Schmerztabletten

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 6. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Medikamente Schmerztabletten

Schmerztabletten dienen der Schmerzlinderung aller möglichen Schmerzzustände, die im menschlichen Körper auftreten können. Je nach Beschwerderegion und -stärke gibt es auch verschiedene Schmerztabletten, deren Wirkstoff auf das jeweilige Beschwerdebild ausgelegt ist.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schmerztabletten?

Schmerztabletten
Schmerztabletten dienen der Schmerzlinderung aller möglichen Schmerzzustände, die im menschlichen Körper auftreten können.

Schmerztabletten enthalten Wirkstoffe aus der Gruppe der Analgetika (schmerzlindernde Stoffe). Streng genommen bezeichnet das Wort keine eigene Wirkstoffgruppe, sondern nur die Darreichungsform: Dieselben Wirkstoffe gibt es auch als Brausetablette, Saft, Zäpfchen, Pflaster oder Spritze. Was über die Wirkung und die Risiken gesagt wird, gilt daher jeweils für den enthaltenen Wirkstoff, nicht für „die Tablette“. Es gibt sie in unterschiedlichen Wirkungsstärken und vor allem auch -gebieten und -spektren zu kaufen.

Dabei unterscheidet man zusätzlich zwischen homöopathischen und schulmedizinischen bzw. pharmazeutischen Schmerztabletten. Die Wirkungsweise ist hier von Grund auf unterschiedlich. Manche Schmerztabletten sind ab einer gewissen Dosierung, andere generell verschreibungspflichtig. Bei starken Schmerzen lässt sich der Gang zum Arzt des Vertrauens meistens nicht vermeiden, gerade bei Fällen, in denen die genaue Schmerzursache ungeklärt ist.

Hier sollte ein Patient immer zuerst einen Arzt aufsuchen. Schmerztabletten sind darauf ausgelegt, ihre schmerzlindernde Wirkung in einer kurzen Zeitspanne zu entfalten, um dem Anwender schnellstmögliche Linderung zu verschaffen.

Geschichte & Entwicklung

Die Entdeckung und Entwicklung von Schmerztabletten hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Bereits vor Tausenden von Jahren nutzten Kulturen wie die Sumerer und Ägypter pflanzliche Mittel wie Mohn, aus dem Opium gewonnen wird, zur Schmerzlinderung.

Im 19. Jahrhundert markierte die Isolation von Morphin aus Opium durch den deutschen Apotheker Friedrich Sertürner einen bedeutenden Fortschritt. Morphin wurde als starkes Schmerzmittel anerkannt, jedoch aufgrund seiner süchtig machenden Eigenschaften mit Vorsicht verwendet. In den folgenden Jahrzehnten wurden weitere Opioide wie Codein und Heroin entwickelt, wobei letzteres später wegen seiner hohen Abhängigkeitsgefahr verboten wurde.

Ein weiterer Meilenstein war die Entwicklung von Acetylsalicylsäure, besser bekannt als Aspirin, durch Felix Hoffmann bei Bayer im Jahr 1897. Aspirin wurde schnell populär, da es nicht nur Schmerzen linderte, sondern auch entzündungshemmende und fiebersenkende Eigenschaften hatte.

Im 20. Jahrhundert wurden zahlreiche nicht-opioide Schmerzmittel entwickelt. Paracetamol (auch als Acetaminophen bekannt) war zwar schon im 19. Jahrhundert bekannt, kam aber erst in den 1950er Jahren breit auf den Markt und bot eine wirksame Alternative zu Aspirin, insbesondere für Patienten, die empfindlich auf Aspirin reagierten. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen und Naproxen kamen in den 1960er und 1970er Jahren auf den Markt und erweiterten die Möglichkeiten der Schmerzbehandlung erheblich.

Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung im Bereich der Schmerzmittel hat dazu geführt, dass heute eine breite Palette von Medikamenten zur Verfügung steht, die spezifisch auf verschiedene Arten von Schmerzen und individuelle Patientenbedürfnisse abgestimmt sind.

Medizinische Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Schmerztabletten werden mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (idealerweise Wasser) meist unzerkaut eingenommen. Es gibt auch lösliche Formen von Schmerztabletten, welche in Flüssigkeit vollständig aufgelöst und durch Trinken eingenommen werden.

Eine genaue Dosierungs- und Anwendungsanleitung beinhaltet die Packungsbeilage, die jede Form der Schmerztablette mitführt, unabhängig von Stärke oder Wirkungsbereich. Hat der behandelnde Arzt eine abweichende Dosierung angeordnet, so ist diese anzuwenden. Die Wirkung entfaltet sich auf verschiedene Art und Weise und über unterschiedliche Wege.

Manche Schmerztabletten wirken z.B. muskelentspannend, krampflösend, generell entspannend oder auch zentral im Gehirn, wo sie das Schmerzzentrum beeinflussen und dort das Schmerzempfinden herabsetzen. Zentral wirkende Schmerztabletten sind fast ausnahmslos verschreibungspflichtig, da es sich meist um sog. Opioide handelt.

Pflanzliche, natürliche & pharmazeutische Schmerztabletten

In der Kategorie der Schmerztabletten gibt es, wie bereits erwähnt, große Unterschiede in den Wirkungsbereichen und der Dosierung. Pharmazeutische Schmerztabletten enthalten einen oder wenige genau bestimmte Wirkstoffe in festgelegter Menge, die über den Blutkreislauf zum Wirkort gelangen, während pflanzliche Mittel Vielstoffgemische sind, deren Bestandteile an mehreren Stellen zugleich angreifen können.

Teilweise ist aber eine längere oder kurzfristig hintereinanderfolgende Einnahme erforderlich, je nach Schmerzart, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Für ein homöopathisches Mittel ist eine über den Placeboeffekt hinausgehende Wirksamkeit wissenschaftlich allerdings nicht belegt. Arzneimittelrechtlich sind solche Präparate zwar Arzneimittel, sie werden jedoch in der Regel nur registriert und nicht zugelassen – einen Wirksamkeitsnachweis müssen sie dafür nicht erbringen.

Schmerztabletten gibt es außerdem in verschiedenen Dosierungen. Man sollte bei den pharmazeutischen Mitteln auf die geringstmögliche Dosis zurückgreifen, die den Schmerz zufriedenstellend lindert. So lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen oder schädigende Nebeneffekte minimieren. Bei zunehmenden Schmerzen sollte nach einem Schmerzplan sehr vorsichtig und stufenweise vorgegangen werden. In der Homöopathie wird nach ihrer eigenen Lehre bewusst sehr niedrig dosiert; die dort üblichen Einnahmevorschriften folgen dieser Lehre und nicht einem nachgewiesenen pharmakologischen Wirkprinzip.

So verlangen die Anwendungsempfehlungen einiger homöopathischer Hersteller zum Beispiel, auf mentholhaltige Zahnpasta zu verzichten. Hier kurz zu erwähnen sind insbesondere auch Cannabinoide, die in der natürlichen Schmerztherapie heutzutage wieder häufiger, gerade bei chronischen Schmerzen, eingesetzt werden und auf ärztliche Verordnung in der Apotheke erhältlich sind; seit dem 1. April 2024 gilt Medizinal-Cannabis in Deutschland nicht mehr als Betäubungsmittel und wird auf einem gewöhnlichen Rezept verschrieben.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Bei der Anwendung von Schmerztabletten kann es auch zu Nebenwirkungen kommen. Die häufigsten sind dabei Magen- und Darmbeschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.

Einige Schmerztabletten erzeugen im Nachhinein auch einen sog. Medikamentenkopfschmerz, hier ist darauf zu achten, das Mittel abzusetzen und damit die Nebenwirkung aufzuheben. Oftmals wird der Fehler gemacht und erneut das Mittel gegen die dann auftretenden Kopfschmerzen eingesetzt. Das Absetzen sollte ärztlich begleitet werden, weil die Kopfschmerzen in den ersten Tagen danach zunächst noch einmal stärker werden können.

Außerdem besteht bei Schmerztabletten die Gefahr einer Überdosierung. Diese ist zu verhindern und kann ungeahnte Folgen haben, bis hin zu Magendurchbrüchen, Blutungen und Tod. Eine langfristige und nicht ärztlich kontrollierte Einnahme von Schmerztabletten sollte unbedingt vermieden werden, da Langzeitschäden teilweise nicht auszuschließen sind.

Welches Organ dabei belastet wird, hängt vom Wirkstoff ab und nicht von der Tablettenform: Paracetamol schädigt bei Überdosierung die Leber, Ibuprofen und Diclofenac greifen Magenschleimhaut und Nieren an und belasten Herz und Kreislauf, Acetylsalicylsäure hemmt zusätzlich die Blutgerinnung, und Metamizol kann in seltenen Fällen eine Agranulozytose auslösen. Ein Satz über „Schmerztabletten“ trifft deshalb fast nie auf alle zu. Auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ist ebenso zu achten. Häufig unterschätzt wird dabei, dass derselbe Wirkstoff in unterschiedlich benannten Präparaten steckt: Paracetamol ist beispielsweise Bestandteil zahlreicher Erkältungs- und Grippemittel, sodass es zu einer unbeabsichtigten Doppeleinnahme kommen kann. Nichtsteroidale Antirheumatika schwächen zudem die Wirkung vieler Blutdrucksenker ab und erhöhen zusammen mit gerinnungshemmenden Medikamenten das Blutungsrisiko.

Auch die Bauart der Tablette hat Folgen für die Anwendung. Eine Filmtablette ist mit einem Überzug versehen, der den Geschmack überdeckt und das Schlucken erleichtert; eine magensaftresistente Tablette schützt den Wirkstoff vor der Magensäure oder die Magenschleimhaut vor dem Wirkstoff und darf deshalb nicht zerkleinert werden. Retardtabletten geben ihren Wirkstoff über einen längeren Zeitraum gleichmäßig ab – werden sie zerbissen oder gemörsert, gelangt die gesamte Menge auf einmal in den Körper, was gerade bei Opioiden gefährlich ist. Eine Bruchrille bedeutet nicht in jedem Fall, dass die Tablette geteilt werden darf; ob das zulässig ist, steht in der Packungsbeilage. Brause- und Schmelztabletten sind für Menschen mit Schluckbeschwerden gedacht, wobei Brausetabletten wegen ihres Natriumgehalts bei einer salzarmen Ernährung ungeeignet sein können.

Auch das Getränk zur Einnahme ist nicht gleichgültig. Leitungswasser ist die Regel; Milch, Kaffee, schwarzer Tee, Grapefruitsaft und Alkohol können die Aufnahme einzelner Wirkstoffe verändern oder deren Abbau in der Leber beeinflussen. Reichlich Flüssigkeit ist auch deshalb sinnvoll, weil eine mit zu wenig Wasser geschluckte Tablette in der Speiseröhre liegen bleiben und dort die Schleimhaut reizen kann; aus demselben Grund erfolgt die Einnahme in aufrechter Haltung und nicht im Liegen.

Anwendung & Sicherheit

Die Anwendung von Schmerztabletten erfolgt in der Regel oral, wobei die Dosierung und Häufigkeit abhängig von der Art des Medikaments und der Schwere der Schmerzen sind. Es ist wichtig, die Anweisungen des Arztes oder die Packungsbeilage genau zu befolgen. Schmerztabletten wie Paracetamol, Ibuprofen und Aspirin werden häufig verwendet, wobei Paracetamol meist bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber, und Ibuprofen sowie Aspirin auch bei entzündlichen Schmerzen zum Einsatz kommen.

Sicherheit ist ein zentraler Aspekt bei der Anwendung von Schmerztabletten. Überdosierung oder längerer Gebrauch können zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, wie Leberschäden bei Paracetamol oder Magen-Darm-Blutungen bei NSAR wie Ibuprofen und Aspirin. Daher sollten diese Medikamente immer gemäß den empfohlenen Dosierungen eingenommen werden. Patienten mit bestehenden Gesundheitsproblemen oder solche, die andere Medikamente einnehmen, sollten vor der Verwendung von Schmerztabletten ihren Arzt konsultieren, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Die Qualitätskontrolle bei der Herstellung von Schmerztabletten unterliegt strengen regulatorischen Standards. Hersteller müssen nach den Richtlinien der Good Manufacturing Practice (GMP) arbeiten, die sicherstellen, dass Produkte konsequent nach Qualitätsstandards produziert und kontrolliert werden. Dies umfasst Prüfungen auf Reinheit, Wirksamkeit und Sicherheit der Wirkstoffe, sowie die Überwachung des gesamten Herstellungsprozesses, um Verunreinigungen und Fehler zu vermeiden.

Regulierungsbehörden wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) in Europa überwachen und genehmigen die Herstellung und den Vertrieb von Schmerzmitteln, um sicherzustellen, dass sie den erforderlichen Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen.

Alternativen

Alternative Medikamente zu den gängigen rezeptfreien Schmerztabletten umfassen eine Vielzahl von Therapieformen, die je nach Art und Schwere des Schmerzes angewendet werden können. Zu den wichtigsten Alternativen zählen topische Schmerzmittel, Antidepressiva, Antikonvulsiva und Opioide. Zu beachten ist dabei, dass Antidepressiva, Antikonvulsiva und Opioide ihrerseits meist als Tablette eingenommen werden: Sie sind eine Alternative zum Wirkstoff, nicht zur Darreichungsform.

Topische Schmerzmittel wie Lidocain-Pflaster oder Capsaicin-Cremes werden direkt auf die Haut aufgetragen und wirken lokal, wodurch systemische Nebenwirkungen minimiert werden. Sie sind besonders nützlich bei neuropathischen Schmerzen oder oberflächlichen Verletzungen.

Antidepressiva, insbesondere trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) wie Duloxetin, werden oft bei chronischen Schmerzen wie Fibromyalgie oder neuropathischen Schmerzen eingesetzt. Sie wirken, indem sie die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem beeinflussen.

Antikonvulsiva wie Gabapentin und Pregabalin werden ebenfalls bei neuropathischen Schmerzen verwendet. Diese Medikamente stabilisieren überaktive Nerven und reduzieren so Schmerzsignale.

Opioide wie Morphin, Oxycodon und Fentanyl sind starke Schmerzmittel, die bei schweren, akuten oder chronischen Schmerzen verschrieben werden. Aufgrund ihres hohen Suchtpotentials und Nebenwirkungsprofils werden sie jedoch mit Vorsicht und oft nur als letzte Option verwendet.

Verglichen mit nicht-medikamentösen Therapieformen bieten diese alternativen Medikamente spezifische Vorteile, insbesondere bei schwer zu behandelnden Schmerzen. Nicht-medikamentöse Ansätze wie Physiotherapie, Akupunktur, Massage und kognitive Verhaltenstherapie (CBT) zielen darauf ab, die körperliche und psychische Komponente von Schmerz zu adressieren. Physiotherapie kann die Beweglichkeit und Stärke verbessern, Akupunktur und Massage können muskuläre Spannungen und Schmerzen lindern, während CBT hilft, die Wahrnehmung und das Management von Schmerzen zu verändern.

Insgesamt hängt die Wahl der Therapieform von der individuellen Schmerzart, der Schmerzursache und den spezifischen Bedürfnissen des Patienten ab. Oftmals ist eine multimodale Behandlung, die Medikamente mit nicht-medikamentösen Therapien kombiniert, am effektivsten.

Forschung & Zukunft

Aktuelle Trends in der Forschung zu Schmerztabletten konzentrieren sich auf die Entwicklung von Medikamenten, die effektiver sind und weniger Nebenwirkungen haben als herkömmliche Schmerzmittel. Ein wichtiger Bereich ist die Erforschung von selektiven COX-2-Hemmern, die wie traditionelle NSAR wirken, aber weniger Magen-Darm-Nebenwirkungen verursachen. Diese Medikamente zielen darauf ab, Entzündungen und Schmerzen zu reduzieren, ohne die Magenschleimhaut zu schädigen. Neu sind sie allerdings nicht mehr: Die ersten Vertreter kamen bereits um die Jahrtausendwende auf den Markt, und Rofecoxib wurde 2004 wegen eines erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos weltweit vom Markt genommen. Nach heutigem Kenntnisstand schonen COX-2-Hemmer zwar den Magen, belasten Herz und Kreislauf aber stärker als anfangs angenommen.

Ein weiterer bedeutender Trend ist die Entwicklung von Medikamenten, die spezifische Schmerzrezeptoren ansprechen. Beispielsweise zielt die Forschung auf die TRPV1-Rezeptoren ab, die bei der Weiterleitung von Schmerzsignalen eine Rolle spielen. Inhibitoren dieser Rezeptoren könnten neue Wege zur Schmerzbehandlung eröffnen, insbesondere bei neuropathischen Schmerzen.

Es gibt auch Fortschritte bei der Entwicklung von Biologika, wie Antikörpern gegen Nerve Growth Factor (NGF). Diese Biologika, wie Tanezumab, bieten einen neuen Ansatz zur Schmerzbehandlung, indem sie direkt die Schmerzsignalübertragung blockieren. Sie haben das Potenzial, chronische Schmerzen effektiver zu behandeln, insbesondere bei Osteoarthritis und Rückenschmerzen. Für Tanezumab selbst wurde die Zulassung 2021 abgelehnt, nachdem in den Studien rasch fortschreitende Gelenkschäden aufgetreten waren; die Entwicklung wurde daraufhin eingestellt.

Die Forschung zur individualisierten Schmerztherapie nutzt genetische Analysen, um vorherzusagen, wie Patienten auf bestimmte Schmerzmittel ansprechen werden. Diese personalisierte Medizin kann helfen, die wirksamsten und sichersten Medikamente für jeden Patienten zu identifizieren, basierend auf ihrem genetischen Profil.

Darüber hinaus wird die Verwendung von Cannabinoiden zur Schmerzbehandlung intensiv untersucht. Für Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) ist die Studienlage bislang uneinheitlich; belegt ist vor allem ein begrenzter Nutzen bei einzelnen Schmerzformen. Es wird weiter daran geforscht, wie sie am besten eingesetzt werden können, um verschiedene Arten von Schmerzen zu behandeln.

Diese Trends und neuen Ansätze zeigen das Bestreben, die Schmerztherapie zu verbessern, indem sie gezielter und nebenwirkungsärmer gestaltet wird.

Quellen

  • Diener, H.-C., Baron, R., Maier, C. (Hrsg.): Die Schmerztherapie.
    ISBN: 9783437215421
  • Geber, C., Gierthmühlen, J., Klinger, R., Rittner, H. (Hrsg.): Praktische Schmerzmedizin.
    ISBN: 9783662736074
  • Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R., Nilges, P. (Hrsg.): Schmerzpsychotherapie.
    ISBN: 9783662505113
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541
  • Herdegen, T. (Hrsg.): Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783132453470

Das könnte Sie auch interessieren