Blutdruckschwankungen

Blutdruckschwankungen im Tagesverlauf sind normal und wichtig, um Muskeln und Organe ausreichend mit Blut zu versorgen. Erst wenn sich im Langzeitblutdruck auffällige Werte zeigen, ist eine ärztliche Abklärung nötig. Denn ein dauerhaft zu niedriger oder zu hoher Blutdruck ist kann Symptom einer anderen Erkrankung sein und stellt ein gesundheitliches Risiko für den Betroffenen sein dar.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Blutdruckschwankungen?

Pathologische Blutdruckschwankungen werden als Hypertonie, dem dauerhaft zu hohen Blutdruck, oder Hypotonie, dem dauerhaft niedrigen Blutdruck, diagnostiziert.

Der Blutdruck ist abhängig von Alter, Ernährungsweise und Körpergewicht des Menschen und daher ein individuell schwankender Wert. Es gibt dennoch grobe Normwerte für jedes Lebensalter. Beispielsweise sollte der systolische Blutdruck Erwachsener zwischen 120 und 129 mmHg, der diastolische zwischen 80 und 84 mmHg liegen.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass diese Werte mit zunehmendem Lebensalter steigen, ohne sofort bedenklich zu sein. Die regelmäßige Selbstmessung ist dennoch anzuraten.

Pathologische Blutdruckschwankungen werden als Hypertonie, dem dauerhaft zu hohen Blutdruck, oder Hypotonie, dem dauerhaft niedrigen Blutdruck, diagnostiziert. Definiert werden diese Blutdruckschwankungen anhand des sytsolischen Wertes, denn von ihm hängt die Versorgung der Organe ab, während ein zu niedriger diastolischer Blutdruck weniger gefährlich ist. Liegt der systolische Wert unter 100, so wird eine Hypotonie diagnostiziert, eine Hypertonie ist ab Werten von 140 zu 90 mmHg definiert.

Ursachen

Die Ursachen der Blutdruckschwankungen können körperliche und seelische Belastung, Kaffee- und Koffeinkonsum und natürliche Schwankungen im Tagesverlauf sein.

So ist der Blutdruck am frühen Vormittag und späten Nachmittag um 10 bis 15% höher als nachts, abhängig natürlich auch vom individuellen Tagesablauf. Die so verursachten Schwankungen sind normal und unproblematisch, da sie sich schnell normalisieren.

Die Auslöser manifester Blutdruckschwankungen müssen nach der konkrekten Störung unterschieden werden: Eine Hypertonie kann erblich bedingt sein, sie kann jedoch auch durch Übergewicht, eine zu hohe Kochsalzeinnahme und Stress ausgelöst werden. Die möglichen Ursachen der Hypotonie sind Grunderkrankungen, beispielsweise natürlich Herz-Kreislauf-Schwächen, endokrine Störungen, die Einnahme von Medikamenten oder fehlende Bewegung.

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Diagnose & Verlauf

Insbesondere Angehörige einer Risikogruppe sollten regelmäßig ihren Blutdruck messen und ein Blutdruck-Tagebuch führen. Kommt es dabei zu länger anhaltenden Auffälligkeiten, so sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Zunächst erfolgt die Messung des Blutdrucks. Mehrere Blutdruck- und Pulsmessungen im Stehen und Liegen und an verschiedenen Körperstellen ermöglichen eine genaue Beurteilung der vorliegenden Werte. In einer ausführlichen Anamnese wird der Allgemeinmediziner anschließend die vorliegenden Symptome reflektieren, sich über Essgewohnheiten, Medikamenteneinnahme und Risikofaktoren informieren und familiäre Vorbelastungen sowie psychische Ursachen erörtern.

Eine Langzeitmessung über 24 Stunden kann ebenso nötig werden wie ein Belastungs-EKG und der Besuch bei einem Kardiologen. Der Verlauf von Blutdruckschwankungen ist kritisch zu sehen, wenn die rechtzeitige Behandlung ausbleibt. Dann kann es zu Organunterversorgung, Organschädigungen und auch dem Tod kommen.

Komplikationen

Blutdruckschwankungen im Verlauf des Tages sind vollkommen normal, sie sind sogar wichtig, um Muskeln und Organe ausreichend mit Blut zu versorgen. Erst wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch oder zu niedrig ist, ist ärztliche Hilfe nötig. Der Blutdruck ist kein beständiger Wert, er ist von der Ernährung, dem Alter und dem Körpergewicht abhängig. Es gibt aber grobe Norm-Werte, so sollte bei einem gesunden Erwachsenen ein Blutdruck von 120/80 mmHg gemessen werden. In höherem Alter steigen diese Werte natürlich, ohne eine Bedrohung für den Menschen darzustellen. Der Blutdruck kann auch regelmäßig selbst gemessen werden.

Blutdruckschwankungen können auch durch körperliche Aktivitäten ausgelöst werden, viel Koffein lässt zum Beispiel den Blutdruck ansteigen. Es kann aber auch seelischer Stress die Ursache sein, Blutdruckschwankungen hängen mit dem Lebensstil unmittelbar zusammen. Am Tag ist der Blutdruck meist höher als nachts, die Schwankungen sind unproblematisch und normalisieren sich von selbst wieder. Erst wenn sich Auffälligkeiten zeigen, ist ärztlicher Rat einzuholen. Hoher Blutdruck kann auch erblich bedingt sein, aber meist fehlt es einfach an der richtigen Ernährung oder an Bewegung.

Hoher und niedriger Blutdruck wird mit Tabletten behandelt und ist schnell in den Griff zu bekommen, was natürlich nicht heißt, dass jetzt die Essgewohnheiten und die Risikofaktoren beizubehalten sind. Manchmal wird auch ein Besuch beim Kardiologen notwendig, denn auch das Herz kann betroffen sein. Eine Blutdruckerkrankung muss behandelt werden, sonst können Organe geschädigt werden und es kann sogar zum Tod kommen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wann liegt eine Blutdruckschwankung noch im Toleranzbereich, und ab wann sind Blutdruckschwankungen ein Anlass, zum Arzt zu gehen? Hierzu ist zu wissen, dass der Blutdruck ständig Schwankungen unterliegt, die sich aus körperlichen und psychischen Ursachen ergeben. Außerdem nimmt der Blutdruck im Alter etwas zu. Bekannt ist außerdem die Blutdruckerhöhung nach Kaffeekonsum, welche erwünscht als belebend empfunden wird. Die Blutdruckmessung zählt zum Routinecheck beim Arztbesuch. Ein etwas erniedrigter oder erhöhter Blutdruck kann anlagebedingt sein. Treten jedoch Blutdruckschwankungen über einen längerfristigen Zeitraum auf, sollte nach einer Ursache hierfür gesucht werden.

Blutdruckschwankungen nach oben oder unten deuten auf eine gestörte Blutdruckregulation hin. Als körperliche Erkrankungen kommen für einen raschen Blutdruckanstieg zum Beispiel Nierenerkrankungen oder eine falsche Medikamenteneinstellung infrage. Sackt der Blutdruck plötzlich ab, beruht dies fast immer auf eine Erkrankung innerhalb des Herz-Kreislauf-Systems sowie der Einnahme bestimmter Medikamente.

Schilddrüsenfunktionsstörungen können ebenfalls zu Blutdruckabweichungen führen: bei Schilddrüsenüberfunktion zum Blutdruckanstieg, bei Schilddrüsenunterfunktion zum Blutdruckabfall. Nicht selten kommt es auch beim schnellen Wechsel vom Liegen zum Stehen zu einem vorübergehenden Blutdruckabfall. Blutdruckschwankungen können allerdings auch von einer beeinträchtigten Selbstregulation ausgelöst werden. Bedenkenswert sind ferner psychische Ursachen.

Als behandelnder Arzt von Blutdruckschwankungen kommt neben dem Hausarzt noch der Internist, Kardiologe, Endokrinologe, Neurologe, Psychologe oder Psychotherapeut in Betracht.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Blutdruckschwankungen richtet sich nach Schweregrad und Ursachen und muss ebenfalls nach Hypertonie und Hypotonie unterschieden werden.

Ein zu niedriger Blutdruck muss nicht in jedem Falle behandelt werden, da er keine Bedrohung für den Organismus darstellt. Die regelmäßige Kontrolle ist aber nötig, um weitere Schwankungen rechtzeitig zu erkennen und diesen entgegen zu wirken. Entscheiden Arzt und Patient sich für eine Therapie, so werden zunächst allgemeine Maßnahmen wie die Vermeidung körperlicher Erschöpfung, Entspannungstechniken und eine ausgewogene Ernährung genutzt. Erst wenn diese nicht helfen, kommen Medikamente zur Ankurbelung des Kreislaufes zum Einsatz.

Das wichtigste Ziel der Bluthochdruck-Therapie ist es, den Ruhewert schnellstmöglich und dauerhaft unter 140 zu 90 zu senken. Dies erfolgt stets durch eine medikamentöse Therapie mit Betablockern oder Diuretika, selten kommen Medikamente zum Einsatz, die sich hemmend auf den Kalziumspiegel oder das Protein ACE auswirken. Unterstützend wird versucht, vorliegende Risikofaktoren zu minimieren, indem die Zufuhr von Kochsalz reduziert, ein normales Körpergewicht angestrebt, der Alkoholkonsum reduziert und der Stresslevel verringert wird.

Aussicht & Prognose

Bei Blutdruckschwankungen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Es handelt sich dabei um ein schwerwiegendes Symptom, welches unbedingt behandelt werden muss. Falls es nicht zu einer umgehenden Behandlung kommt, kann es im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt und schließlich zum Tode kommen.

Geringe Schwankungen sind während des Tagesverlaufes gewöhnlich. Sollten allerdings größere Schwankungen auftreten, müssen diese örtlich behandelt werden. In der Regel sind diese Blutdruckschwankungen spürbar und führen zu Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl.

Die Behandlung der Blutdruckschwankungen erfolgt durch den Kardiologen. Dieser kann häufig die Ursache feststellen, wobei es sich in den meisten Fällen um Stress handelt. Hier können Entspannungstechniken und eine gesunde Ernährung helfen, die Schwankungen zu reduzieren. Sollte der Blutdruck generell zu hoch sein, muss dieser auf jeden Fall gesenkt werden. Dies geschieht vor allem durch den Verzicht auf Alkohol, ungesundes Essen und unnötigen Stress.

Bei einem zu niedrigen Blutdruck wird in der Regel keine Therapie durchgeführt, falls dieser für den Körper keine Bedrohung darstellt. In den meisten Fällen können Blutdruckschwankungen relativ gut behandelt werden und führen daher nicht zu weiteren Komplikationen oder Schwierigkeiten.

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Vorbeugung

Aufgrund der zahlreichen möglichen Ursachen von Blutdruckschwankungen ist die Prävention nicht immer möglich. Hilfreich sind eine ausgewogene, nicht zu salzhaltige, Ernährung und regelmäßiger Ausdauersport zur Erreichung eines sinnvollen Blutdrucklevels.

Das können Sie selbst tun

Blutdruckschwankungen können durch eine Reihe von Hausmitteln und Eigenmaßnahmen selbst behandelt werden. Zunächst sollten Stress und körperliche Anstrengungen möglichst reduziert werden, um Bluthochdruck und ein anschließendes Abfallen des Pulses zu vermeiden. Außerdem sollte auf Koffein, Alkohol und andere Genussmittel, aber auch auf fette und schwere Speisen verzichtet werden.

Stabilisieren lässt sich der Blutdruck oftmals auch durch regelmäßigen Sport und einen generell gesunden Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung. Natürliche Blutdruckschwankungen können durch verschiedene Maßnahmen zum Stressabbau wie Autogenes Training oder Yoga reduziert werden. Wirksame Hausmittel sind etwa Baldrian, Mistelkraut oder Knoblauch. Außerdem empfehlen sich beruhigende Tätigkeiten wie Malen oder Basteln, um den Stresspegel zu senken und dadurch den Blutdruck zu normalisieren. Betroffene sollten durch das Führen eines Tagebuchs allerdings zunächst die möglichen Ursachen für die Schwankungen eingrenzen und die Wirksamkeit erwähnter Maßnahmen festhalten.

Blutdruckschwankungen, die mit größeren Beschwerden einhergehen oder gar das allgemeine Wohlbefinden negativ beeinflussen, müssen zur Abklärung der Ursache mit dem Hausarzt besprochen werden. Ist die Ursache bekannt, kann gegen den schwankenden Puls im Regelfall gezielt und rasch vorgegangen werden.

Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2015
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin Heidelberg 2013
  • Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. De Gruyter, Berlin 2014

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 21. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Tristar kommentierte am 20.05.2013

Ich treibe mein ganzes Leben lang Sport (bin jetzt bei Triathlon "angekommen" und erfreue mich eigentlich einer robusten Gesundheit). Seit dem ich in den Wechseljahren bin, habe ich jedoch Blutdruckschwankungen, die von unter 100/66 und 140/80 gehen. Trotz Hormonersatztherapie - da sich regelmäßig bei "Hitzeschüben" mein Kreislauf verabschiedete - leide ich oft unter Müdigkeit, Schlappheit und Antriebslosigkeit. Blutdruckmessungen zeigen dann, daß in diesen Phasen der Blutdruck um die 100/70 liegt. Aufgefallen sind jedoch die Bluthochdruckwerte, gegen die ich seit rund 1 1/2 Jahren 40 mg Valsartan nehme. Gelegentlich wird mir schwindelig, wenn ich z.B. schwimme (erste 20 Min.); dann lege ich mehr Pausen ein und nach kurzer Zeit kann ich wieder normal schwimmen. Ich denke, das ich vom gängigen Schema - wenig Bewegung, schlechte Ernährung, starkes Übergewicht - abweiche. Infos, wie man damit umgeht, wenn der Blutdruck mal zu niedrig und mal zu hoch ist, gibt es nicht wirklich, die mir konkret weiter helfen. Schade, daß hier nicht die Problem der Wechseljahre mit aufgeführt werden, die, wie ich halt selbst erfahren habe, auch zu den Blutdruckschwankungen verantwortlich sein können.

Nannilein kommentierte am 04.02.2015

Ich bin 73 Jahre alt und 67 kg schwer. Die Blutdruckwerte sind oft unterschiedlich.
Es ist erblich bedingt. Mein ältester Sohn hat auch dieses Problem. Nachdem ich mit Tabletten großzügig versorgt wurde und es mir mit den Betablocker und anderen Tabletten immer schlechter ging, habe ich die Betablocker schleichend abgesetzt. Jetzt versuche ich es mit Valsartan. Zur Zeit morgens eine 160/12,5 und abends eine halbe Tablette. Der Blutdruck ist manchmal perfekt, aber z,.B. wenn ich aktiv bin auch mal höher, 158/92 P. 75. Seit einer Woche bin ich aus der Uniklinik Tübingen wieder zuhause, dort wurden
angeblich erfolgreich zwei Ablationen ausgeführt. Vorhofflattern und -flimmern
habe ich nicht mehr. Da ich Blutverdünner einnehme, mache ich mir wegen des unterschiedlichen Blutdrukwertes keine große Gedanken. Es ist aber doch erstaunlich, dass zusätzliche Tabletten den Blutdruck erhöhen und sogar Vorhofflimmer auslösen
können. Das hätte ich nie gedacht und bin sehr froh, daß ich selber dieses Problem
in die Hand nehme. Jeder Mensch ist verschieden und die Ärzte sagen, wir haben gute
Erfahrungen mit dem Medikament gemacht. Dieses ist für einen selbst bedauerlich.
Aber man wird verstanden, wenn man dieses Thema woanders bespricht.

lindi kommentierte am 06.03.2016

Ich bin 50 Jahre alt und habe vor ca. zehn Jahren das erste Mal dieselbe Symptomatik, auch im Zusammenhang mit dem Beginn der Wechseljahre, gehabt wie Tristar. Dazufügen kann ich noch Schmerzen in der Herzgegend, verbunden mit Rhythmusstörungen, längeren Aussetzern, einem Prickeln in Brust und Armen und Schweißausbrüchen. Dies tritt immer im zeitlichen Zusammenhang mit den Blutdruckschwankungen auf. Es folgt dann eine lähmende Schwäche, welche 30 Minuten bis zwei Stunden anhält. Diese anfallsartigen Schwankungen bekomme ich unabhängig ob ich Sport mache oder am Schreibtisch sitze. Auch ich ernähre mich bewusst und bewege mich gern an der frischen Luft. Meine Idee, dass es hormonell bedingt sein könnte, konnte sich mein Internist nicht vorstellen. Hormonuntersuchungen werden nur beim Frauenarzt gemacht, dort stellte man fest, dass mein Östrogen und Gestagenspiegel ebenfalls heftig schwankten. Daraufhin nahm ich Femoston ein, wobei innerhalb weniger Tage jegliche Symptomatik verschwand und ich wieder ein normales Leben führen konnte. Mehrfache Versuche diese Medikamente wieder abzusetzen, scheiterten daran, dass alle Symptome kurz darauf wieder da waren. Also nehme ich sie noch immer. Nun nach zehn Jahren traten die Beschwerden auch mit Femoston auf. Ich werde nun weiterforschen und mal wieder die Hormone checken lassen.
Mich würde interessieren wie es dir (Tristar) jetzt geht.
Vielleicht gibt es ja noch jemanden, der mit sowas Erfahrungen hat?

Alsi kommentierte am 11.05.2016

Auch ich habe mit plötzlichem Blutdruckanstieg zu kämpfen. Innerhalb von Sekunden schnellt mein Druck von Werten um 110/70 auf 190/110 hoch und verursacht Kribblen in der Brust, Druck hinterm Brustbein, eiskalte Arme und Beine z.T. Taubheitsgefühl, Kopfdruck, bis hin zu Schmerz, Atemnot, Übelkeit - also typische Herzsymptomatik. Da das immer nur abends in Ruhe passiert, war es das dann mit dem Schlaf. Ich bin 54 Jahre alt. Bisher wurde keine Ursache gefunden. Mein Hausarzt hat mir Ramipril zu meinem seit Jahren eingenommenen 1,25 mg Bisoprolol (wegen zu hohem Puls) gegeben. Ergebnis: nach drei Tagen nur noch 30% Lungenfunktion - also total müde und depressiv. Sofort abgesetzt und Cortisonspray. Stattdessen habe ich jetzt Candesartan plus den Betablocker. Jetzt habe ich teilweise nur noch einen Blutdruck von 95/60. Trotzdem versucht mein Blutdruck immer wieder, ausschließlich am Abend in Ruhe auf der Couch oder im Bett, hoch zu gehen. Seit ich Blutdrucktabletten habe, kann ich ihn mit einer zweiten halben Tablette Candesartan 16 mg abfangen. Habe für den Notfall Nitrolingual Spray bekommen. Meine Vermutung geht auch in Richtung Wechseljahre. Mein Arzt und auch die Ärzte im Krankenhaus haben es erst einmal verneint; aber nachdem nichts anderes gefunden wurde plötzlich die Eingebung, es könnte sich auch um ein gynäkologisches Problem handeln. Also doch Wechseljahre. Die Frauenärztin meint, es wäre nicht absolut auszuschließen, da ich aber Risikopatientin Brustkrebs bin und mein Vater mit 60 an Folgen des Bluthochdrucks eine Hirnmassenblutung erlitten hat, würde sie von einer Hormonersatztherapie Abstand nehmen, da man damit auch einen Infarkt fördern kann.
Ansonsten ist mein Blutdruck ohne Medikamente in Ordnung und würde so zwischen 120/8o und 140/85 kreisen, was ja gut wäre. Mit den Medikamenten komme ich maximal auf einen Druck von 110/70, außer er schnellt mal wieder innerhalb von Sekunden hoch. Was kann ich noch machen?

Manuela kommentierte am 21.07.2016

Ich bin 49 Jahre alt und arbeite im Dreischichtsystem und seit vier Jahren habe ich tagsüber wechselnden Blutdruck. Mal 170/110 dann wieder 118/88. Ich bewege mich regelmäßig, bin aber Raucher und weiß nicht, was ich tun soll, da ich oft Schwindel und Übelkeit habe. Was kann ich machen?

Hansi 67 kommentierte am 05.03.2017

ich leide unter Wechselblutdruck. Ich habe schon sehr viele Medikamente bekommen. Ramipril, Amlodipin, Valsartan 160 und seit neuestem Viacoram 3,5/2,5mg. Bei mir ist es sehr komisch, wenn ich sitze, steigt mein Blutdruck und wenn ich mich bewege ist er ganz normal. Was soll ich nur tun?