Oxacillin
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 18. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Oxacillin ist ein Wirkstoff, der in erster Linie bei diversen Staphylokokken-Infektionen zur Anwendung kommt. Dazu gehören unter anderem Infektionen nach Operationen, Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, Infektionen der Atemwege, aber auch Infektionen der Harnwege, Knochen und Weichteile. Ebenso wirkt Oxacillin bei Furunkeln, Karbunkeln, verschiedenen Hauterkrankungen und Entzündungen. Der Wirkstoff kann allerdings auch zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen. Er sollte deshalb nur unter Aufsicht eines Arztes angewendet werden. In Deutschland ist Oxacillin heute allerdings nicht mehr als Fertigarzneimittel im Handel; seine Eigenschaften und Anwendungsgebiete gelten davon unabhängig.
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Was ist Oxacillin?
Oxacillin ist ein Antibiotikum und gehört zu den Isoxazolylpenicillinen oder den Staphylokokken-Penicillinen. Oxacillin wird immer dann eingesetzt, wenn die Erreger gegen Penicillin G resistent sind. Das Mittel kann dann unter Umständen bei Bedarf auch noch mit anderen Mitteln kombiniert werden.
Generell hilft Oxacillin dabei, besagte Bakterienstämme abzutöten und so die Infektion erfolgreich zu behandeln.
Am Anfang dieser Wirkstoffgruppe stand nicht Oxacillin, sondern Methicillin. Es war das erste Penicillin, dem das bakterielle Enzym nichts anhaben konnte, und es machte große Hoffnungen auf ein zuverlässiges Mittel gegen grampositive Erreger. Verdrängt wurde es später durch Oxacillin und Flucloxacillin, die dasselbe Prinzip nutzen und dabei weniger Nebenwirkungen verursachen. Vom Methicillin ist zweierlei geblieben: das Wirkprinzip, das in seinen Nachfolgern weiterlebt, und sein Name, der bis heute an der Bezeichnung für den Resistenztyp haftet.
Eine Einschränkung teilt Oxacillin mit den übrigen Penicillinen: Wer auf sie allergisch reagiert, darf auch dieses Mittel nicht erhalten. Weil die Betalaktame chemisch verwandt sind, kann eine solche Allergie auf nahe verwandte Gruppen übergreifen, namentlich auf die Cephalosporine.
Fertigarzneimittel mit Oxacillin sind hierzulande weder unter dem Wirkstoffnamen noch unter früheren Handelsnamen in den Arzneimittelverzeichnissen zu finden, und eine deutsche Fachinformation für ein solches Präparat ist nicht mehr zu beziehen. Die Rolle des staphylokokkenwirksamen Penicillins hat in Deutschland das nah verwandte Flucloxacillin übernommen. Gebräuchlich ist Oxacillin dagegen weiterhin im Labor, wo mit ihm und mit Cefoxitin stellvertretend die Methicillin-Resistenz von Staphylokokken bestimmt wird.
Pharmakologische Wirkung
Oxacillin verfügt über eine Besonderheit, die vielen anderen Wirkstoffen fehlt. Weil ihnen diese Eigenschaft fehlt, bleiben sie bei einer Infektion mit Staphylokokken wirkungslos. Diese Bakterien sind in der Lage, bakterielle Enzyme abzusondern, die die Grundstruktur von Penicillinmolekülen wie dem Penicillin G zerstören können. Diese bakteriellen Enzyme, die Staphylokokken absondern, nennen sich Penicillinase oder auch Beta-Laktamase.
Anders als Penicillin G ist Oxacillin relativ unempfindlich gegen die bakteriellen Enzyme, die Staphylokokken absondern. So ist es diesem Wirkstoff im Falle einer Infektion mit Staphylokokken möglich, den Aufbau der Bakterienzellwände von Staphylokokken erfolgreich zu hemmen. Diese Wirkungsweise tötet die Bakterienstämme erfolgreich ab und bewirkt so die Heilung der Infektion.
Diese Unempfindlichkeit beruht auf dem Bau des Moleküls. Oxacillin trägt eine sperrige Seitenkette vom Isoxazolyl-Typ, die den empfindlichen Ring des Wirkstoffs abschirmt. Das bakterielle Enzym kommt an den Ring nicht mehr heran und kann ihn deshalb nicht spalten. Dieselbe Bauweise findet sich bei den nächsten Verwandten Flucloxacillin und Dicloxacillin, die aus diesem Grund zur selben Untergruppe gerechnet werden.
Der Schutz hat jedoch eine deutliche Grenze, und sie ist für die heutige Krankenhausmedizin von erheblicher Bedeutung. Er hilft nur gegen jene Staphylokokken, die sich mit dem Enzym wehren. Es gibt daneben Stämme, die einen völlig anderen Weg gehen: Sie bilden ein zusätzliches Eiweiß in der Zellwand, an das die Penicilline kaum noch binden. Gegen solche Stämme ist auch Oxacillin wirkungslos. Sie werden als methicillinresistent bezeichnet und unter dem Kürzel MRSA zusammengefasst; weil sich diese Eigenschaft im Labor mit Oxacillin nachweisen lässt, spricht die Fachsprache gleichbedeutend auch von einer Oxacillin-Resistenz.
Besonders bei sehr schweren oder zuweilen sogar lebensbedrohlichen Staphylokokken-Infektionen wird Oxacillin häufig erfolgreich eingesetzt.
Medizinische Anwendung & Verwendung
Soweit dieser Abschnitt die Anwendung im Präsens beschreibt, gibt er den international üblichen Gebrauch wieder, nicht die Verfügbarkeit in Deutschland. Zur Vorbeugung wird der Wirkstoff Oxacillin verwendet, wenn nach einer Operation Infektionen zu erwarten sind. Ansonsten wird der Wirkstoff zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch Bakterienstämme aus der Familie der Staphylokokken hervorgerufen werden. Derartige Infektionen können sich in vielen Bereichen des menschlichen Organismus zeigen.
Sehr gefährlich können Infektionen der Herzwand und der tiefen Atemwege werden. Sie können jedoch erfolgreich mit Oxacillin behandelt werden.
Der Wirkstoff findet noch in vielen anderen Bereichen Anwendung. Dazu gehören unter anderem auch Infektionen der Harnwege, der sonstigen Atemwege, der Knochen, der Weichteile oder im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Sehr gut hilft Oxacillin auch bei einer Blutvergiftung, die unbehandelt lebensgefährlich werden kann. Auch Brustwarzenentzündungen, Karbunkel und Furunkel lassen sich damit erfolgreich behandeln. Sehr gute Erfahrungen wurden bei diesem Wirkstoff zudem damit gemacht, diverse blasenbildende Hauterkrankungen und Abszesse zu heilen.
Verabreichung & Dosierung
Oxacillin ist ein halbsynthetisches Penicillin, das gegen bestimmte penicillinaseproduzierende Staphylokokken wirksam ist. Es wird in der Regel zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch diese Staphylokokken verursacht werden. Bei der Verabreichung und Dosierung von Oxacillin sind einige wichtige Punkte zu beachten. Soweit dieser Abschnitt Dosierungen im Präsens nennt, geben sie den international üblichen Gebrauch wieder; ein deutsches Fertigarzneimittel mit Oxacillin steht dafür derzeit nicht zur Verfügung.
Dosierung: Die Dosierung hängt von der Art und Schwere der Infektion sowie vom Alter und Gewicht des Patienten ab. Erwachsene erhalten den Wirkstoff in die Vene oder in den Muskel, verteilt auf mehrere Einzelgaben über den Tag; wie hoch die einzelne Gabe ausfällt und wie viel der Patient an einem Tag insgesamt erhält, richtet sich nach der Schwere der Infektion und wird vom Arzt festgelegt. Kinder erhalten entsprechend ihrem Gewicht eine angepasste Dosis.
Verabreichung: Oxacillin wird meist intravenös verabreicht, kann aber auch intramuskulär eingesetzt werden. Die Verabreichung erfolgt langsam, um das Risiko für Reaktionen wie Thrombophlebitis zu reduzieren.
Eine Form zum Schlucken gehört nicht dazu: In der Arzneimitteldatenbank der amerikanischen Zulassungsbehörde ist Oxacillin nur als Injektions- oder Infusionszubereitung verzeichnet. Der Wirkstoff gelangt also über eine Nadel in den Körper, was die Anwendung an das Krankenhaus oder an die ärztliche Praxis bindet.
Allergien: Patienten mit bekannten Allergien gegen Penicilline oder Cephalosporine sollten Oxacillin vermeiden, da Kreuzreaktionen auftreten können.
Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich, um eine Akkumulation des Medikaments zu vermeiden.
Der Grund dafür liegt im Ausscheidungsweg: Die Nieren geben Oxacillin auf zwei Wegen ab, zum einen über die Filterkörperchen, zum anderen über die Nierenkanälchen, die den Stoff aktiv in den Harn befördern. Arbeitet dieses System langsamer, bleibt mehr Wirkstoff im Blut zurück. Bei älteren Patienten, deren Nierenleistung häufig verringert ist, verdient dieser Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit.
Vor der Ausscheidung verteilt sich Oxacillin im Körper, erreicht die verschiedenen Gewebe dabei allerdings unterschiedlich gut. Nachweisbare Mengen finden sich unter anderem im Rippenfellraum, in der Galle und im Fruchtwasser. Ein großer Teil des Wirkstoffs ist im Blut an Eiweiße gebunden und steht damit vorübergehend nicht zur Verfügung.
Leberfunktion: Oxacillin wird ganz überwiegend unverändert über die Nieren ausgeschieden; nur ein kleinerer Teil wird in der Leber abgebaut und über die Galle ausgeschieden. Da unter Oxacillin Leberschäden beschrieben sind, ist bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen dennoch Vorsicht geboten.
Nebenwirkungen: Häufige Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden, Hautausschläge und allergische Reaktionen. Schwere Nebenwirkungen wie anaphylaktischer Schock sind selten, aber möglich.
Die sorgfältige Beachtung dieser Faktoren trägt dazu bei, die therapeutische Wirksamkeit von Oxacillin zu maximieren und mögliche Risiken zu minimieren.
Risiken & Nebenwirkungen
Als Wirkstoff, der häufig zur Anwendung kommt, wenn Infektionen sehr schwer oder sogar lebensgefährlich werden, gehört Oxacillin allerdings auch zu den Wirkstoffen, die mit Neben- oder Wechselwirkungen verbunden sind. Lange galt die Wirksamkeit empfängnisverhütender Medikamente während einer Behandlung mit Oxacillin als beeinträchtigt; nach heutigem Kenntnisstand ist ein solcher Wirkungsverlust für Penicilline nicht belegt.
Mittel zur Herabsetzung der Blutgerinnung, Muskelrelaxanzien, Methotrexat, Cephalosporine und andere Penicilline, aber auch Gichtmittel und diverse Schmerzmittel gehören zu den Medikamenten, bei denen es wichtig ist, dass ein Arzt genau beobachtet, ob es zu Wechselwirkungen kommt.
Außer zu Wechselwirkungen kann es bei der Gabe von Oxacillin auch zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören unter anderem weicher Stuhlgang bis hin zu Durchfall, Übelkeit, Blähungen, aber auch Juckreiz oder Nesselsucht. Auch ein Hitzegefühl oder veränderte Leberwerte kommen bei diesem Wirkstoff als Nebenwirkungen vor.
Seltene Nebenwirkungen können der lebensgefährliche anaphylaktische Schock, Blutarmut, Mangel an Blutplättchen, Mangel an weißen Blutkörperchen, Ödeme, Schlundschwellungen, Gefäßentzündungen oder eine Venenentzündung an der Infusionsstelle, Nierenfunktionsstörungen, Nieren- oder Leberentzündungen, Fieber, Muskelkrämpfe oder Erregungszustände des Gehirns sein. Es ist daher wichtig, diesen Wirkstoff nur unter der Aufsicht eines Arztes anzuwenden und sich unbedingt genau an die Dosierung zu halten, die der Arzt vorgegeben hat.
Kontraindikationen
Oxacillin, ein Antibiotikum aus der Gruppe der Penicilline, wird zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch penicillinaseproduzierende Staphylokokken verursacht werden. Als Gegenanzeige führen die Fachinformationen allein eine frühere Überempfindlichkeitsreaktion gegen ein Penicillin auf. Die übrigen der nachfolgend genannten Umstände sind keine Gegenanzeigen, sondern Warnhinweise: Sie verlangen besondere Vorsicht, eine Anpassung der Menge oder eine sorgfältige Abwägung, schließen eine Behandlung aber nicht aus:
Allergien gegen Penicilline: Die eigentliche Gegenanzeige ist eine frühere Überempfindlichkeitsreaktion gegen ein Penicillin. Bei einer bekannten Allergie gegen Cephalosporine ist wegen möglicher Kreuzreaktionen besondere Vorsicht geboten; ein Verbot der Anwendung folgt daraus nicht. Diese Reaktionen können von leichten Hautausschlägen bis zu schweren anaphylaktischen Schocks reichen.
Vorherige schwere Überempfindlichkeitsreaktionen: Patienten, die in der Vergangenheit schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf Beta-Lactam-Antibiotika (wie Penicilline oder Cephalosporine) gezeigt haben, sollten Oxacillin vermeiden.
Leberfunktionsstörungen: Da unter Oxacillin Leberschäden mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen und veränderten Leberwerten beschrieben sind, ist bei Patienten mit schweren Lebererkrankungen Vorsicht geboten. Der Hauptweg der Ausscheidung führt allerdings über die Nieren, nicht über die Leber.
Nierenfunktionsstörungen: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer Akkumulation von Oxacillin im Körper kommen, was die Toxizität erhöht. Hier ist eine Dosisanpassung notwendig.
Schwangerschaft und Stillzeit: Obwohl Oxacillin als relativ sicher gilt, sollten Schwangere und stillende Frauen es nur nach Rücksprache mit einem Arzt erhalten, da nicht ausreichend Daten über seine Wirkung auf den Fötus oder Säugling vorliegen.
Diese Kontraindikationen sollten sorgfältig geprüft werden, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung mit Oxacillin zu gewährleisten.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Oxacillin, ein Penicillin-Antibiotikum, kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren. Hier sind einige wichtige Interaktionen, die bei der Verwendung von Oxacillin berücksichtigt werden sollten:
Namentlich aufgeführt werden in den amerikanischen Fachinformationen von Oxacillin dabei nur zwei: Tetracycline, die die bakterienabtötende Wirkung abschwächen können, und Probenecid, unter dem der Oxacillin-Spiegel im Blut höher ausfällt und länger anhält. Weitere Wechselwirkungen sind aus der Erfahrung mit den Penicillinen insgesamt bekannt.
Antikoagulanzien: Oxacillin kann die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin beeinflussen. Dies kann das Risiko von Blutungen erhöhen oder die Wirksamkeit der Blutverdünnung verringern. Daher sollten die Blutgerinnungswerte bei gleichzeitiger Anwendung überwacht werden.
Methotrexat: Die gleichzeitige Anwendung von Methotrexat und Oxacillin kann zu einer erhöhten Methotrexat-Toxizität führen, da die renale Ausscheidung von Methotrexat verringert wird. Eine engmaschige Überwachung der Methotrexat-Spiegel ist daher erforderlich.
Probenecid: Probenecid kann die Ausscheidung von Oxacillin reduzieren, was zu erhöhten Konzentrationen des Antibiotikums im Blut führt. Dies kann zu einer erhöhten Wirkung, aber auch zu einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen führen.
Tetracycline: Tetracyclin-Antibiotika können die bakterizide Wirkung von Oxacillin reduzieren, da sie antagonistische Wirkmechanismen haben. Eine gleichzeitige Anwendung wird daher nicht empfohlen.
Hormonelle Kontrazeptiva: Lange galt die Wirksamkeit hormoneller Verhütungsmittel unter Penicillinen als beeinträchtigt. Nach heutigem Kenntnisstand ist ein solcher Wirkungsverlust für Penicilline allerdings nicht belegt: Die aktuellen deutschen Fachinformationen der Penicilline führen hormonelle Verhütungsmittel nicht mehr unter den Wechselwirkungen auf.
Aminoglykoside: Werden Oxacillin und ein Aminoglykosid gemeinsam gegeben, ist die Nierenfunktion sorgfältig zu überwachen; die nieren- und gehörschädigenden Wirkungen gehen dabei vom Aminoglykosid aus.
Es ist wichtig, vor der Verschreibung von Oxacillin eine gründliche Anamnese der aktuellen Medikation des Patienten durchzuführen, um mögliche Wechselwirkungen zu identifizieren und das Risiko für Nebenwirkungen zu minimieren.
Alternative Behandlungsmethoden
Wenn Oxacillin aufgrund von Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht verwendet werden kann, gibt es mehrere Alternativen zur Behandlung von Infektionen, die auf Oxacillin ansprechen. Hier sind einige davon:
Andere Penicilline: Wenn die Unverträglichkeit spezifisch für Oxacillin ist, können andere Penicilline wie Nafcillin oder Dicloxacillin in Betracht gezogen werden, die ähnliche Wirksamkeit gegenüber penicillinaseproduzierenden Staphylokokken aufweisen. In Deutschland ist von dieser Gruppe allerdings nur Flucloxacillin als Fertigarzneimittel verfügbar.
Cephalosporine: Cefazolin, ein Cephalosporin der ersten Generation, ist eine Alternative bei Patienten, die Penicilline nicht vertragen. Es hat ein ähnliches Wirkungsspektrum und wird häufig zur Behandlung von Staphylokokken-Infektionen verwendet.
Vancomycin: Bei schweren Infektionen, insbesondere wenn eine Penicillin-Allergie vorliegt oder multiresistente Bakterien vermutet werden, kann Vancomycin als Alternative in Betracht gezogen werden.
Clindamycin: Clindamycin ist ein weiteres Antibiotikum, das gegen Staphylokokken wirksam ist, einschließlich bestimmter Methicillin-resistenter Stämme. Es eignet sich zur Behandlung von Haut- und Weichteilinfektionen.
Daptomycin: Daptomycin ist eine Alternative bei komplizierten Hautinfektionen oder bakteriellen Blutinfektionen, die durch grampositive Bakterien, einschließlich resistenter Stämme, verursacht werden.
Linezolid: Linezolid ist ein Oxazolidinon-Antibiotikum mit Wirksamkeit gegen resistente grampositive Bakterien, einschließlich MRSA. Es kann oral und intravenös verabreicht werden.
Die Wahl des geeigneten Ersatzes hängt von der spezifischen Infektion, dem Erregerprofil, der Patientenhistorie und der Empfindlichkeit der Bakterien ab.
Quellen
- Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
ISBN: 9783437426223
- Ackermann, G. (Hrsg.): Antibiotika und Antimykotika.
ISBN: 9783804729407
- Brodt, H.-R., Simon, C. (Hrsg.): Infektionstherapie.
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- Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
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- Frank, U.: Antibiotika am Krankenbett.
ISBN: 9783662583371
