Chlortetracyclin

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Bei Chlortetracyclin handelt es sich um eine Wirksubstanz, die als Antibiotikum bei Mensch und Tier eingesetzt wird. Als Humanarzneimittel ist in Deutschland nur noch eine Salbe zur Behandlung entzündlicher Akne im Gesicht zugelassen; für die Anwendung bei infektiösen Augenkrankheiten und bei Wund-Erkrankungen der Haut gibt es hier kein Fertigarzneimittel mehr. Durch die Anwendung in der Landwirtschaft kann sie über den Konsum von Getreide in die Nahrungskette gelangen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Chlortetracyclin?

Chlortetracyclin
Bei Chlortetracyclin handelt es sich um eine Wirksubstanz, die als Antibiotikum bei Mensch und Tier eingesetzt wird. Als Humanarzneimittel ist in Deutschland nur noch eine Salbe gegen entzündliche Akne im Gesicht zugelassen.

Chlortetracyclin (Summenformel: C22H23ClN2O8) ist ein kristalliner fester Stoff, der gelb, geruchlos und nur schwer wasserlöslich ist. Das Antibiotikum gehört zur Gruppe der Tetracycline. In Deutschland wird das Mittel als Chlortetracyclin Hydrochlorid unter dem Handelsnamen Aureomycin® (Humanmedizin) und Animedazon® Spray, Citrolan® CTC, Cyclo® Spray (Tiermedizin) und in Österreich als Aureocort® verkauft. Als Humanarzneimittel ist in Deutschland heute allein eine Salbe zur Anwendung auf der Haut erhältlich, die zur Behandlung entzündlicher Akne im Gesicht zugelassen ist; eine Chlortetracyclin-Augensalbe wird hier nicht mehr vertrieben.

Entdeckt wurde das Antibiotikum im Jahr 1945 durch den US-amerikanischen Botaniker Benjamin Duggar. Dabei wurde der Wirkstoff erstmals aus dem Bakterium Streptomyces aureofaciens isoliert.

Das antibiotisch wirkende Bakterium kommt in oberen Bodenschichten vor und ist vor allem gegen Staphylokokken, Streptokokken und bestimmte Bazillen hochwirksam. Wegen seiner gelblichen Färbung nannte der Wissenschaftler das Medikament Aureomycin. Obwohl die Endung -mycin eher einen Pilz vermuten lässt, handelt es sich dabei tatsächlich um ein Bakterium. Dieses ist jedoch fähig, Pilz-Geflechte (Mycel) zu bilden.

In der Veterinärmedizin wird das Mittel meist als Hydrochlorid und in anderen Darreichungsformen (Spray etc.) angewendet und dient zur Behandlung von Atemwegs-, Harnwegs- und Magen-Darm-Infektionen bei diversen Tierarten. Zur Überprüfung, ob eventuell Resistenzen dagegen vorhanden sind, wird meist zuvor ein Antibiogramm gemacht. In der industriellen Landwirtschaft eingesetztes Chlortetracyclin kann über die Gülle in den Ackerboden gelangen und wird dort von den Wurzeln der Getreidepflanzen aufgenommen.

Pharmakologische Wirkung

Chlortetracyclin ähnelt von seinem Wirkungsspektrum her dem Doxycyclin. Es sorgt dafür, dass die infizierenden Bakterien keine Proteine mehr bilden und dadurch nicht mehr wachsen können. So werden Reifung und Ausbreitung der Erreger gehemmt. Die Substanz ist wirksam gegen Staphylokokken, Streptokokken, Chlamydien, Pneumokokken, Escherichia coli und Haemophilus influenzae. Sie kann auch vorbeugend gegen Wundinfektionen appliziert werden.

Beim Menschen erfolgt die Anwendung nur äußerlich, bei Tieren auch oral (nicht bei Pferden und Wiederkäuern). Chlortetracyclin ist bei Aufnahme über den Mund nur zu 30% bioverfügbar und hat eine Halbwertszeit von 5 bis 5 1/2 Stunden. Es bindet zu 50 bis 55% an Plasmaproteine und wird zu etwa 75% in der Leber metabolisiert. Ausgeschieden wird es über die Harnwege und den Darm (Gallenflüssigkeit).

Medizinische Anwendung & Verwendung

Soweit dieser Abschnitt die Anwendung als Augensalbe beschreibt, gibt er den Stand zu einer Darreichungsform wieder, die in Deutschland nicht mehr im Handel ist. Das hier erhältliche Präparat ist eine Salbe für die Haut und allein zur Behandlung entzündlicher Akne im Gesicht zugelassen.

Als Augensalbe aufgetragen, hilft es bei Augenbindehautentzündung (Konjunktivitis), Augenhaut-Reizung, Lidrand-Entzündung (Blepharitis), Hornhautentzündung (Keratitis) und Trachom (eine Chlamydien-Infektion der Bindehaut, die zur Erblindung führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird).

Außerdem kommt Chlortetracyclin bei Hautinfektionen durch vereiterte Wunden, Verbrennungen und Schürfwunden zum Einsatz. So hilft es bei entzündeten Talgdrüsen und Schweißdrüsen (Furunkel, Abszesse), Wundrose, Eiterflechte (Impetigo) und Infektionen des Nagelbetts.

Auch Ulcus cruris ("offenes Bein"), ein Unterschenkelgeschwür, von dem vor allem Patienten mit Diabetes betroffen sind, und Dekubitus-Geschwüre können damit äußerst wirksam bekämpft werden. Sie entstehen oft bei bettlägerigen Patienten an Hautstellen, die zu lange Druck ausgesetzt sind. Das geschieht zum Beispiel, wenn der Betroffene nicht oft genug umgelagert wird. Dann werden die Kapillare der Haut zusammengedrückt, sodass die Haut nicht mehr ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe erhält. Wird das entstehende Geschwür nicht rechtzeitig behandelt, befällt es sogar tiefer liegende Gewebe und Muskeln und führt so zu Nekrosen (abgestorbenem Gewebe).

Für die Dauer der Anwendung als Augensalbe sollte der Patient auf keinen Fall Kontaktlinsen einsetzen. Hat er einmal vergessen, die Salbe in den Bindehautsack einzubringen, darf er keinesfalls die doppelte Menge applizieren. Überflüssige Salbe kann einfach mit einem sauberen Papiertuch abgewischt werden. Die Augensalbe wird spätestens alle 2 Stunden in einem 0,5 bis 1 cm langen Salben-Strang in den Bindehautsack appliziert. Leichtere Augeninfektionen sind meist schon nach 2 Tagen verheilt. Dennoch sollte der Patient die Behandlung noch weitere 3 Tage fortsetzen. In schwereren Fällen kann eine zusätzliche orale Verabreichung von Antibiotika erforderlich sein. Nach dem Auftragen der Augensalbe kann der Anwender für einige Minuten nur unscharf sehen.


Risiken & Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Chlortetracyclin-Mitteln kann es zu allergischen Reaktionen der Haut (Kontaktdermatitis, Hautrötungen, Hautausschlägen, Juckreiz) und allergischen Schleimhaut-Reaktionen kommen. Davon zu unterscheiden ist die Phototoxizität: Intensive Sonnen- oder UV-Bestrahlung kann den Wirkstoff chemisch verändern und an den behandelten Hautstellen Reaktionen hervorrufen. Treten sie auf, sollte die Behandlung umgehend abgebrochen und ärztlicher Rat eingeholt werden.

Bei Kindern unter 8 Jahren kann das Medikament eine verzögerte Knochen-Entwicklung, unterentwickelten Zahnschmelz und bleibende Zahnverfärbungen verursachen. Das in Deutschland erhältliche Präparat darf deshalb bei Kindern unter 8 Jahren nicht angewendet werden. Außerdem kann der Patient durch eine Langzeittherapie mit Chlortetracyclin, wie durch andere Antibiotika auch, mit anderen Bakterien und Pilzen infiziert werden; zudem können sich Bakterienstämme durchsetzen, gegen die der Wirkstoff unwirksam ist.

Nicht aufgetragen werden sollte Chlortetracyclin, wenn der Betroffene an einer Überempfindlichkeit gegen die Wirksubstanz oder andere Tetracycline leidet, bei Vorliegen von Augen-Tuberkulose, Pilzinfektionen des Anwendungsbereichs, Leber- und Niereninsuffizienz, Lupus erythematodes.

Schwangere und Stillende dürfen das Mittel ebenfalls nicht anwenden, da es bei der werdenden Mutter zur Leberschädigung und beim Ungeborenen zu bleibenden Zahnschäden und zu Wachstumsstörungen führen kann. Außerdem tritt es in die Muttermilch über. Frauen, die die Antibabypille einnehmen, müssen mit einer Herabsetzung der Wirksamkeit des Verhütungsmittels rechnen. Für die in Deutschland erhältliche Salbe zur äußerlichen Anwendung nennt die Gebrauchsinformation diese Möglichkeit ausdrücklich: Die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel kann beeinträchtigt sein, sodass kein ausreichender Empfängnisschutz besteht. Als weitere Wechselwirkung führt sie die Verstärkung gerinnungshemmender Arzneimittel vom Cumarin-Typ auf; bei deren gleichzeitiger Anwendung sollten die Gerinnungswerte überprüft werden.

Das heute erhältliche Präparat

Als Humanarzneimittel steht in Deutschland nur noch eine Salbe zur Anwendung auf der Haut zur Verfügung. Ihr Wirkstoff ist Chlortetracyclinhydrochlorid, ihr Anwendungsgebiet ist auf die Behandlung entzündlicher Akne im Gesicht beschränkt; ein weiteres Anwendungsgebiet nennt die Gebrauchsinformation nicht. Die Salbe wird dünn auf die betroffenen Stellen aufgetragen und leicht einmassiert, nachdem die Haut mit Wasser abgewaschen und gut abgetrocknet wurde.

Die Dauer der Behandlung ist ausdrücklich begrenzt, weil für eine längere Anwendung keine klinischen Erfahrungen vorliegen. Dieselbe Begrenzung kehrt im Nebenwirkungsabschnitt wieder, der festhält, dass zur Verträglichkeit nur Erfahrungen über einen entsprechend kurzen Zeitraum vorliegen. Wird die Behandlung vorzeitig abgebrochen, ist ein Behandlungserfolg nach Angabe der Gebrauchsinformation nicht mehr gewährleistet.

Neben dem Wirkstoff enthält die Salbe Wollwachs und weißes Vaselin. Der Wollwachsanteil ist für die Verträglichkeit von Bedeutung: Wollwachs kann örtlich begrenzte Hautreizungen wie eine Kontaktdermatitis auslösen, und das darin enthaltene Butylhydroxytoluol kann außerdem die Augen und die Schleimhäute reizen. Ein Teil der beschriebenen Hautreaktionen geht damit nicht auf das Antibiotikum zurück, sondern auf die Grundlage, in die es eingearbeitet ist. Praktisch bedeutsam ist ferner, dass die Salbe in der Wäsche gelbe Flecken hinterlassen kann, die sich mit handelsüblichen Waschmitteln bei Kochwäsche entfernen lassen.

Eine kleine Zahl weiterer Arzneimittel enthält Chlortetracyclin, ohne dass es dort Wirkstoff wäre. Das deutsche Arzneimittelverzeichnis führt neben der Salbe mehr als ein Dutzend Impfstoffe auf, in denen der Stoff herstellungsbedingt in Spuren enthalten ist. Das erklärt, warum der Name in Beipackzetteln auftaucht, die mit einer antibiotischen Behandlung nichts zu tun haben.

Gegenanzeigen und Warnhinweise

Die Gebrauchsinformation des heute erhältlichen Präparates nennt drei Umstände, unter denen es nicht angewendet werden darf. Der erste ist eine Allergie gegen Chlortetracyclin, gegen ein anderes Tetracyclin-Antibiotikum – genannt werden Tetracyclin, Oxytetracyclin, Doxycyclin und Minocyclin – oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Der zweite betrifft Kinder unter acht Jahren, der dritte die Schwangerschaft und die Stillzeit.

Davon zu unterscheiden sind die Vorsichtsmaßnahmen. Für Lupus erythematodes, für eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion und für eine Beeinträchtigung der Leberfunktion führt die Gebrauchsinformation des heutigen Präparates keine Gegenanzeige, sondern einen Warnhinweis: In diesen Fällen soll die Salbe erst nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, weil eine Verschlechterung der Erkrankung nicht mit Sicherheit auszuschließen ist. Die strengere Liste der Gegenanzeigen stammt erkennbar aus der Zeit, in der auch eine Augensalbe im Handel war, und lässt sich an der heute verfügbaren Quelle nicht überprüfen.

Ein eigener Warnhinweis gilt dem Sonnenlicht: Die behandelten Hautstellen sollen weder natürlichem noch künstlichem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Der Grund ist die bereits beschriebene Phototoxizität.

Weitere Nebenwirkungen

An den behandelten Stellen können Hautreaktionen wie Reizungen, Rötung, Juckreiz, Trockenheit und ein Schälen der Haut auftreten. Allergische Reaktionen sind selten, betreffen also bis zu einen von tausend Behandelten.

Eigens aufgeführt ist die Möglichkeit, dass sich an den behandelten Stellen Hautpilze ausbreiten. Das ist dieselbe Erscheinung, die im Abschnitt zu den Risiken allgemein für Antibiotika beschrieben wird, hier jedoch bezogen auf den Ort der Anwendung.

Nach längerer Behandlung kann sich der Befund verschlechtern, weil Bakterien unempfindlich geworden sind und weil sich eine Hautentzündung durch gramnegative Bakterien entwickeln kann.

Abgrenzung innerhalb der Tetracycline

Chlortetracyclin war der erste Vertreter der Tetracycline. In der Humanmedizin ist es heute von seinen Nachfolgern weitgehend verdrängt worden: Doxycyclin und Minocyclin sind die Vertreter, die bei einer Behandlung von innen eingesetzt werden, während Chlortetracyclin beim Menschen nur noch äußerlich angewendet wird.

Die Gemeinsamkeiten der Gruppe bleiben davon unberührt. Die Tetracycline hemmen den Aufbau bakterieller Eiweiße und lagern sich in Knochen und Zähne ein. Daraus erklärt sich die Einschränkung für Kinder und für die Schwangerschaft: Die Gebrauchsinformation nennt für das ungeborene Kind bleibende Zahnschäden und eine rückbildungsfähige Verzögerung des Knochenwachstums. Auch die Lichtempfindlichkeit der Haut und die Möglichkeit einer Kreuzallergie innerhalb der Gruppe gelten für die Tetracycline gemeinsam – die Gegenanzeige der heutigen Salbe nennt die vier gebräuchlichen Vertreter ausdrücklich nebeneinander.

In der Tiermedizin hat Chlortetracyclin dagegen eine eigenständige Bedeutung behalten. Dort wird es in Darreichungsformen angewendet, die es in der Humanmedizin nicht gibt, und bei Tierarten, für die die Gebrauchsinformation des Humanpräparates keine Aussage trifft. Der Rückschluss von der tierärztlichen auf die menschliche Anwendung ist deshalb nicht zulässig; die in der Landwirtschaft eingesetzten Mengen sind vielmehr aus einem anderen Grund von Bedeutung, nämlich wegen der Rückstände im Boden und in der Nahrungskette.

Pharmakokinetik im Überblick

Für die heutige äußerliche Anwendung spielt das Verhalten des Wirkstoffs im Körper nur eine untergeordnete Rolle, weil die Salbe auf der Haut bleiben soll. Die im Abschnitt zur pharmakologischen Wirkung genannten Werte stammen aus Untersuchungen zur Aufnahme über den Mund und beschreiben damit eine Anwendungsform, die es beim Menschen in Deutschland nicht mehr gibt. Bemerkenswert ist daran zweierlei: Nur ein kleinerer Teil der eingenommenen Menge gelangt überhaupt in den Blutkreislauf, und der Wirkstoff verbleibt nur wenige Stunden im Körper.

Ein Teil des Stoffes wird in der Leber umgebaut, der Rest über die Harnwege und über die Gallenflüssigkeit in den Darm ausgeschieden. Das deutsche Arzneimittelverzeichnis weist für Chlortetracyclin aus, dass der weitaus größte Teil der Ausscheidung nicht über die Nieren verläuft. Für die Salbe hat all das nur insoweit Bedeutung, als die Gebrauchsinformation die Einschränkungen für Kinder, für Schwangere und für Stillende auch für die äußerliche Anwendung ausspricht.

Geschichte und Entwicklung

Die Entdeckung des Chlortetracyclins fällt in die Jahre unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, in denen systematisch Bodenproben nach antibiotisch wirksamen Mikroorganismen durchsucht wurden. Der US-amerikanische Botaniker Benjamin Duggar stieß dabei auf einen Bakterienstamm, der einen gelben Farbstoff bildete. Der daraus gewonnene Wirkstoff erhielt wegen dieser Färbung den Handelsnamen Aureomycin, abgeleitet vom lateinischen Wort für Gold. Die Marke wird bis heute geführt und gehört einem anderen Unternehmen als demjenigen, das die Salbe heute in Deutschland in den Verkehr bringt.

Die Endung „-mycin“ ist dabei irreführend. Sie wird üblicherweise für Stoffe aus Pilzen verwendet, während der Erzeuger des Chlortetracyclins ein Bakterium ist. Der Grund für die Benennung liegt in der Lebensweise dieser Bakteriengattung: Ihre Vertreter bilden verzweigte Geflechte, wie sie sonst für Pilze kennzeichnend sind, und wurden deshalb lange Zeit den Pilzen zugerechnet.

Der Erfolg des Chlortetracyclins löste eine gezielte Suche nach verwandten Verbindungen aus. In rascher Folge wurden weitere Vertreter der Gruppe gefunden oder chemisch abgewandelt; aus dieser Arbeit gingen unter anderem Tetracyclin, Oxytetracyclin und später Doxycyclin und Minocyclin hervor. Chlortetracyclin blieb dabei der Ausgangspunkt einer Stoffklasse, die bis heute in Gebrauch ist.

Der zweite Strang der Geschichte verläuft außerhalb der Humanmedizin und ist der Grund, aus dem der Stoff auch außerhalb der Arzneimittelkunde eine Rolle spielt: die Verwendung in der Tierhaltung und die daraus folgenden Rückstände, die über die Gülle in den Ackerboden gelangen und von den Wurzeln der Getreidepflanzen aufgenommen werden.


Quellen

  • Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
    ISBN: 9783662613849
  • Jung, N., Rieg, S. (Hrsg.): Klinikleitfaden Infektiologie.
    ISBN: 9783437223228
  • Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
    ISBN: 9783662495445
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541

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