Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde beschäftigt sich als Teilgebiet der Medizin mit Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Dabei umfasst sie die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen des Ohres, der Nase, des Mundes und der oberen Luftwege. Zu den Behandlungsmethoden gehören sowohl chirurgische, mikrochirurgische als auch medikamentöse Verfahren.
Was ist die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde?
Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO-Heilkunde) ist ein spezielles Fachgebiet der Medizin, welches sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der Ohren, der Mundhöhle, des Rachens, der Luftröhre, des Kehlkopfes, der oberen Luftwege sowie der Speiseröhre beschäftigt.
Im Englischen findet das Kürzel ENT Anwendung, was so viel heißt wie "Ear, Nose and Throat". In der internationalen Fachwelt steht dafür die Bezeichnung ORL für Oto-Rhino-Laryngologie. Die HNO-Heilkunde wendet hauptsächlich die Methoden der wissenschaftlichen Medizin an. Daneben bieten einzelne Praxen auch Naturheilverfahren an. Die Weiterbildung zum Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde dauert nach dem Medizinstudium fünf Jahre und wird an dafür zugelassenen Weiterbildungsstätten absolviert. Mit den wissenschaftlichen Grundlagen des Fachs befasst sich die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.
Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss vorwiegend wissenschaftlich tätiger HNO-Ärzte. Dem Vorstand dieser Gesellschaft gehört auch ein Mitglied des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte e.V. an. Dieser Berufsverband besteht wiederum aus einem Zusammenschluss praktisch tätiger HNO-Ärzte, welche eine eigene Praxis besitzen. Er dient zur Wahrnehmung der Rechte freiberuflich tätiger HNO-Ärzte gegenüber den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung.
Behandlungen & Therapien
Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wird in mehrere anatomische Blöcke wie Ohren, obere Luftwege, untere Luftwege und Mundhöhle eingeteilt. So zählen zum anatomischen Block Ohren die Ohrmuscheln, die Ohrläppchen, der Gehörgang, das Mittelohr und das Innenohr. Des Weiteren gehören zu diesem Block auch zentrale Hörbahnen und Hörzentren. Im Bereich der Ohren werden vielfältige infektiöse und nichtinfektiöse Erkrankungen behandelt. Beispiele sind Mittelohrentzündungen, Kinderkrankheiten wie Mumps (Befall der Ohrspeicheldrüse), allgemeine Entzündungen im Ohr, Tinnitus, Hörstörungen, Schwerhörigkeit oder Taubheit.
Auch Fehlbildungen und Tumoren im Ohrbereich gehören zum Behandlungsspektrum der HNO-Heilkunde. Die oberen Luftwege bestehen aus Nase, Nasennebenhöhlen, Nasen-Rachen-Raum, Rachen und Rachenmandeln. Besondere Erkrankungen in diesem Bereich sind Nasennebenhöhlenentzündungen, Infektionen im Halsbereich, Mandelentzündungen und viele weitere Infektionen. Der Kehlkopf bildet den Übergang zu den unteren Luftwegen, zu denen auch die Luftröhre gehört. Eine bekannte Erkrankung in diesem Bereich ist der Kehlkopfkrebs. Die Mundhöhle wird zusammen mit der Zunge, den Speicheldrüsen und den Gaumenmandeln betrachtet. Entzündungen im Mund- und Rachenbereich können viele Ursachen haben.
Sowohl infektiöse Prozesse durch Bakterien, Pilze oder Viren als auch ätzende oder giftige Substanzen oder zu heiße Speisen spielen oft eine Rolle. Oftmals ist jedoch der HNO-Bereich nicht der Ausgangspunkt einer Erkrankung, sondern ist im Rahmen einer anderen zugrunde liegenden gesundheitlichen Störung mitbetroffen. Aus diesem Grunde findet zwischen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und anderen medizinischen Fachgebieten eine interdisziplinäre Zusammenarbeit statt. Überschneidungen gibt es besonders zu den Fachgebieten Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Allergologie, Dermatologie, Neurologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Oralchirurgie und Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie.
Diagnose & Untersuchungsmethoden
Bei leichten und häufig auftretenden Infektionskrankheiten der oberen Luftwege genügen oft die ärztliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung, um die Krankheitsursache einzugrenzen. Denn viele Infektionen treten in bestimmten Jahreszeiten gehäuft auf und werden über den Luftweg übertragen. Liegt jedoch eine chronische Erkrankung der oberen und unteren Luftwege vor, müssen intensivere Untersuchungen durchgeführt werden. So erfolgen Laboruntersuchungen von Abstrichen aus der Schleimhaut des Mundes, von der Zunge oder aus dem Rachen. Hier werden mögliche Krankheitserreger festgestellt. Für eine genauere Untersuchung der Nase und der Nasennebenhöhlen wird oft eine sogenannte Rhinoskopie durchgeführt.
Hierbei handelt es sich um eine Nasenspiegelung, wobei ein dünnes Endoskop mit Lichtquelle in die Nase eingeführt wird und Bilder von den Nasengängen und den Ausgängen der Nasennebenhöhlen liefert. Bei einer hinteren Rhinoskopie wird ein kleiner Spiegel über die Mundhöhle in den Rachen eingeführt, um die hinteren Nasenausgänge zu betrachten. Bei der vorderen Nasenspiegelung werden mit einem Nasenspekulum und einer Stirnlampe die vorderen Nasengänge ausgeleuchtet. Die Luftdurchlässigkeit der Nase kann mit einem Nasenfunktionstest geprüft werden. Auch das Ohr kann mit einem Ohrtrichter und einer Stirnlampe untersucht werden.
Für intensivere Untersuchungen wird ein Ohrmikroskop verwendet. Mit einem Hörtest (Audiometrie) wird das Hörvermögen geprüft. Der Kehlkopf kann beispielsweise mittels eines Stroboskops untersucht werden. Dabei werden die Schwingungen der Stimmlippen sichtbar gemacht. Zu weiteren Untersuchungsmethoden zählen auch neurootologische Untersuchungen wie experimentelle Nystagmusprovokationen oder die funktionelle Untersuchung der Halswirbelsäule. Bei Verdacht auf Allergien kommen Hauttests, Blutuntersuchungen sowie unspezifische und allergenvermittelte Provokationstests zum Einsatz.
Zur Untersuchung einer Schlafapnoe stehen Schlaflabors zur Verfügung. Im Rahmen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde werden auch bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, Ultraschall, MRT oder CT angewendet. Häufig ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten aus anderen Fachbereichen für die Diagnosestellung notwendig.
Schwerpunkte & Zusatzbezeichnungen
An die fachärztliche Weiterbildung können sich Zusatz-Weiterbildungen anschließen, die den Arbeitsschwerpunkt einer Praxis oder Abteilung prägen. Häufig erworben werden die Allergologie, die Schlafmedizin, die plastischen Operationen im Kopf-Hals-Bereich und die medikamentöse Tumortherapie. Welche Zusatzbezeichnungen im Einzelnen geführt werden können und welche Anforderungen dafür gelten, regeln die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern.
Eigenständig neben der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde steht das Gebiet der Sprach-, Stimm- und kindlichen Hörstörungen, für das es einen eigenen Facharzttitel gibt und das als Phoniatrie und Pädaudiologie bezeichnet wird. Es befasst sich vertieft mit Stimmstörungen, mit Störungen des Sprechens und der Sprache sowie mit der Hörentwicklung bei Kindern. Zwischen beiden Fächern bestehen enge Berührungspunkte, denn dieselben Organe werden aus unterschiedlicher Blickrichtung betrachtet.
Innerhalb des Fachs bilden sich zudem inhaltliche Schwerpunkte heraus, die sich nicht in Titeln niederschlagen: die Ohrchirurgie, die Chirurgie der Nasennebenhöhlen, die Behandlung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, die Versorgung mit implantierbaren Hörhilfen oder die Beschäftigung mit Schwindelerkrankungen. An welchem dieser Bereiche jemand überwiegend arbeitet, hängt vor allem von der Ausstattung des Arbeitsplatzes ab.
Arbeitsfelder & Versorgungsstrukturen
Der überwiegende Teil der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde findet in der niedergelassenen Praxis statt. Sie ist auf kurze Untersuchungswege eingerichtet: eine Untersuchungseinheit mit Absaugung und Spülung, Endoskope für Nase, Rachen und Kehlkopf, ein Mikroskop für das Ohr und eine schallgedämmte Kabine für die Hörprüfung. Viele Beschwerden lassen sich in einem einzigen Termin abklären, weil Untersuchung und Befundbesprechung unmittelbar aufeinander folgen.
Ein Teil der operativen Versorgung wird ambulant erbracht, entweder in Praxen mit eigenem Operationsbereich oder in Tageskliniken. Andere Eingriffe erfordern eine Überwachung über Nacht oder länger, etwa wegen der Gefahr einer Nachblutung. In diesen Fällen operieren niedergelassene Ärztinnen und Ärzte teils als Belegärzte an einem Krankenhaus, teils übernimmt eine Klinikabteilung die Behandlung vollständig.
Krankenhausabteilungen decken zusätzlich Bereiche ab, die eine Praxis nicht vorhalten kann: die Versorgung von Verletzungen im Gesichts- und Halsbereich, ausgedehnte Eingriffe an Nasennebenhöhlen und Schädelbasis, die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren und die Einpflanzung von Hörimplantaten wie dem Cochlea-Implantat. Universitätskliniken bündeln darüber hinaus seltene Krankheitsbilder und die Forschung. Bei Tumorerkrankungen wird die Behandlung in einer gemeinsamen Fallkonferenz mit Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie festgelegt.
Abgrenzung & Zusammenarbeit
Weil der Kopf-Hals-Bereich anatomisch dicht besetzt ist, grenzt die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde an ungewöhnlich viele Fächer. Zur Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und zur Zahnmedizin verläuft die Grenze entlang von Kiefer, Zähnen und Gesichtsskelett; bei Entzündungen der Kieferhöhle, die von einem Zahn ausgehen, arbeiten die Fächer zusammen. Zur Augenheilkunde besteht eine Nachbarschaft an der Augenhöhle, die nur durch dünne Knochenwände von den Nasennebenhöhlen getrennt ist. Reichen Eingriffe bis an die Schädelbasis, wird die Neurochirurgie hinzugezogen.
Bei Schwindel ist die Aufgabenteilung mit der Neurologie besonders bedeutsam: Beschwerden, die vom Gleichgewichtsorgan des Innenohrs ausgehen, gehören in den Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, während Ursachen im Gehirn neurologisch abgeklärt werden. Da beides ähnlich beginnen kann, erfolgt die Abklärung häufig gemeinsam. Bei Erkrankungen der unteren Atemwege ist die Pneumologie zuständig, bei allergischen Beschwerden die Allergologie, die von mehreren Fächern getragen wird.
Deutlich zu unterscheiden ist die ärztliche Tätigkeit von den therapeutischen und handwerklichen Berufen des Umfelds. Die Logopädie behandelt Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen auf ärztliche Verordnung hin, stellt aber keine Diagnosen im medizinischen Sinn. Hörakustikerinnen und Hörakustiker passen Hörgeräte an; die Feststellung der Hörstörung und ihre Einordnung bleiben ärztliche Aufgabe. Bei Kindern arbeitet das Fach eng mit der Kinderheilkunde und, wenn operiert werden muss, mit der Kinderchirurgie zusammen.
Wann eine Überweisung erfolgt
Viele Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich heilen von selbst aus und werden zunächst hausärztlich behandelt. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine fachärztliche Abklärung angeraten ist. Dazu zählen eine plötzliche einseitige Hörminderung, ein neu aufgetretenes einseitiges Ohrgeräusch, Heiserkeit über mehrere Wochen ohne erkennbaren Anlass, ein Knoten am Hals, der nicht zurückgeht, dauerhafte Schluckbeschwerden, eine dauerhaft einseitig behinderte Nasenatmung, wiederholtes Nasenbluten sowie ein anhaltender Verlust des Riechvermögens.
Auch heftiger Drehschwindel mit Übelkeit gehört abgeklärt, ebenso lautes Schnarchen mit beobachteten Atemaussetzern und Tagesmüdigkeit. Einseitige und über Wochen fortbestehende Beschwerden erhalten dabei besondere Aufmerksamkeit, weil sie sich seltener durch eine gewöhnliche Infektion erklären lassen.
Manche Zustände erfordern eine sofortige Vorstellung, etwa eine Atemnot mit hörbarem Einziehen der Luft, eine nicht stillbare Blutung, eine starke einseitige Halsschwellung mit Fieber und Schluckunfähigkeit oder ein Fremdkörper in den Atemwegen. Dasselbe gilt für Verletzungen des Ohrs oder des Kehlkopfs. In diesen Fällen ist der Rettungsdienst oder die nächste Klinik der richtige Weg.
Kinder in der HNO-Sprechstunde
Kinder bilden einen erheblichen Teil der Patientinnen und Patienten. Häufige Anlässe sind wiederkehrende Mittelohrentzündungen, eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr (Paukenerguss), vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide), wiederkehrende Mandelentzündungen sowie eine behinderte Nasenatmung mit nächtlichem Schnarchen. Behandelt wird abwartend, medikamentös oder – wenn Beschwerden wiederkehren oder das Hören dauerhaft eingeschränkt ist – operativ.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Hören, weil es die Sprachentwicklung trägt. In Deutschland wird das Gehör bereits kurz nach der Geburt im Rahmen des Neugeborenen-Hörscreenings geprüft. Fällt der Test auffällig aus, bedeutet das noch keine Hörstörung; er wird zunächst wiederholt und bei fortbestehendem Verdacht durch weiterführende Untersuchungen ergänzt. Wird eine Hörstörung bestätigt, ist eine frühe Versorgung wichtig für den Spracherwerb.
Bei Verdacht auf eine Sprachentwicklungsstörung, bei Stottern oder bei Auffälligkeiten der Stimme wird häufig zur Phoniatrie und Pädaudiologie oder zur Sprachtherapie weitergeleitet. Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte werden über Jahre von mehreren Fächern gemeinsam betreut.
Ablauf & Befund
Ein Termin beginnt in aller Regel mit der Befragung zu Beschwerden, Dauer, Verlauf und Vorerkrankungen. Es folgt die Untersuchung an der Behandlungseinheit: die Betrachtung von Ohren (Otoskopie), Nase und Rachen, das Abtasten von Hals und Speicheldrüsen sowie – je nach Fragestellung – eine Spiegelung mit einem dünnen Endoskop. Die Endoskopie der Nase oder des Kehlkopfs wird meist als unangenehm, jedoch nicht als schmerzhaft beschrieben; bei Bedarf wird die Schleimhaut örtlich betäubt.
Die Hörprüfung erfolgt in einer schallgedämmten Kabine. Das Ergebnis wird als Kurve festgehalten, aus der hervorgeht, welche Tonhöhen bei welcher Lautstärke wahrgenommen werden. Ergänzend lässt sich die Beweglichkeit des Trommelfells messen. Aus solchen Ergebnissen ergibt sich, ob eine Hörstörung im Mittelohr oder im Innenohr ihren Ursprung hat – eine Unterscheidung, die den weiteren Weg bestimmt.
Ein unauffälliger Befund heißt, dass zum Untersuchungszeitpunkt keine sichtbare oder messbare Veränderung vorlag. Er schließt nicht jede Ursache aus: Manche Beschwerden entstehen außerhalb des untersuchten Bereichs, etwa an der Halswirbelsäule, im Magen bei Rückfluss von Magensäure oder durch seelische Belastung. Halten Beschwerden trotz unauffälligem Ergebnis an oder verändern sie sich, ist eine erneute Vorstellung sinnvoll. Umgekehrt bedeutet ein auffälliger Befund nicht ohne Weiteres eine schwere Erkrankung; wird Gewebe entnommen, steht das abschließende Urteil erst nach der feingeweblichen Untersuchung fest.
Nach operativen Eingriffen schließt sich eine Nachsorge an, deren Umfang sich nach dem Eingriff richtet. Nach Eingriffen an den Mandeln wird über Tage auf Nachblutungen geachtet, nach Operationen an den Nasennebenhöhlen gehören Reinigung und Kontrolle der Schleimhaut über mehrere Wochen dazu, nach Ohroperationen die Prüfung des Hörvermögens im Verlauf. Wie lange körperliche Anstrengung, Flugreisen oder Aufenthalte in großer Höhe zu meiden sind, legt das Behandlungsteam im Einzelfall fest.
Einen eigenen Bereich bildet die Vorbeugung. Lärm ist eine der bekannten Ursachen dauerhafter Hörschäden, sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Freizeit; einmal verlorenes Hörvermögen kehrt in der Regel nicht zurück. Betriebsärztliche Vorsorgeuntersuchungen und der Gehörschutz an lauten Arbeitsplätzen sind daher in Deutschland geregelt. Im höheren Lebensalter tritt die Altersschwerhörigkeit hinzu, die zunächst vor allem das Verstehen von Sprache in Gesellschaft erschwert. Weil unbehandelte Schwerhörigkeit den Rückzug aus Gesprächen begünstigt, gehört die rechtzeitige Abklärung des Hörvermögens zu den Aufgaben des Fachs.
Quellen
- Probst, R., Grevers, G., Iro, H.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
ISBN: 9783131190338
- Lenarz, T., Boenninghaus, H.-G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
ISBN: 9783642211300
- Lehnhardt, E., Laszig, R. (Hrsg.): Praxis der Audiometrie.
ISBN: 9783133690096
- Wendler, J. (Hrsg.): Lehrbuch der Phoniatrie und Pädaudiologie.
ISBN: 9783131022950
- Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Chirurgie.
ISBN: 9783132431874
