Daclizumab
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Daclizumab stellt einen therapeutischen monoklonalen Antikörper dar, der gegen den Interleukin-2-Rezeptor (CD25) wirkt. Das Medikament wurde zur Verringerung von Abstoßungsreaktionen bei Nierentransplantationen entwickelt. Es hat aber auch seine Wirksamkeit gegen multiple Sklerose unter Beweis gestellt. Beide Anwendungen sind inzwischen beendet: Die Zulassung für die Transplantationsmedizin wurde 2009 zurückgenommen, das Mittel gegen multiple Sklerose 2018 wegen schwerer Nebenwirkungen weltweit vom Markt genommen.
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Was ist Daclizumab?
Daclizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der für die Immunsuppression bei Organtransplantationen entwickelt wurde. Insbesondere galten die ersten Anwendungen der Reduzierung von Abstoßungsreaktionen bei Nierentransplantationen.
Das Medikament stellt einen humanisierten monoklonalen Antikörper dar, der zum Typ IgG1 gehört. Die Produktion des Antikörpers erfolgte durch murine GS-NSO Myelomzellen. Diese Zellen stammen aus der Maus; in sie wird die Erbinformation für den Antikörper eingeschleust. Myelomzellen sind maligne, entartete Immunzellen, die zu dauernder Zellteilung fähig sind und dadurch für eine fortlaufende Neuproduktion der Antikörper sorgen.
Die entstehende Zelllinie erzeugt ständig Antikörper, die nur gegen einen bestimmten Bereich (Epitop) auf der Oberfläche des Antigens wirken. Zunächst wurde der Wirkstoff Daclizumab in den USA am National Institutes of Health von dem Unternehmen PDL Biopharma entwickelt. Es wurde von dem Pharmaunternehmen Hoffmann-La Roche unter dem Handelsnamen Zenapax® für die immunsuppressive Behandlung nach einer Nierentransplantation hergestellt und vertrieben.
Später bildete PDL Biopharma eine Allianz mit dem Biotechnologieunternehmen Biogen Idec und entwickelte Daclizumab zur Behandlung von multipler Sklerose weiter. Die Erfolge bei der Eindämmung dieser Erkrankung waren gut. In Studien wurde nachgewiesen, dass sich die neurologische Situation der Patienten mindestens stabilisiert und manchmal sogar verbessert hat. Zugelassen war das Mittel unter dem Handelsnamen Zinbryta® allerdings nur für Erwachsene mit schubförmiger multipler Sklerose, die auf mindestens zwei krankheitsmodifizierende Therapien nicht ausreichend angesprochen hatten und für die jede andere solche Therapie nicht infrage kam.
Pharmakologische Wirkung
Daclizumab besitzt immunsuppressive Wirkungen. Die monoklonalen Antikörper wirken gegen den Interleukin-2-Rezeptor (CD25). Dieser Rezeptor dient als Andockstelle für Interleukin-2. Interleukin-2 ist ein Wachstumsfaktor und regt das Wachstum und die Neubildung von B- und T-Lymphozyten an. Des Weiteren stimuliert es die Bildung von Interferonen, anderen Interleukinen und Tumornekrosefaktoren. Gleichzeitig aktiviert es auch zytotoxische Zellen wie natürliche Killerzellen, lymphokinaktivierte Killerzellen oder tumorzerstörende Lymphozyten.
Schließlich sorgt es auch für die Aktivierung der Makrophagen. Allerdings kann Interleukin-2 diese Funktionen nur nach der Bindung an die Interleukin-2-Rezeptoren erfüllen. Wird der Rezeptor durch den monoklonalen Antikörper blockiert, können die Immunzellen nicht mehr so stark aktiviert werden. Das Immunsystem wird geschwächt und damit auch die Abstoßungsreaktionen gegen fremde Organe. Bei der multiplen Sklerose wird wiederum die Autoimmunreaktion des Immunsystems gegen die Markscheiden des zentralen Nervensystems gehemmt.
Die europäische Produktinformation des damals gegen multiple Sklerose zugelassenen Präparates beschreibt diesen Vorgang genauer. Der Antikörper bindet an CD25 und verhindert damit, dass Interleukin-2 an diese Stelle andockt. Die Signalübertragung wird dadurch nicht einfach abgeschaltet, sondern umgelenkt: Die stark bindende Form des Interleukin-2-Rezeptors wird blockiert, wodurch mehr Interleukin-2 für die schwächer bindende Form zur Verfügung steht. Zwei Folgen galten als bedeutsam für die Wirkung bei multipler Sklerose. Zum einen wurden aktivierte T-Zellen gezielt gebremst, zum anderen vermehrten sich bestimmte natürliche Killerzellen, die ihrerseits aktivierte T-Zellen zurückdrängten. In Studien stieg die Zahl dieser Killerzellen auf etwa das Fünffache des Ausgangswerts, während die Zahl der regulatorischen T-Zellen um rund 60 Prozent abnahm; beide Werte kehrten etwa 20 bis 24 Wochen nach der letzten Gabe auf die Ausgangslage zurück.
Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung
Nach der Spritze unter die Haut wurde der höchste Blutspiegel im Mittel nach fünf bis sieben Tagen erreicht. Etwa 90 Prozent der zugeführten Menge gelangten dabei in den Blutkreislauf. Ein Gleichgewicht zwischen Zufuhr und Abbau stellte sich mit der vierten Gabe ein; der Wirkstoff reicherte sich bis auf etwa das Zweieinhalbfache des Werts nach einer einzelnen Gabe an.
Das Verteilungsvolumen im Gleichgewichtszustand lag bei etwa 6,34 Litern für eine Person von 68 Kilogramm. Dieser kleine Wert spricht dafür, dass sich der Antikörper im Wesentlichen in den Blutgefäßen und im Raum zwischen den Zellen aufhielt und nicht in die Zellen selbst gelangte.
Wie der Körper Daclizumab im Einzelnen abbaute, wurde nicht geklärt. Da es sich um einen Antikörper der Klasse IgG1 handelt, wurde angenommen, dass er wie körpereigenes IgG in Eiweißbausteine und Aminosäuren zerlegt wird. Ein Abbau über Leberenzyme wie die Cytochrome war nicht zu erwarten, eine Ausscheidung über die Nieren ebenfalls nicht. Die Halbwertszeit im Blut betrug etwa 21 Tage. Bei Behandelten, die neutralisierende Antikörper gegen den Wirkstoff bildeten, wurde er im Mittel um 19 Prozent schneller aus dem Blut entfernt. Solche Antikörper traten überwiegend im ersten Behandlungsjahr auf; in der Zulassungsstudie wurden sie bei acht Prozent der Teilnehmer gefunden, bei den meisten von ihnen nur vorübergehend. Studien zur Frage, wie sich eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung auf das Verhalten des Wirkstoffs im Körper auswirkt, wurden nicht durchgeführt.
Medizinische Anwendung & Verwendung
In Europa wurde Daclizumab für die Anwendung nach Nierentransplantationen im Rahmen einer Kombinationstherapie mit Kortikosteroiden und Ciclosporin angewendet. Die Zulassung wurde jedoch auf Antrag des Herstellers zum 01.01.2009 aus kommerziellen Gründen wieder zurückgenommen. Die Rücknahme hat demnach nichts mit eventuellen Nebenwirkungen zu tun. Ein später gegen multiple Sklerose zugelassenes Präparat wurde dagegen 2018 aus Sicherheitsgründen weltweit vom Markt genommen; seither steht Daclizumab für keine Anwendung mehr zur Verfügung.
Neben der Anwendung bei Nierentransplantationen zeigten klinische Studien auch gute Ergebnisse bei Herztransplantationen. In Studien wurde es außerdem erfolgreich bei Uveitis eingesetzt. Uveitis ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut. Diese Erkrankung ist eine Autoimmunreaktion gegen die Uvea (mittlere Augenhaut) nach vorausgegangenen Infektionen. Durch die Anwendung der monoklonalen Antikörper gegen den IL-2-Rezeptor traten Verbesserungen der Symptome auf, da die immunologisch bedingten Entzündungsreaktionen abgeschwächt werden.
Nach dem gleichen Mechanismus wurde auch die multiple Sklerose behandelt. Bei multipler Sklerose reagiert das Immunsystem gegen die Myelinscheiden des zentralen Nervensystems. Es kommt zu Läsionen in diesen Myelinscheiden, die langfristig zu neurologischen Problemen führen. Durch die Reduzierung der Entzündungsreaktionen konnten solche Verletzungen der Markscheiden anfangs auch wieder rückgängig gemacht werden.
Bei Nierentransplantationen wurde Daclizumab intravenös verabreicht, insgesamt in fünf Infusionen. So wurde zunächst 24 Stunden vor der Transplantation erstmalig das Medikament in die Vene gegeben. Danach erfolgte alle 14 Tage eine Infusion. Bei multipler Sklerose wurde Daclizumab dagegen nicht als Infusion gegeben, sondern unter die Haut gespritzt.
Verabreichung & Dosierung
Daclizumab war ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) eingesetzt wurde. Aufgrund schwerwiegender Nebenwirkungen, insbesondere schwerer Immunreaktionen, wurde das Medikament 2018 weltweit vom Markt genommen.
Bei der früheren Verabreichung von Daclizumab war besondere Vorsicht geboten. Das Medikament wurde in der Regel subkutan in einer Dosierung von 150 mg einmal monatlich verabreicht. Die Dosierung musste streng eingehalten werden, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Vor Beginn der Therapie waren umfangreiche Untersuchungen notwendig, insbesondere zur Leberfunktion, da das Medikament mit einem erhöhten Risiko für schwere Hepatotoxizität verbunden war.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, insbesondere Leberfunktionswerte (ALT, AST, Bilirubin), waren während der gesamten Behandlungsdauer essenziell. Vor Therapiebeginn mussten diese Werte bestimmt werden, gefolgt von monatlichen Kontrollen während der Behandlung und noch mehrere Monate darüber hinaus. Bei auffälligen Werten musste die Behandlung sofort unterbrochen werden.
Zudem konnte Daclizumab schwere Hautreaktionen, Infektionen und systemische entzündliche Erkrankungen auslösen. Patienten mussten über mögliche Symptome wie Fieber, Ausschlag oder Gelbsucht informiert und angehalten werden, bei ersten Anzeichen sofort ärztliche Hilfe aufzusuchen. Aufgrund dieser Risiken wurde das Medikament schließlich vom Markt genommen und ist nicht mehr verfügbar.
Risiken & Nebenwirkungen
Daclizumab war absolut kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und während des Stillens; für das Präparat gegen multiple Sklerose kam eine vorbestehende Lebererkrankung oder Leberfunktionsstörung als Gegenanzeige hinzu. Überempfindlichkeitsreaktionen traten sehr selten auf. Dabei handelt es sich um eine Anaphylaxie, die sich auch bis zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock entwickeln kann.
Häufigere Nebenwirkungen waren jedoch Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Tremor, arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Atemprobleme, verschiedene Verdauungsstörungen, Schmerzen in der Skelettmuskulatur und Ödeme.
In den Studien zur Anwendung nach einer Nierentransplantation zeigte Daclizumab keine Auswirkungen auf die Infekthäufigkeit oder die Häufigkeit, an Krebs zu erkranken. Bei der späteren Anwendung gegen multiple Sklerose traten dagegen schwere immunvermittelte Nebenwirkungen auf, darunter Leberschäden bis hin zur tödlich verlaufenden Autoimmunhepatitis und zum Leberversagen. Sie führten 2018 zur weltweiten Marktrücknahme.
Der Ablauf des Jahres 2018 ist in den Unterlagen der Europäischen Arzneimittel-Agentur festgehalten. Die Europäische Kommission beantragte am 26. Februar 2018 eine Überprüfung des Präparates nach Artikel 20 der Verordnung (EG) Nr. 726/2004. Noch während dieses Verfahrens empfahl der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz am 6. März 2018, die Zulassung ruhen zu lassen und das Präparat zurückzurufen; die Europäische Kommission traf am 8. März 2018 eine entsprechende rechtsverbindliche Entscheidung. Am 27. März 2018 nahm sie die Zulassung auf Antrag des Zulassungsinhabers vollständig zurück. Der Ausschuss bestätigte danach seine Einschätzung, dass der Wirkstoff ein Risiko für schwere und möglicherweise tödliche Immunreaktionen an Gehirn, Leber und weiteren Organen trägt, dass dieses Risiko vom Behandlungsbeginn an und noch mehrere Monate nach dem Absetzen besteht und dass sich nicht vorhersagen lässt, wen es trifft.
Zugelassen worden war das Präparat gegen multiple Sklerose im Jahr 2016. Bis zur Rücknahme wurden weltweit mehr als 10.000 Menschen damit behandelt; der größte Teil der Behandelten in der Europäischen Union entfiel auf Deutschland.
Kontraindikationen
Daclizumab wurde aufgrund schwerwiegender Nebenwirkungen, insbesondere immunvermittelter Entzündungen und Leberschäden, 2018 vom Markt genommen. Während seiner Anwendung gab es jedoch mehrere Kontraindikationen, die eine Behandlung ausschlossen.
Eine der wichtigsten Kontraindikationen war eine bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung. Daclizumab konnte eine schwere Hepatotoxizität verursachen, weshalb Patienten mit bereits eingeschränkter Leberfunktion oder erhöhten Leberenzymwerten nicht behandelt werden durften.
Bei Patienten mit bekannten Autoimmunerkrankungen außerhalb der Multiplen Sklerose, insbesondere solchen mit systemischen Entzündungsreaktionen wie Lupus erythematodes oder rheumatoider Arthritis, wurde ein Therapiebeginn nicht empfohlen. Daclizumab konnte starke Immunreaktionen hervorrufen, die bestehende Autoimmunprozesse verschlimmern konnten.
Eine aktive oder chronische Infektion erforderte ebenfalls besondere Vorsicht, da das Medikament die Immunabwehr modulierte und das Risiko schwerwiegender Infektionen erhöhte. Besonders gefährlich war eine gleichzeitige Infektion mit Hepatitis B oder C, da eine Immunreaktion gegen die Leber verstärkt werden konnte.
Eine weitere Kontraindikation war eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Daclizumab oder seine Hilfsstoffe. In der Schwangerschaft durfte Daclizumab nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen die Risiken überwog, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorlagen; während der Stillzeit war das Präparat für die Transplantationsmedizin ausdrücklich kontraindiziert.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Daclizumab, ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose, wurde aufgrund schwerwiegender Nebenwirkungen vom Markt genommen. Während seiner Anwendung gab es potenzielle Interaktionen mit anderen Medikamenten, insbesondere solchen, die das Immunsystem beeinflussen oder die Leberfunktion betreffen.
Da Daclizumab das Immunsystem modulierte, bestand ein erhöhtes Risiko für Wechselwirkungen mit anderen Immunsuppressiva oder Biologika, wie Natalizumab oder Rituximab. Eine gleichzeitige Anwendung konnte das Risiko schwerwiegender Infektionen und überschießender Immunreaktionen verstärken.
Besondere Vorsicht war auch bei Medikamenten geboten, die die Leber belasten. Dazu gehörten unter anderem nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) in hoher Dosierung, Paracetamol oder bestimmte Antibiotika wie Rifampicin. Da Daclizumab selbst mit Hepatotoxizität assoziiert war, konnten diese Substanzen das Risiko für Leberschäden zusätzlich erhöhen.
Auch Impfungen stellten eine potenzielle Interaktion dar. Lebendimpfstoffe wie der MMR- oder Varizellen-Impfstoff sollten während und bis zu vier Monate nach der Behandlung vermieden werden, da das abgeschwächte Immunsystem die Impfreaktion beeinträchtigen konnte.
Zudem war Vorsicht geboten bei Patienten, die Medikamente mit immunmodulierender Wirkung, wie Kortikosteroide oder Methotrexat, einnahmen, da die Kombination die Immunabwehr zusätzlich schwächen konnte.
Alternative Behandlungsmethoden
Da Daclizumab zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) eingesetzt wurde, stehen verschiedene alternative Wirkstoffe und Behandlungsmethoden zur Verfügung, falls das Medikament nicht vertragen wurde oder aufgrund seiner Sicherheitsrisiken nicht infrage kam.
Als krankheitsmodifizierende Therapie (DMT) gibt es mehrere zugelassene Alternativen. Interferon-beta-Präparate (z. B. Rebif, Avonex, Betaferon) und Glatirameracetat (Copaxone) sind bewährte Medikamente mit einem etablierten Sicherheitsprofil. Sie modulieren das Immunsystem und reduzieren die Schubrate. Für Patienten mit höherer Krankheitsaktivität stehen orale Therapien wie Dimethylfumarat (Tecfidera), Fingolimod (Gilenya) oder Cladribin (Mavenclad) zur Verfügung. Siponimod (Mayzent) ist dagegen für die sekundär progrediente Verlaufsform mit Krankheitsaktivität zugelassen.
Für schwerere Verlaufsformen kommen monoklonale Antikörper wie Natalizumab (Tysabri) oder Ocrelizumab (Ocrevus) infrage, die gezielt Immunzellen beeinflussen. Diese Medikamente erfordern jedoch engmaschige Überwachung, insbesondere hinsichtlich des Infektionsrisikos.
Zusätzlich zu medikamentösen Optionen spielen physiotherapeutische Maßnahmen, Ernährungsanpassungen und Stressreduktion eine wichtige Rolle. Regelmäßige Bewegung kann Beschwerden lindern und die Beweglichkeit erhalten. Ob eine Vitamin-D-Supplementierung oder eine entzündungshemmende Ernährung den Krankheitsverlauf beeinflusst, ist dagegen nicht gesichert. In einigen Fällen wird auch die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation (AHSCT) als Option für hochaktive MS diskutiert.
Quellen
- Peter, H.-H., Pichler, W. J., Müller-Ladner, U. (Hrsg.): Klinische Immunologie.
ISBN: 9783437232565
- Murphy, K., Weaver, C.: Janeway Immunologie.
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- Berlit, P. (Hrsg.): Klinische Neurologie.
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- Diener, H.-C., Fink, G. R. (Hrsg.): Therapie-Handbuch Neurologie.
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- Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
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