Gefäßchirurgie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Die Gefäßchirurgie behandelt Störungen und Erkrankungen der Blutgefäße, zum Beispiel Gefäßstenosen oder Varizen, durch konservative (nicht invasive) oder operative Therapien. Sie ist ein Teilgebiet der Chirurgie. Eine häufig durchgeführte Operation zur Behandlung von Gefäßerkrankungen ist das Legen von Bypässen und Gefäßprothesen.
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Was ist die Gefäßchirurgie?
Fachärzte für Gefäßchirurgie (Gefäßchirurgen) befassen sich mit der interventionellen (gezielte Eingriffe) und endovaskulären (innerhalb des Gefäßes) Behandlung von Erkrankungen der Gefäße. Die Therapie erfolgt entweder konservativ (nicht invasiv) oder operativ. Dabei werden die erkrankten Blutgefäße hyperämisiert (durchblutungsfördernd), rekonstruiert (wiederhergestellt), mit Prothesen versehen oder reseziert (entfernt). Vor der Behandlung erfolgt eine Risikoeinschätzung und prognostische Beurteilung.
Sie dient der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von gefäßbedingten Verletzungen, Erkrankungen und Fehlbildungen. Die Gefäßchirurgen begleiten ihre Patienten auch nach dem operativen Eingriff in der Rehabilitationsphase. Dieses medizinische Teilgebiet schließt die instrumentellen Untersuchungsmethoden einschließlich der Durchblutungsmessung, der Erhebung des angiologischen Befundes, sowie die Operationsvorbereitung und die Nachsorge ein. Während des Eingriffs kann eine radiologische Befundkontrolle unter Einhaltung des Strahlenschutzes notwendig sein.
Behandlungen & Therapien
Langstreckige Engstellen oder Verschlüsse werden entweder medikamentös oder operativ behandelt. Bei dem operativen Vorgehen wird das erkrankte Gefäß freigelegt und die Verkalkung ausgeschält (Thrombendarteriektomie, TEA). Alternativ wird ein Bypass aus einer körpereigenen Vene oder eine Kunststoffprothese implantiert. Diese Behandlung überbrückt den Gefäßverschluss durch die Umleitung der Blutstrombahn. Protheseneinlagen (Gefäßeinlagen) werden bei Vorliegen eines Aneurysmas gelegt. Zu dieser medizinischen Teildisziplin gehört die Behandlung aller Gefäße, die das Gehirn mit Sauerstoff und Blut versorgen.
An der Vorbeugung des Schlaganfalls und an der Behandlung der Arteriosklerose ist die Gefäßchirurgie ebenfalls beteiligt – neben der Inneren Medizin, der Angiologie und der Neurologie. Weitere Aufgabenbereiche sind die Entfernung von Blutgerinnseln, die eine Embolie verursachen (Embolektomie), Varizenoperationen (Krampfadern am Bein), alle Arten von Verletzungen an den Blutgefäßen, Kompressionssyndrome, das diabetische Fußsyndrom und die Shunt-Chirurgie. Ein Shunt ist die Kurzschlussverbindung zwischen Vene und Arterie, über welche die Dialyse durchgeführt wird. Weitere Gefäßerkrankungen, die gefäßchirurgisch behandelt werden, sind die Verengung der Halsschlagader (Arteria carotis interna, Karotisstenose) und das Bauchaorten-Aneurysma. Die Halsschlagader versorgt das Gehirn mit Blut. Verengt sich das Gefäß durch Ablagerungen, spricht man von einer Karotisstenose; sie kann zu einer verminderten Durchblutung des Gehirns führen.
Wird die Verengung rechtzeitig erkannt, kann sie gefäßchirurgisch behandelt werden. Ein Verfahren ist die operative Ausschälung des erkrankten Gefäßes. Eine weniger invasive Möglichkeit ist die Ausweitung des betroffenen Gefäßes mittels eines Ballonkatheters, um anschließend einen Stent in Form einer Gefäßwandstütze aus Metall zu legen. Wird diese gefährliche Dysfunktion nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, kann sie nicht nur zu einem Schlaganfall, sondern auch zur dauerhaften Pflegebedürftigkeit oder sogar zum Tod des Patienten führen. In der Vergangenheit wurde das Aneurysma der Bauchaorta ausschließlich operativ behandelt.
Wie weit die Gefäßchirurgie mittlerweile ist, zeigt, dass die durch das Aneurysma verursachte Aussackung nicht mehr ausschließlich operativ mit einer Kunststoffprothese überbrückt, sondern durch ein weniger invasives Verfahren aus dem Blutkreislauf ausgeschaltet wird. Gefäßchirurgen und Angiologen legen eine durch die Leistenarterien eingeführte „Stent-Graft“-Prothese bis zu der betroffenen Stelle und schalten das Aneurysma durch eine gezielte Platzierung aus. Anfangs war dieses Vorgehen kein Routineeingriff; heute gehört die endovaskuläre Versorgung des Bauchaortenaneurysmas zum Standard. Komplexe Aneurysmen, die gleichfalls Viszeral- und Nierenarterien mit einbeziehen, werden jedoch weiterhin nur in wenigen spezialisierten Kliniken behandelt. Um eine erfolgreiche Behandlung zu ermöglichen, setzen die Mediziner Prothesen ein, die über sogenannte Fenster verfügen, die die Durchblutung anderer Bauchorgane und der Nieren ermöglichen.
Laut Experten befindet sich das Gebiet der Gefäßchirurgie derzeit in einer interessanten Phase. Das zukünftige Ziel dieses Fachgebietes liegt in minimal-invasiven Eingriffen, die die Verletzung von Gefäßen während einer schonenden endovaskulären Operation weitgehend ausschließen sollen. Gefäßchirurgen arbeiten mit Nephrologen (Erkrankungen der Niere sowie deren konservative Therapie), Neurologen, Angiologen (Ärzte für Gefäßerkrankungen) und Kardiologen zusammen.
Diagnose & Untersuchungsmethoden
Zunehmend verwenden Gefäßchirurgen Kombinationsverfahren aus endovaskulärer Therapie und konventioneller Gefäßchirurgie. Diese Untersuchungsverfahren bezeichnet die Fachsprache als Hybridverfahren. Moderne Geräte auf Ultraschallbasis in der angiologischen und phlebologischen Diagnostik sind in der Lage, Erkrankungen der Bauchschlagader, Halsgefäße, Beckengefäße, Gehirngefäße, Venen sowie der Arm- und Beinschlagader auf hohem Niveau zu erkennen. Für die weiterführende Diagnostik setzen die Kliniken sämtliche Möglichkeiten der bildgebenden Diagnostik ein. Hochleistungs-Kernspintomographen können Gefäßabschnitte des Körpers ohne Strahlenbelastung und ohne Kontrastmittelgabe darstellen. Der Vorteil ist, dass auch Patienten, die zuvor allergische Reaktionen auf die Gabe von Kontrastmitteln gezeigt haben oder die unter Niereninsuffizienz leiden, dieser Untersuchungsmethode zugeführt werden können.
Das diagnostische Leistungsspektrum der Fachabteilungen umfasst weitere Untersuchungsmethoden wie die CW-Doppleruntersuchung des arteriellen und venösen Systems, die farbcodierte Duplexsonografie, die Lichtreflektions-Rheografie, die Gehstreckenuntersuchung auf dem Laufband sowie die intraoperative Diagnostik mit Fluss-Messung, Angiographie und CW-Doppler-Messung. Den Chirurgen steht eine große Anzahl an Medikamenten zur Verfügung. Thrombozytenfunktionshemmer, zum Beispiel Acetylsalicylsäure (ASS) und Clopidogrel, werden eingesetzt, um das Risiko für Herzinfarkte, akute Gefäßverschlüsse oder Schlaganfälle zu senken.
Bei bestimmten Blutgerinnseln ist die Gabe von Substanzen angezeigt, die keine Auswirkung auf die Blutplättchen haben, sondern die Blutgerinnung auf andere Weise reduzieren. So setzen die behandelnden Ärzte nach Operationen bevorzugt Antikoagulantien (Gerinnungshemmer, z. B. Heparin) ein, wenn die Gefahr einer Blutgerinnsel-Bildung besteht. Durchblutungsfördernde Medikamente sollen die Fließeigenschaften des Blutes im Blutkreislauf verbessern; einige von ihnen wirken gefäßerweiternd.
Des Weiteren stehen schmerzstillende Medikamente und Antibiotika zur Verfügung. Die Mediziner setzen diese Substanzen je nach Indikation ein. Die Zukunft der konventionellen Gefäßchirurgie liegt in einer tiefgreifenden Reduzierung des Gewebetraumas, ein Ziel, das durch immer kleinere Zugänge sowie durch maßgeschneiderte, gefensterte und verzweigte Endoprothesen und Bypässe erreicht werden soll.
Weiterbildung & Qualifikation
Die Gefäßchirurgie ist in Deutschland ein eigenständiger Facharzttitel innerhalb des Gebiets Chirurgie. Nach dem Medizinstudium und der ärztlichen Zulassung folgt zunächst eine gemeinsame chirurgische Basisweiterbildung, die alle chirurgischen Fächer teilen; darauf baut die mehrjährige Weiterbildung im Fach Gefäßchirurgie auf. Die Einzelheiten regeln die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern, die sich an der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer orientieren, im Detail aber voneinander abweichen können.
Der Weiterbildungskatalog verlangt neben der operativen Erfahrung ausdrücklich auch nichtoperative Kenntnisse: die Erhebung des Gefäßstatus, die Ultraschalldiagnostik der Gefäße, die Beurteilung der Blutgerinnung und die medikamentöse Langzeitbehandlung. Weil endovaskuläre Eingriffe unter Röntgendurchleuchtung erfolgen, gehört auch die Fachkunde im Strahlenschutz dazu. Fachgesellschaften bieten darüber hinaus Zertifikate für endovaskuläre Verfahren an, die den erreichten Ausbildungsstand in diesem Bereich abbilden.
Ergänzend kommen Zusatz-Weiterbildungen in Betracht. Verbreitet ist die Phlebologie, die sich mit den Venenerkrankungen befasst und auch von Fachärztinnen und Fachärzten anderer Gebiete erworben wird. Je nach Arbeitsschwerpunkt kommen Qualifikationen in der Intensivmedizin, in der Notfallmedizin oder im Bereich der Wundbehandlung hinzu.
Arbeitsfelder & Versorgungsstrukturen
Gefäßchirurgische Arbeit verteilt sich auf mehrere Versorgungsebenen. In der niedergelassenen Praxis stehen die Abklärung von Beinbeschwerden, die Ultraschalldiagnostik, die Nachkontrolle nach Eingriffen und die Behandlung von Krampfadern im Vordergrund; ein Teil dieser Eingriffe wird ambulant durchgeführt, sodass die Patientin oder der Patient am selben Tag nach Hause zurückkehrt.
Größere Eingriffe an der Bauchschlagader, an den Halsgefäßen oder an den Becken- und Beinarterien sind an eine Klinik gebunden. Voraussetzung sind eine Intensivstation, eine ständig verfügbare Anästhesie und Blutprodukte. Viele Häuser verfügen über einen Hybrid-Operationssaal, in dem offene Operation und Eingriff über den Katheter im selben Raum möglich sind und der Behandlungsweg während des Eingriffs gewechselt werden kann.
Häufig ist die Gefäßchirurgie in ein Gefäßzentrum eingebunden, in dem sie mit der Angiologie, der Radiologie und weiteren Fächern unter gemeinsamen Absprachen arbeitet. Fachgesellschaften zertifizieren solche Zentren; die Zertifikate benennen, welche Verfahren vorgehalten werden und wie die Zusammenarbeit organisiert ist. Die Versorgung akuter Gefäßverschlüsse und geplatzter Aneurysmen erfordert zudem eine Bereitschaft rund um die Uhr und ist deshalb auf Häuser mit entsprechender Vorhaltung beschränkt.
Abgrenzung & Zusammenarbeit
Die nächste Nachbardisziplin ist die Angiologie. Sie ist ein Schwerpunkt der Inneren Medizin und behandelt Gefäßerkrankungen vorrangig medikamentös sowie mit Kathetereingriffen; die offene Operation bleibt der Gefäßchirurgie vorbehalten. Bei vielen Krankheitsbildern überschneiden sich die Zuständigkeiten, weshalb die Entscheidung über das Verfahren häufig gemeinsam getroffen wird. Ebenfalls über den Katheter arbeitet die interventionelle Radiologie, die zusätzlich die Bildgebung verantwortet.
Von der Herzchirurgie grenzt sich die Gefäßchirurgie durch das Behandlungsgebiet ab: Herz und herznahe Gefäße gehören zur Herzchirurgie, die übrigen Schlagadern und Venen zur Gefäßchirurgie; an der Brustschlagader arbeiten beide Fächer zusammen. Bei Verengungen der Halsschlagader und in der Nachsorge nach einem Schlaganfall ist die Neurologie beteiligt, bei der Anlage von Zugängen für die Dialyse die Nephrologie. Menschen mit diabetischem Fußsyndrom werden gemeinsam mit der Endokrinologie, der Fußpflege und der Wundversorgung betreut. Nach Unfällen mit Gefäßverletzungen arbeitet die Gefäßchirurgie mit der Unfallchirurgie zusammen, bei Venenleiden mit der Phlebologie und der Dermatologie.
Wichtig für das Verständnis des Fachs ist, dass es die Ursachen der Gefäßerkrankungen nicht allein behandelt. Arteriosklerose entsteht über Jahre; ihre Grundbehandlung – der Umgang mit Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Blutfetten und Rauchen – liegt überwiegend in der hausärztlichen und internistischen Betreuung. Die Gefäßchirurgie behandelt die Folgen an einzelnen Gefäßabschnitten; ohne die begleitende Grundbehandlung bleibt ihr Ergebnis gefährdet.
Wann eine Überweisung erfolgt
Anlass für eine gefäßchirurgische oder angiologische Vorstellung sind unter anderem Schmerzen in Wade oder Oberschenkel, die beim Gehen auftreten und in Ruhe nachlassen, dauerhaft kalte oder blasse Füße, Wunden an Fuß oder Unterschenkel, die über Wochen nicht heilen, sowie deutlich geschwollene oder schmerzhaft veränderte Beine. Auch nach einem vorübergehenden Ausfall von Sprache, Sehkraft oder Kraft in einer Körperhälfte wird der Zustand der Halsgefäße geprüft.
Männern ab dem 65. Lebensjahr steht in Deutschland eine einmalige Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung zu. Sie dient dem Auffinden eines Aneurysmas, das lange keine Beschwerden verursacht. Wird eine Erweiterung gefunden, folgt nicht zwangsläufig eine Operation: Kleinere Befunde werden in festgelegten Abständen kontrolliert, und erst ab einer bestimmten Größe oder bei rascher Zunahme wird über einen Eingriff beraten.
Einige Situationen dulden keinen Aufschub. Ein plötzlich kaltes, blasses, schmerzhaftes und kraftloses Bein deutet auf einen akuten Gefäßverschluss hin, plötzliche heftige Bauch- oder Rückenschmerzen bei bekanntem Aneurysma auf eine drohende Ruptur. In beiden Fällen ist der Rettungsdienst zu verständigen; hier entscheidet die Zeit über das Ergebnis.
Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge
Vor einem geplanten Eingriff steht eine Einschätzung des Gesamtrisikos. Erhoben werden Herz- und Lungenfunktion, Nierenwerte und Begleiterkrankungen, dazu die genaue Darstellung des betroffenen Gefäßabschnitts. Aus diesen Angaben und aus den Beschwerden ergibt sich, ob ein Eingriff überhaupt sinnvoll ist, ob offen oder über den Katheter vorgegangen wird und welche Betäubungsform infrage kommt. Über Nutzen und Risiken wird in einem Aufklärungsgespräch gesprochen; auch der Verzicht auf einen Eingriff ist eine zu erwägende Möglichkeit.
Gerinnungshemmende Medikamente spielen vor und nach Gefäßeingriffen eine besondere Rolle. Ob sie abgesetzt, umgestellt oder weitergegeben werden, entscheidet das Behandlungsteam anhand der jeweiligen Situation; eigenmächtige Änderungen sind gefährlich, weil sowohl ein Gefäßverschluss als auch eine Blutung droht.
Nach dem Eingriff folgt eine Überwachungszeit, deren Dauer sich nach Verfahren und Vorerkrankungen richtet. Wichtig sind die regelmäßige Prüfung der Durchblutung, die Wundkontrolle und ein früher Beginn mit Bewegung. Bei Bypässen, Stents und Gefäßprothesen schließt sich eine dauerhafte Nachsorge mit Ultraschall- oder Schnittbildkontrollen in festgelegten Abständen an; sie soll erkennen, ob der behandelte Abschnitt offen bleibt. Diese Kontrollen enden nicht nach wenigen Monaten, sondern begleiten die Betroffenen langfristig.
Grenzen & Risiken
Nicht jede Gefäßveränderung muss behandelt werden, und nicht jede lässt sich operieren. Gegen einen Eingriff sprechen können ein schlechter Allgemeinzustand, schwere Begleiterkrankungen oder ein Gefäßbefund, der technisch nicht erreichbar ist. Bei Beschwerden nur unter Belastung wird häufig zunächst nicht operiert, sondern konservativ behandelt – mit Gehtraining, mit der Behandlung der Risikofaktoren und mit Medikamenten. Ein Eingriff kommt dann in Betracht, wenn die Beschwerden den Alltag stark einschränken oder Gewebe bedroht ist.
Jeder gefäßchirurgische Eingriff birgt Risiken. Dazu gehören Nachblutungen, Wundinfektionen, der Verschluss des behandelten Abschnitts, Schäden an benachbarten Nerven sowie die allgemeinen Risiken einer Betäubung. Bei Eingriffen an der Bauchschlagader kommen Belastungen für Herz, Nieren und Darm hinzu, bei Eingriffen an den Halsgefäßen das Risiko eines Schlaganfalls während der Behandlung. Kontrastmittel und Röntgenstrahlung bei endovaskulären Verfahren sind ein weiterer abzuwägender Punkt, besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Ein zweiter, oft unterschätzter Punkt betrifft die Erwartung an das Ergebnis. Ein wiedereröffnetes Gefäß beseitigt die zugrunde liegende Gefäßerkrankung nicht. Ob das Ergebnis Bestand hat, hängt wesentlich davon ab, ob die Grunderkrankung weiterbehandelt wird und ob die vereinbarten Kontrolltermine eingehalten werden.
Quellen
- Debus, E. S., Gross-Fengels, W. (Hrsg.): Operative und interventionelle Gefäßmedizin.
ISBN: 9783662533789
- Hepp, W., Kogel, H. (Hrsg.): Gefäßchirurgie.
ISBN: 9783437218415
- Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Chirurgie.
ISBN: 9783132431874
- Siewert, J. R., Stein, H. J. (Hrsg.): Chirurgie.
ISBN: 9783642113307
- Herold, G.: Innere Medizin 2026.
ISBN: 9783982116655
