Mannitol
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 17. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Bei Mannitol handelt es sich um ein Arzneimittel, welches zur Wirkstoffklasse der Diuretika gehört. Mannitol ist ein Osmodiuretikum; die deutschen Fachinformationen führen als Anwendungsgebiete unter anderem die Vorbeugung eines akuten Nierenversagens sowie die Senkung des Hirn- und des Augeninnendrucks auf.
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Was ist Mannitol?
Mannitol, auch bekannt unter dem Namen Mannit, ist ein Zuckeralkohol (ein nichtcyclisches Polyol), der sich chemisch-strukturell von der Mannose ableitet. Die Mannose ist ein Diastereoisomer der Glucose. Der Name des Zuckeralkohols Mannit stammt von dem süßen Saft der Manna-Esche. Der getrocknete Saft der Manna-Esche enthält einen Mannitolanteil von etwa 13 Prozent.
Das Vorkommen von Mannit in der Natur ist relativ häufig, im Vergleich zu anderen Medikamenten dieser Wirkstoffklasse. So findet sich Mannitol beispielsweise in Ölbaumgewächsen, Braunwurzelgewächsen, Pilzen und Flechten. Der höchste Anteil von Mannit wurde in Meeresalgen, Lärchen, Oliven- und Feigenbäumen nachgewiesen. Dort kann der Mannitgehalt bei bis zu 20 Prozent liegen, wobei die Braunalge einen Gehalt von bis zu 40 Prozent hat. Das Mannit ist das Produkt aus der Hydrierung von Fructose (Fruchtzucker).
Arzneilich wird Mannitol der Gruppe der Osmodiuretika zugeordnet; es trägt den ATC-Code B05BC01. Die in Deutschland zugelassene Infusionslösung ist apothekenpflichtig. Außer dem Wirkstoff enthält sie lediglich Wasser für Injektionszwecke und Natriumhydroxid-Lösung; sie ist steril und frei von fiebererzeugenden Stoffen. Ihre osmotische Konzentration liegt deutlich über der des Blutplasmas, und genau darauf beruht die Wirkung. Verabreicht wird sie über einen zentralen Venenzugang.
Pharmakologische Wirkung
Mannitol findet Anwendung im Bereich der Lebensmittelindustrie als Süßungsmittel, welches als Zusatzstoff E421 gekennzeichnet ist. Es hat eine Süßungskraft von bis zu 69 Prozent. Neben der Anwendung in der Lebensmittelindustrie wird Mannit auch als Arzneimittel in der Pharmaindustrie verwendet. Es gehört zur Wirkstoffklasse der Diuretika und hat einen festen Aggregatzustand.
Als Osmodiuretikum hat das Mannitol den Vorteil, dass es nicht durch chemische Prozesse des Körpers (durch den Stoffwechsel) in ein Zwischenprodukt umgewandelt werden kann. Das Mannit gelangt als organismusfremder Stoff in den Blutkreislauf und wird dort nicht verstoffwechselt. Es wird demnach glomerulär filtriert (durch die Nierenkörperchen) und tubulär (ableitender Harnweg) nicht resorbiert. Dies hat zur Folge, dass der Wirkstoff eine harntreibende und abführende Funktion hat.
Der Wirkstoff darf deshalb nicht angewendet werden, wenn nach der Probeinfusion eine anhaltende Harnausscheidungsstörung oder eine kardiale Dekompensation (verminderte Herzleistung) vorliegt. Auch eine Störung der Blut-Hirn-Schranke, intrakraniale Blutungen und ein Lungenödem führen die Fachinformationen als Gegenanzeigen auf.
Der Mechanismus der Osmotherapie beruht darauf, dass Mannitol die osmotische Konzentration des Blutes anhebt und damit ein Gefälle zwischen dem Gewebe und der Blutbahn aufbaut. Diesem Gefälle folgend tritt Wasser aus dem Gewebe in das Blut über. Organe mit hohem Wassergehalt, zu denen das Gehirn gehört, verlieren auf diesem Weg an Volumen. Nach einer Kurzinfusion fällt der Druck im Schädelinneren deutlich ab; die Wirkung erreicht ihr Maximum erst nach einiger Zeit und klingt anschließend wieder ab.
An der Niere setzt Mannitol den Gefäßwiderstand herab und fördert die Durchblutung des Organs. Dadurch bilden sich die Wasseransammlung im Zwischengewebe und die daraus folgende Einengung der Nierenkanälchen zurück. Die Rückresorption von Natrium ändert sich dabei nicht, die von Wasser nimmt dagegen ab: Mannitol verteilt sich rasch im Raum außerhalb der Zellen, dringt aber nicht in die Zellen selbst ein. Ein großer Teil der zugeführten Menge erscheint schon in den ersten Stunden wieder im Harn, im Blut bleibt der Stoff darüber hinaus noch länger nachweisbar.
Medizinische Anwendung & Verwendung
In der Medizin wird Mannit in Form von Tabletten, Lösungen (oral), Infusion oder als Inhalation angewendet. Die häufigste Anwendung erfolgt, um akutem Nierenversagen durch Blut- oder Flüssigkeitsverlust (Dehydration) nach Verletzungen wie Verbrennungen, Schockzuständen oder nach Operationen vorzubeugen. Außerdem reduziert es den Augen- und Hirndruck. Bei Vergiftungen unterstützt Mannitol die forcierte Diurese und somit die Ausscheidung der schädlichen Substanz.
Neben der prophylaktischen und akuten Anwendung kann Mannit als Kontrastmittel, beispielsweise bei Bildgebenden Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes, in Form einer Lösung oral verabreicht werden.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass Mannitol auch bei Mukoviszidose- und COPD-Erkrankungen hilfreich sein kann. So verflüssigt der Wirkstoff die Schleimablagerungen in den Bronchien und ermöglicht durch eine positive Veränderung der Viskosität (Zähflüssigkeit) den Abtransport des Sekrets.
Lange Zeit galt Mannitol als Mittel der Wahl, um einem akuten Nierenversagen vorzubeugen. Nach heutigem Kenntnisstand ist dieser Einsatz jedoch umstritten: Die internationale Nierenleitlinie KDIGO kommt zu dem Schluss, dass eine Vorbeugung des akuten Nierenversagens mit Mannitol wissenschaftlich nicht begründet ist, weil aussagekräftige Vergleichsstudien fehlen. In den deutschen Fachinformationen ist diese Anwendung weiterhin als Anwendungsgebiet aufgeführt.
Die Fachinformation der deutschen Infusionslösung nennt als Anwendungsgebiete die Behandlung und Vorbeugung eines akuten Nierenversagens nach einer Verletzung oder einem Schockzustand, die Senkung des Hirndrucks bei unversehrter Blut-Hirn-Schranke, die Osmotherapie zur Vorbeugung und Behandlung eines Hirnödems, die Senkung des Augeninnendrucks beim Grünen Star sowie die Einleitung einer osmotischen Harnausscheidung bei verminderter oder versiegter Urinproduktion. Daneben dient Mannitol der Abklärung einer solchen Ausscheidungsstörung: Vor der eigentlichen Behandlung wird eine Probeinfusion gegeben, auf die eine messbare Harnmenge folgen muss. Bleibt sie aus, darf die Behandlung nicht fortgesetzt werden.
Als Inhalationspulver ist Mannitol deutlich enger zugelassen. Die amerikanische Produktinformation von Bronchitol nennt als einziges Anwendungsgebiet die ergänzende Dauerbehandlung erwachsener Patienten mit Mukoviszidose zur Verbesserung der Lungenfunktion; für Kinder und Jugendliche ist das Pulver dort nicht vorgesehen. Vor der ersten Verordnung ist ein Verträglichkeitstest unter Aufsicht einer Fachkraft vorgeschrieben, die eine schwere Verkrampfung der Bronchien behandeln kann, denn das Pulver kann selbst einen solchen Anfall auslösen. Wer den Test nicht besteht, darf das Mittel nicht erhalten. Auch bei bestandenem Test wird vor jeder Anwendung ein rasch wirksames bronchienerweiterndes Mittel inhaliert. Kommt es zu einer Bronchialverkrampfung oder zu Blut im Auswurf, ist die Behandlung abzubrechen.
Verabreichung & Dosierung
Mannitol ist ein osmotisches Diuretikum, das häufig zur Senkung des erhöhten intrakraniellen Drucks oder zur Behandlung von akutem Nierenversagen eingesetzt wird. Bei der Verabreichung von Mannitol muss die richtige Dosierung und Anwendungsweise beachtet werden, da es bei unsachgemäßer Anwendung zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann.
Mannitol wird intravenös verabreicht, meist in Form einer 10-20%igen Lösung. Die übliche Dosierung hängt von der Indikation und dem Zustand des Patienten ab. Zur Senkung des Hirndrucks beträgt die Initialdosis oft 0,25-1 g/kg Körpergewicht. Die Infusion erfolgt langsam, um eine zu schnelle osmotische Verschiebung zu vermeiden. Es ist wichtig, den Flüssigkeitshaushalt des Patienten regelmäßig zu überwachen, da Mannitol zu Dehydration führen kann. Auch die Nierenfunktion muss engmaschig kontrolliert werden, da es bei einer eingeschränkten Nierenfunktion zu einer Anreicherung von Mannitol und folglich zu einer Überlastung des Kreislaufs kommen kann.
Vor der Verabreichung sollte Mannitol auf Kristalle überprüft werden, die sich bei niedrigen Temperaturen bilden können. Diese lassen sich durch Erwärmen der Lösung auflösen. Eine regelmäßige Überwachung von Elektrolyten, insbesondere Natrium und Kalium, ist ebenfalls erforderlich, um Elektrolytstörungen wie Hyponatriämie oder Hyperkaliämie zu vermeiden.
Risiken & Nebenwirkungen
Während der Anwendung von Mannitol, kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Diese gestalten sich, je nach Form der Einnahme, unterschiedlich. Bei der Einnahme von Tabletten sollte immer berücksichtigt werden, dass der Wirkstoff den Mineral- und Flüssigkeitshaushalt beeinflusst. Dies kann Austrocknungen, akutes Nierenversagen, Tachykardie oder Herzrhythmusstörungen zur Folge haben. Weiter kann es zu Herz-Kreislauf-Problemen bis hin zum kompletten Herz-Kreislauf-Versagen kommen.
Häufig treten auch Magen-Darm-Beschwerden in Form von Übelkeit, Erbrechen oder Oberbauchschmerzen auf. Es kann zu starkem Salzverlust und dadurch entstehenden Krämpfen kommen. Wird Mannitol durch eine Infusion verabreicht, kann es zu einer starken akuten Flüssigkeitsbelastung kommen. Möglicherweise könnte auch das zu einem Herz-Kreislauf-Versagen führen.
Wenn der Wirkstoff durch Inhalation aufgenommen wird, kommt es häufig zu Nebenwirkungen wie Husten, Bluthusten, Kopfschmerzen, Beschwerden im Brustbereich oder Erbrechen. Des Weiteren können Rachen- und Kehlkopfschmerzen auftreten.
Für das Inhalationspulver sind darüber hinaus Pilzbefall im Mund, Infektionen mit Staphylokokken, Schwindel, Asthma, Ohrenschmerzen, Lungenentzündungen, Akne, Juckreiz und Harninkontinenz als gelegentliche Nebenwirkungen dokumentiert. Bei der Anwendung als Infusionslösung können Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock, Verwirrtheitszustände und akutes Nierenversagen auftreten. Die Einnahme des Wirkstoffes sollte grundsätzlich auf fachärztliche Anordnung erfolgen und lückenlos durch Laborwerte überwacht werden.
Bei einer Überdosierung stehen Verschiebungen im Wasser- und Elektrolythaushalt im Vordergrund. Die osmotische Konzentration des Blutes steigt, außerhalb der Zellen sammelt sich Flüssigkeit an, die Werte für Hämoglobin und Hämatokrit fallen ab, und Kalium tritt aus den Zellen in den umgebenden Raum über. Bei übermäßig angeregter Harnausscheidung drohen große Elektrolytverluste, insbesondere von Kalium. Als Zeichen einer Vergiftung nennt die Fachinformation Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit, Benommenheit bis hin zum Koma, begleitet von einem ausgeprägten Natriummangel im Blut und einer stark erhöhten Blutosmolalität. Die Infusion ist dann sofort abzubrechen; bleibt die Harnausscheidung aus, wird eine Blutwäsche empfohlen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Überdosierung selbst ein akutes Nierenversagen auslösen.
Kontraindikationen
Typische Kontraindikationen für die Verwendung von Mannitol betreffen Zustände, bei denen das Medikament die zugrunde liegende Problematik verschlechtern könnte. Eine wichtige Kontraindikation ist Nierenversagen, insbesondere wenn es mit einer Oligurie oder Anurie einhergeht. Da Mannitol über die Nieren ausgeschieden wird, kann eine unzureichende Nierenfunktion zu einer Akkumulation des Medikaments im Körper führen, was zu einer Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems und einer Verschlimmerung von Ödemen führt.
Auch bei schwerer Dehydratation ist Mannitol kontraindiziert, da es durch seine osmotische Wirkung die Dehydratation verstärken kann, was zu schwerwiegenden Kreislaufproblemen führt. Herzinsuffizienz oder Lungenödeme stellen ebenfalls Kontraindikationen dar, da Mannitol durch die Verschiebung von Flüssigkeiten aus dem Inneren der Zellen in den Raum außerhalb der Zellen und die damit verbundene rasche Zunahme des Blutvolumens das Risiko eines Lungenödems oder einer kardialen Dekompensation erhöhen kann.
Zusätzlich ist die Anwendung von Mannitol bei Patienten mit einer bestehenden intrakraniellen Blutung kontraindiziert, da die osmotische Wirkung zu einer Verschlimmerung der Blutung führen könnte. Auch bei schwerer Elektrolytstörung, insbesondere bei Hyperkaliämie oder Hyponatriämie, sollte Mannitol vermieden werden, da es diese Störungen weiter destabilisieren kann.
Die deutsche Fachinformation führt darüber hinaus eine nach der Probeinfusion anhaltend verminderte oder versiegte Harnausscheidung, eine kardiale Dekompensation, eine Überwässerung, eine bereits erhöhte osmotische Konzentration des Blutes sowie Abflussbehinderungen der unteren ableitenden Harnwege als Gegenanzeigen auf. Eine gestörte Blut-Hirn-Schranke, eine Blutung im Schädelinneren und ein Lungenödem stehen dort ebenfalls unter den Gegenanzeigen und nicht bloß unter den Vorsichtsmaßnahmen. Vor und während der Behandlung sind die Elektrolyte im Blut, die Flüssigkeitsbilanz, der Säure-Basen-Haushalt und die Nierenfunktion zu kontrollieren; jede osmotische Harnausscheidung setzt voraus, dass der Patient ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist.
Eine Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit ist nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko vorgesehen. Erfahrungen aus der Schwangerschaft liegen nicht vor, tierexperimentelle Untersuchungen zur Fortpflanzungsgiftigkeit wurden nicht durchgeführt, und ob Mannitol in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Bei der Verwendung von Mannitol gibt es einige wichtige Interaktionen mit anderen Medikamenten, die berücksichtigt werden müssen. Eine bedeutende Wechselwirkung besteht mit nephrotoxischen Arzneimitteln wie Aminoglykosid-Antibiotika (z. B. Gentamicin), da Mannitol das Risiko einer Nierenschädigung erhöhen kann. Die gleichzeitige Gabe von Mannitol und nephrotoxischen Substanzen erfordert daher eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion.
Eine weitere Interaktion besteht mit Diuretika, insbesondere Schleifendiuretika wie Furosemid. Beide Medikamente erhöhen die Ausscheidung von Flüssigkeit und Elektrolyten, was zu einem erhöhten Risiko für Dehydratation und Elektrolytstörungen führen kann, insbesondere für Hypokaliämie oder Hyponatriämie. In diesem Zusammenhang sollten Elektrolyte regelmäßig überwacht werden.
Auch die Wirkung von herzwirksamen Glykosiden (z. B. Digoxin) kann durch Mannitol beeinflusst werden, da eine Veränderung des Elektrolythaushalts, insbesondere von Kalium, die Toxizität dieser Medikamente verstärken kann. Hypokaliämie durch Mannitol kann die Empfindlichkeit des Herzens gegenüber Digoxin erhöhen und zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen.
Schließlich ist bei der Kombination mit Lithium Vorsicht geboten, da Mannitol die Lithiumausscheidung verstärken kann, was zu einem Verlust der Wirksamkeit von Lithium bei der Behandlung psychiatrischer Erkrankungen führt. Der Lithiumspiegel muss dann kontrolliert werden.
Wegen ihrer hohen Konzentration eignen sich Osmotherapeutika grundsätzlich nicht zum Mischen mit anderen Arzneimitteln. Mannithaltige Infusionslösungen dürfen außerdem nicht über dasselbe Schlauchsystem gegeben werden wie Blut, weil es dabei zu einer Verklumpung der roten Blutkörperchen (Pseudoagglutination) kommen kann. Bei kühler Lagerung bilden sich in der Lösung Kristalle, die sich durch leichtes Erwärmen wieder auflösen; verwendet werden dürfen nur klare Lösungen in unversehrten Behältnissen.
Alternative Behandlungsmethoden
Wenn Mannitol nicht vertragen wird, gibt es verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe, abhängig von der zugrunde liegenden Indikation. Bei der Behandlung von erhöhtem intrakraniellen Druck oder Hirnödemen kann hypertonische Kochsalzlösung eine wirksame Alternative sein. Sie wirkt ebenfalls osmotisch und zieht Flüssigkeit aus dem Gehirngewebe, um den intrakraniellen Druck zu senken. Sie bietet den Vorteil, dass sie weniger das Risiko einer Nierenschädigung oder Dehydratation birgt.
In Fällen, in denen Mannitol als Diuretikum verwendet wird, können Schleifendiuretika wie Furosemid oder Torasemid eingesetzt werden. Diese Medikamente fördern ebenfalls die Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten über die Nieren und sind in der Lage, Flüssigkeitsansammlungen zu reduzieren, ohne die gleichen osmotischen Effekte wie Mannitol zu verursachen. Allerdings müssen auch hier Elektrolytstörungen überwacht werden.
Bei bestimmten Fällen von akutem Nierenversagen oder zur Förderung der Urinausscheidung können auch Thiaziddiuretika oder Aldosteron-Antagonisten wie Spironolacton verwendet werden, abhängig von der zugrunde liegenden Nierenfunktion und dem Flüssigkeitshaushalt des Patienten.
Für Patienten mit speziellen Anforderungen, wie z. B. Herzinsuffizienz, können auch Medikamente wie Vasopressin-Antagonisten eine Option darstellen, die die Rückresorption von Wasser in den Nieren hemmen und so den Flüssigkeitshaushalt regulieren.
Quellen
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