformation führt unter den Gegenanzeigen einige weitere Zustände auf. Nicht angewendet werden darf Codein bei einer Lungenentzündung, bei einem akuten Asthmaanfall, bei tiefer Bewusstlosigkeit oder Koma sowie bei nahender Geburt oder drohender Frühgeburt, weil der Wirkstoff die Plazentaschranke überwindet und beim Neugeborenen zu einer Atemdepression führen kann. Ausgeschlossen ist die Anwendung außerdem bei chronischem Husten, der ein frühes Zeichen eines Asthma bronchiale sein kann; die Fachinformation hebt diesen Punkt besonders für Kinder hervor.
Darüber hinaus sollten schwangere Frauen, insbesondere im dritten Trimester, Codein aufgrund des Risikos von Entzugserscheinungen und Atemdepression beim Neugeborenen vermeiden. Für stillende Mütter ist Codein kontraindiziert: Bei Frauen mit ultraschnellem CYP2D6-Stoffwechsel können hohe Konzentrationen des aktiven Metaboliten Morphin in die Muttermilch übergehen und beim Säugling eine Opioidvergiftung bis hin zum Tod auslösen.
Die Beachtung dieser Kontraindikationen ist entscheidend, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten und das Risiko schwerwiegender oder lebensbedrohlicher Nebenwirkungen bei der Verwendung von Codein zu minimieren.
Davon zu trennen sind die Warnhinweise, die eine Anwendung nicht ausschließen, aber eine strenge Abwägung von Nutzen und Risiko verlangen. Dazu zählen eine bestehende Opioidabhängigkeit, Bewusstseinsstörungen, Störungen des Atemzentrums etwa bei erhöhtem Hirndruck, die gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern sowie chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen. Eigens hervorgehoben wird die Gefahr einer Opioidgebrauchsstörung: Bei wiederholter Anwendung können sich Gewöhnung sowie körperliche und seelische Abhängigkeit entwickeln, und das Risiko dafür ist bei Menschen mit einer Suchtvorgeschichte in der eigenen oder in der nächsten Familie, bei Rauchern und bei psychischen Vorerkrankungen erhöht. Die Fachinformation sieht deshalb vor, Behandlungsziele und einen Plan für das Behandlungsende schon vor dem Beginn zu vereinbaren.
Zwei weitere Warnhinweise betreffen Organsysteme. Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen verursachen, darunter eine zentrale Schlafapnoe und einen Sauerstoffmangel im Schlaf; das Risiko dafür steigt mit der Höhe der Gesamtmenge an Opioiden. Und Codein kann einen Krampf des Schließmuskels am Übergang von Gallengang und Bauchspeicheldrüsengang auslösen, wodurch das Risiko für Beschwerden der Gallenwege und für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung steigt; bei bestehender Bauchspeicheldrüsenentzündung, bei Erkrankungen der Gallenwege und nach einer Entfernung der Gallenblase ist deshalb Vorsicht geboten.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Die Verwendung von Codein, einem Opioid-Schmerzmittel, kann zu signifikanten Wechselwirkungen mit einer Reihe anderer Medikamente führen, die sowohl die Wirksamkeit von Codein beeinträchtigen als auch das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen können. Diese Interaktionen sind besonders relevant, da sie schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen verursachen können.
Eine der wichtigsten Interaktionen ist die mit anderen zentralnervös wirkenden Substanzen, einschließlich anderer Opioide, Beruhigungsmittel, Hypnotika, Anxiolytika (Angstlöser), Antipsychotika und Alkohol. Die gleichzeitige Verwendung dieser Substanzen mit Codein kann zu verstärkter Sedierung, Atemdepression, Koma oder sogar Tod führen. Dies liegt daran, dass alle diese Substanzen synergistisch auf das zentrale Nervensystem wirken können, was die Wahrscheinlichkeit einer Überdosierung erhöht.
Codein kann auch mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern), einer Klasse von Medikamenten, die zur Behandlung von Depressionen verwendet werden, interagieren. Die Kombination von Codein mit MAO-Hemmern kann zu einem Serotonin-Syndrom führen, einem potenziell lebensbedrohlichen Zustand, der durch Symptome wie Fieber, Zittern, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck gekennzeichnet ist.
Darüber hinaus kann die Wirkung von Codein durch Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4) Enzyminduktoren wie Rifampicin und bestimmte Antiepileptika verringert werden, während CYP3A4-Inhibitoren wie Erythromycin und bestimmte Antimykotika die Wirkung von Codein verstärken und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen können.
Die deutsche Fachinformation nennt darüber hinaus mehrere Kombinationen mit eigenem Gewicht. Gabapentinoide, also Gabapentin und Pregabalin, können zusammen mit Codein zu Atemdepression, niedrigem Blutdruck, starker Sedierung, Koma oder Tod führen. Antihistaminika wie Promethazin oder Meclozin sowie blutdrucksenkende Mittel können die dämpfende und atemlähmende Wirkung ebenfalls verstärken. Bei partiellen Opioidagonisten und -antagonisten wie Buprenorphin oder Pentazocin ist umgekehrt auch eine Abschwächung der Codeinwirkung möglich. Cimetidin und andere Arzneimittel, die den Stoffwechsel in der Leber beeinflussen, können die Wirkung von Codein verstärken. Nach dem Ende einer Behandlung mit MAO-Hemmern verlangt die Fachinformation einen Abstand von zwei Wochen, bevor Codein angewendet wird.
Angesichts dieser potenziellen Interaktionen ist es entscheidend, dass Ärzte und Patienten eine vollständige Medikamentenanamnese durchführen, bevor mit der Behandlung mit Codein begonnen wird. Patienten sollten zudem angewiesen werden, ihren Arzt über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Alkoholkonsum zu informieren, um das Risiko gefährlicher Wechselwirkungen zu minimieren.
Alternative Behandlungsmethoden
Für Patienten, die Codein nicht vertragen oder bei denen Kontraindikationen für dessen Verwendung bestehen, gibt es mehrere alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe zur Schmerzlinderung und zur Behandlung von Husten, ohne die Risiken, die mit Opioiden verbunden sind.
Alternativen zur Schmerzbehandlung
- Paracetamol (Acetaminophen): Eine effektive und gut verträgliche Option für die Behandlung von leichten bis mäßigen Schmerzen, die nicht mit entzündlichen Zuständen verbunden sind.
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs): Mittel wie Ibuprofen und Naproxen sind wirksam bei Schmerzen und Entzündungen. Sie sind besonders geeignet für Zustände wie Arthritis, Menstruationsschmerzen und Muskelschmerzen, bergen aber ein Risiko für Magen-Darm-Nebenwirkungen.
- Tramadol: Ein Opioid, das für Patienten geeignet sein kann, die eine stärkere Schmerzlinderung benötigen als Codein sie bietet. Es hat ein niedrigeres Risiko für Atemdepression, kann aber immer noch Abhängigkeit verursachen.
Alternativen zur Hustenbehandlung
- Dextromethorphan: Ein nicht-opioider Hustenstiller, der in vielen rezeptfreien Hustenmitteln enthalten ist. Es ist wirksam zur Linderung von trockenem Husten, hat jedoch keine schmerzlindernden Eigenschaften.
- Guaifenesin: Ein Expektorans, das den zähen Schleim in den Bronchien verflüssigen und so das Abhusten erleichtern kann; es ist besonders nützlich bei produktivem Husten.
Nicht-medikamentöse Methoden
- Physikalische Therapien: Einsatz von Wärme oder Kälte, Massage und physikalische Übungen können bei bestimmten Schmerzarten Linderung bieten.
- Verhaltensansätze: Techniken wie Entspannungsübungen, Achtsamkeit und kognitive Verhaltenstherapie können helfen, die Wahrnehmung von Schmerz zu verändern und dessen Management zu verbessern.
Es ist wichtig, dass Patienten und Ärzte zusammenarbeiten, um die geeignetste alternative Behandlung basierend auf dem spezifischen Zustand des Patienten und dessen individuellen Bedürfnissen zu finden. Die Entscheidung sollte eine sorgfältige Abwägung der Wirksamkeit und Sicherheit der verfügbaren Alternativen berücksichtigen.
Quellen
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- Geber, C., Gierthmühlen, J., Klinger, R., Rittner, H. (Hrsg.): Praktische Schmerzmedizin.
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- Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
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- Herdegen, T. (Hrsg.): Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie.
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