Josamycin

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 12. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Josamycin ist ein Antibiotikum, das gegen anaerobe grampositive Bakterienstämme wirksam ist. In Österreich wurde es unter dem Präparatenamen Josalid vertrieben. In Ländern, in denen es noch zugelassen ist, stellt es bei einer Allergie gegen Penicillin eine Alternative dar. Jedoch kann es auch bei der Verabreichung von Josamycin bei manchen Patienten zu Überempfindlichkeiten, Kreuzreaktionen oder Nebenwirkungen kommen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Josamycin?

Josamycin
Beispiele, bei denen die Anwendung von Josamycin eine gute Wirkung erzielt, sind grampositive Kokken, Stäbchenbakterien wie beispielsweise Listerien oder Corynebakterien.
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Bei Josamycin handelt es sich um ein Antibiotikum, das zur Gruppe der Makrolide gehört.

Es wird sowohl auf natürliche Weise aus Bakterienstämmen gewonnen als auch synthetisch hergestellt.

Bei Josamycin handelt es sich um ein Makrolid mit einem 16-gliedrigen Laktonring, der in der Seitenkette einen Aminozucker enthält.

Die Größe dieses Rings trennt Josamycin von den bekannteren Vertretern der Gruppe. Erythromycin und Clarithromycin tragen einen Laktonring aus vierzehn Gliedern, Azithromycin einen Ring aus fünfzehn Gliedern, in dem zusätzlich ein Stickstoffatom sitzt. Mit seinen sechzehn Ringgliedern gehört Josamycin damit einer dritten Untergruppe der Makrolide an.

Im deutschsprachigen Raum steht Josamycin heute nicht mehr zur Verfügung. In Deutschland sind sämtliche Zulassungen josamycinhaltiger Arzneimittel erloschen, die letzte davon im November 2004; im österreichischen Arzneispezialitätenregister ist der Wirkstoff ebenfalls nicht mehr verzeichnet. Außerhalb des deutschsprachigen Raums bestehen dagegen weiterhin Zulassungen für josamycinhaltige Arzneimittel.

Pharmakologische Wirkung auf Körper & Organe

Die Wirkungsweise von Josamycin besteht darin, dass es an die Ribosomen der Krankheitserreger bindet und auf diese Weise deren Proteinsynthese blockiert.

Das trifft allerdings nicht auf jeden Erreger zu. Es gibt auch Krankheitserreger, die gegen Josamycin resistent sind. Es ist daher wichtig, bei der Verabreichung genau abzuklären, gegen welche krankheitsauslösenden Bakterienstämme Josamycin gegeben werden soll, um sicherzustellen, dass die Gabe auch die entsprechende Wirkung erzielen kann.

Nach der Einnahme verteilt sich Josamycin rasch und in hohem Maß in das Gewebe, besonders in die Lunge und in die Rachenmandeln. Nachweisbar ist der Wirkstoff unter anderem auch in den Nasennebenhöhlen, in den Mandeln, im Bronchialsekret, im Speichel und in den Tränen. Die Makrolide dringen zudem in die Fresszellen des Abwehrsystems ein und reichern sich dort an; auf diesen Eigenschaften beruht die Wirksamkeit gegen Bakterien, die sich innerhalb von Zellen aufhalten. In die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit gelangt Josamycin dagegen nicht.

Der Abbau findet in der Leber statt und betrifft nur einen Teil des aufgenommenen Wirkstoffs. Die beiden wichtigsten Abbauprodukte behalten ihre Wirkung gegen Bakterien. Ausgeschieden wird Josamycin überwiegend über die Galle und den Stuhl, über den Urin dagegen nur in sehr geringem Umfang. Auffällig ist die große Schwankungsbreite der Blutspiegel zwischen einzelnen Behandelten und beim selben Menschen zu verschiedenen Zeitpunkten.

Medizinische Anwendung & Verwendung zur Behandlung & Vorbeugung

Josamycin wird auf orale Art und Weise verabreicht. Gegeben wurde es vor allem deshalb, weil die Patienten allergisch auf Penicillin reagierten und eine gut wirksame Alternative zu diesem Antibiotikum gebraucht wurde.

Josamycin wirkt sehr gut bei Keimen, die sich innerhalb der Zellen befinden, und ist in den meisten Fällen bis auf einige Ausnahmen gut verträglich.

Das Medikament ist hilfreich bei vielen anaeroben Bakterienstämmen, bei sehr vielen grampositiven, aber ebenso gramnegativen Erregern. Beispiele, bei denen die Anwendung von Josamycin eine gute Wirkung erzielt, sind grampositive Kokken, Stäbchenbakterien wie beispielsweise Listerien oder Corynebakterien, nur zum Teil auch bei Hämophilus sowie auch bei gramnegativen Krankheitserregern wie unter anderem Mykoplasmen, Campylobacter, Chlamydien, Bacteroides, Legionella, Bordetella und anderen.

Anwendungsgebiete von Josamycin sind deshalb unter anderem Chlamydien- sowie Mykoplasmeninfektionen. In der Schwangerschaft rät die Fachinformation vorsorglich von der Anwendung ab, sofern sie nicht notwendig ist. Auch bei einer Urethritis, die keinen gonorrhoischen Ursprung hat, kann Josamycin verwendet werden.

Das Medikament ist auch bei vielen verschiedenen Infektionen hilfreich, wozu unter anderem Augeninfektionen, Infektionen der oberen Atemwege, auch Infektionen der unteren Atemwege, Hautinfektionen und Weichteilinfektionen gehören.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Josamycin besonders dann gut wirkt, wenn eine hohe Gewebegängigkeit des Antibiotikums gefordert ist. Nicht wirksam ist Josamycin allerdings bei Enterobakterien, denn diese Bakterienstämme sind gegen den Wirkstoff resistent.


Verabreichung & Dosierung

Josamycin ist ein Makrolid-Antibiotikum, das zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen verwendet wird. Bei der Verabreichung und Dosierung von Josamycin sollten mehrere wichtige Aspekte beachtet werden:

Dosierung: Die Standarddosierung für Erwachsene beträgt in der Regel 1-2 g pro Tag, aufgeteilt in zwei bis drei Dosen. Die genaue Dosis hängt von der Art und Schwere der Infektion ab. Bei Kindern wird die Dosierung entsprechend dem Körpergewicht berechnet, in der Regel 30-50 mg pro kg Körpergewicht, ebenfalls in zwei bis drei Dosen aufgeteilt.

Verabreichung: Josamycin wird oral in Form von Tabletten oder Suspensionen eingenommen. Es ist am besten, das Medikament zu den Mahlzeiten einzunehmen, um die Verträglichkeit zu erhöhen und gastrointestinale Beschwerden zu reduzieren.

Nieren- und Leberfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist Vorsicht geboten, da Josamycin über die Leber metabolisiert wird. Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein. Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind in der Regel keine Dosisanpassungen erforderlich, da Josamycin überwiegend über die Galle und den Stuhl ausgeschieden wird.

Allergien: Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Makrolid-Antibiotika sollten Josamycin vermeiden, da das Risiko einer allergischen Reaktion besteht.

Wechselwirkungen: Josamycin kann mit anderen Medikamenten interagieren, insbesondere mit anderen Antibiotika, Antikoagulanzien und bestimmten Medikamenten, die über die Leber metabolisiert werden. Diese Interaktionen können die Wirkung von Josamycin oder anderen Medikamenten beeinflussen.

Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören gastrointestinale Beschwerden, Hautausschläge und Veränderungen der Leberfunktion. In seltenen Fällen können schwerwiegendere Reaktionen wie Leberentzündung oder schwere Hautreaktionen auftreten.

Die sorgfältige Beachtung dieser Faktoren stellt sicher, dass Josamycin wirksam und sicher angewendet wird.

Risiken & Nebenwirkungen

Generell gehört Josamycin zu den Medikamenten, die sehr gut verträglich sind und wo es eher selten zu Risiken und Nebenwirkungen kommt. Es kann aber auch bei diesem Medikament vorkommen, dass es nicht vertragen wird. Kontraindiziert ist Josamycin deshalb bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff sowie bei Kreuzreaktionen mit anderen Makrolid-Antibiotika. In der Stillzeit ist die Anwendung dagegen nicht ausgeschlossen: Nach der in Frankreich geltenden Fachinformation ist Stillen möglich; treten beim Säugling Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder eine Pilzbesiedlung des Darms auf, wird entweder das Stillen oder die Behandlung unterbrochen.

Wer einen Leberschaden hat, wird Josamycin sehr wahrscheinlich auch nicht gut vertragen und sollte das sehr sorgfältig mit dem behandelnden Arzt abklären. Eine Niereninsuffizienz zählt dagegen nicht zu den Gegenanzeigen; der Wirkstoff verlässt den Körper nur zu einem sehr geringen Teil über die Nieren.

Nebenwirkungen können sich in allergischen Hautreaktionen, Asthma oder Pruritus zeigen. Das ist statistisch betrachtet in 0,4 % aller Anwendungen der Fall. Leichte gastrointestinale Störungen treten in bis zu 12 % der Anwendungsfälle auf. Es kann auch zum Therapieabbruch kommen, wenn die Nebenwirkungen zu stark werden.

Diarrhoe, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Übelkeit führen in 2 % aller Anwendungsfälle zum Therapieabbruch. Bei 1 % der Therapieabbrüche liegt es an neurologischen Störungen wie Kopfschmerzen und Schwindelanfällen. Sehr selten kann ein Abbruch der Therapie auch nötig sein, weil es zu einem cholestatischen Ikterus gekommen ist.

Ebenfalls sehr selten wird das Medikament nicht vertragen, weil eine Colitis (Dickdarmentzündung), Zungenbeläge, Stomatitis oder Schleimhautirritationen auftreten. Interaktionen mit anderen Medikamenten kommen gelegentlich vor, beispielsweise dann, wenn diese Medikamente ebenfalls den Leberstoffwechsel belasten.

Zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen zählen Reaktionen der Haut, darunter das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse, bei der sich die Oberhaut großflächig ablöst. Zeigen sich solche Reaktionen, wird die Behandlung beendet und eine geeignete Therapie eingeleitet. Berichtet wurden ferner Fälle einer Dickdarmentzündung mit Belagbildung; bei schwerem Durchfall während oder nach der Behandlung ist daran zu denken. Mittel, die die Darmbewegung hemmen, kommen in dieser Lage nicht in Betracht.

Bei eingeschränkter Leberfunktion wird von der Anwendung abgeraten. Ist sie dennoch erforderlich, werden die Leberwerte regelmäßig kontrolliert, und gegebenenfalls wird die verabreichte Menge verringert.

Kontraindikationen

Josamycin, ein Makrolid-Antibiotikum, wird zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt. Bei der Anwendung gibt es jedoch bestimmte Kontraindikationen, die berücksichtigt werden müssen:

Allergie gegen Makrolide: Die wichtigste Kontraindikation ist eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Josamycin oder andere Makrolid-Antibiotika. Patienten mit einer solchen Allergie können eine allergische Reaktion entwickeln, die von Hautausschlägen bis hin zu anaphylaktischem Schock reichen kann.

Eingeschränkte Leberfunktion: Da Josamycin hauptsächlich über die Leber verstoffwechselt wird, wird bei eingeschränkter Leberfunktion von der Anwendung abgeraten. Eine Gegenanzeige ist sie jedoch nicht: Ist die Behandlung erforderlich, wird sie unter regelmäßiger Kontrolle der Leberwerte durchgeführt, und die verabreichte Menge wird gegebenenfalls verringert.

Myasthenia gravis: Bei einer Myasthenia gravis ist besondere Vorsicht geboten, weil Makrolide die Muskelschwäche bei dieser Erkrankung verschlimmern können. Ein vollständiger Ausschluss von der Behandlung ergibt sich daraus nicht: Die Fachinformationen anderer Makrolide führen die Erkrankung unter den Warnhinweisen, nicht unter den Gegenanzeigen.

Schwangerschaft: Die Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren sind begrenzt, weshalb vorsorglich von der Anwendung abgeraten wird, sofern sie nicht notwendig ist. Für die Stillzeit gilt das nicht: Der Wirkstoff geht zwar in die Muttermilch über, die vom Säugling aufgenommene Menge ist jedoch gering im Vergleich zu den Mengen, die Säuglingen selbst verordnet werden. Zu beobachten ist vor allem die Darmflora des Kindes.

Kombination mit bestimmten Medikamenten: Josamycin kann mit anderen Medikamenten wie Antikoagulanzien oder Medikamenten, die über das Enzym CYP3A4 metabolisiert werden, interagieren. Diese Interaktionen können das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen erhöhen.

Bestimmte Wirkstoffe, die nicht gleichzeitig gegeben werden dürfen: Die in Frankreich geltende Fachinformation führt neben der Überempfindlichkeit fünf Arzneistoffe ausdrücklich als Gegenanzeige auf. Ergotamin und Dihydroergotamin können in Verbindung mit Josamycin zu schweren Durchblutungsstörungen mit Gewebeuntergang an den Gliedmaßen führen. Bei Pimozid und bei Ivabradin steigt das Risiko schwerer Störungen des Herzrhythmus. Bei Colchicin können sich die Nebenwirkungen bis ins Lebensbedrohliche verstärken.

Bestehende Herzerkrankung: Hier ist Vorsicht geboten, ein vollständiger Ausschluss von der Behandlung ergibt sich daraus nicht. Unter Makroliden einschließlich Josamycin sind Herzrhythmusstörungen berichtet worden. Bei einer bestehenden oder begleitenden Herzerkrankung ist der Wirkstoff deshalb nur mit Zurückhaltung anzuwenden, in besonderem Maß bei sehr jungen Patienten, also bei Neugeborenen und Säuglingen, sowie bei älteren Menschen. Dieselbe Zurückhaltung gilt bei anderen Umständen, die Rhythmusstörungen begünstigen können, etwa bei Atemstörungen oder einem gestörten Elektrolythaushalt, und bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die selbst auf den Herzrhythmus wirken, wie Digoxin.

Das Verständnis dieser Kontraindikationen ist entscheidend, um die sichere Anwendung von Josamycin zu gewährleisten und das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen zu minimieren.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Josamycin, ein Makrolid-Antibiotikum, kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren, was die Wirkung von Josamycin oder den anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Einige dieser Interaktionen umfassen:

Antikoagulanzien: Josamycin kann die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin erhöhen, was das Risiko von Blutungen verstärkt. Eine engmaschige Überwachung der Blutgerinnung ist erforderlich, und es kann eine Anpassung der Antikoagulans-Dosis nötig sein.

CYP3A4-Metabolisierte Medikamente: Josamycin wird über das Cytochrom-P450-Enzymsystem (CYP3A4) metabolisiert. Medikamente, die ebenfalls durch dieses Enzym verstoffwechselt werden, können mit Josamycin interagieren und deren Wirkung verändern. Beispiele sind bestimmte Statine, wie Simvastatin und Lovastatin, sowie Medikamente zur Behandlung von Epilepsie wie Carbamazepin. Der zugrunde liegende Mechanismus ist dabei eine Hemmung: Josamycin bremst den Abbau der anderen Wirkstoffe über dieses Enzym, sodass deren Blutspiegel ansteigen können. Innerhalb der Makrolide fällt dieses Potenzial allerdings unterschiedlich stark aus. Anders als Erythromycin geht Josamycin mit dem Enzym kaum dauerhafte Verbindungen ein; Wechselwirkungen treten deshalb seltener auf als bei den Vertretern, für die eine solche Blockade beschrieben ist.

Immunsuppressiva: Medikamente wie Ciclosporin, die das Immunsystem unterdrücken, können durch Josamycin beeinflusst werden. Die Plasmakonzentration von Ciclosporin kann erhöht sein, was das Risiko für Nephrotoxizität erhöht.

Antibiotika: Josamycin kann die Wirkung anderer Antibiotika beeinflussen. Beispielsweise kann die gleichzeitige Anwendung von Josamycin und Clindamycin die antibakterielle Wirkung beeinträchtigen, da beide Wirkstoffe an derselben Stelle des Ribosoms angreifen und sich dort gegenseitig verdrängen.

Herzrhythmusmedikamente: Josamycin kann das Risiko für QT-Verlängerungen erhöhen, insbesondere in Kombination mit anderen Medikamenten, die ebenfalls diese Nebenwirkung haben, wie bestimmte Antiarrhythmika oder Antidepressiva.

Diese Interaktionen machen es notwendig, die Medikation des Patienten vor der Verschreibung von Josamycin sorgfältig zu überprüfen und potenzielle Risiken sorgfältig abzuwägen.

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn Josamycin aufgrund von Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht verwendet werden kann, stehen alternative Antibiotika und Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die Auswahl hängt von der Art der Infektion, dem verursachenden Erreger und den individuellen Patientenbedingungen ab:

Andere Makrolide: Erythromycin und Azithromycin sind mögliche Alternativen zu Josamycin. Sie haben ein ähnliches Wirkungsspektrum, können jedoch besser verträglich sein.

Clindamycin: Dieses Antibiotikum kann bei Patienten eingesetzt werden, die auf Makrolide allergisch reagieren. Es ist wirksam gegen viele grampositive Bakterien und einige Anaerobier.

Tetracycline: Doxycyclin und Minocyclin sind Tetracyclin-Antibiotika mit einem breiten Wirkungsspektrum. Sie sind nützlich bei Infektionen der Atemwege, Hautinfektionen und anderen bakteriellen Erkrankungen.

Penicilline und Cephalosporine: Bei Patienten, die nicht allergisch auf Beta-Lactam-Antibiotika reagieren, können Penicilline (wie Amoxicillin) oder Cephalosporine (wie Cefalexin) eine geeignete Alternative sein.

Fluorchinolone: Ciprofloxacin und Levofloxacin sind Fluorchinolone, die bei bestimmten schweren Infektionen eingesetzt werden können. Sie bieten eine breite antibakterielle Wirkung, haben jedoch ein anderes Nebenwirkungsprofil.

Sulfonamide: Sulfamethoxazol-Trimethoprim ist ein Kombinationsantibiotikum, das bei Infektionen der Harnwege und bestimmten Atemwegsinfektionen eingesetzt werden kann.

Die Wahl der geeigneten Alternative erfordert eine genaue Diagnose der Infektion und eine sorgfältige Berücksichtigung der Verträglichkeit des Patienten.

Quellen

  • Ackermann, G. (Hrsg.): Antibiotika und Antimykotika.
    ISBN: 9783804729407
  • Frank, U.: Antibiotika am Krankenbett.
    ISBN: 9783662583371
  • Brodt, H.-R. (Hrsg.): Infektionstherapie.
    ISBN: 9783132423435
  • Hof, H., Schlüter, D. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie.
    ISBN: 9783132423558
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223

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