Gastroenterologie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie der umliegenden Organe befasst. Sie nutzt dabei eine Reihe von Diagnose- und Untersuchungsverfahren, unter denen die Endoskopie, Ultraschall und Funktionstests als vorherrschend gelten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Gastroenterologie?

Gastroenterologie
Die Gastroenterologin befasst sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie der umliegenden Organe.

Als Fachbegriff leitet sich die Gastroenterologie von den griechischen Worten γαστήρ, gastēr, dt. "Magen", und έντερον, enteron, dt. "Darm", ab. Sie widmet sich der Prävention, Diagnostik und konservativen Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes mit Hilfe von Medikamenten und/oder physikalischen Maßnahmen.

Das Behandlungsspektrum der Gastroenterologie umfasst ebenfalls die umliegenden Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Als Teilgebiet der Inneren Medizin kann die Gastroenterologie weiter in einige Spezialgebiete untergliedert werden. Es sind z.B. die Hepatologie, Proktologie und Gastrointestinale Onkologie. Die Hepatologie beschäftigt sich sowohl mit der Physiologie als auch Pathologie der Leber und Gallenwege und ist für die Diagnostik sowie Therapie von Erkrankungen dieser Organe zuständig.

Die Proktologie (bekannt auch als Koloproktologie oder Coloproktologie) konzentriert sich hingegen auf die Erkrankungen des Enddarms. Im Fokus der nichtoperativen (z.B. medikamentösen) Behandlung stehen in diesem Spezialgebiet der Grimmdarm, Mastdarm sowie Analkanal. Die letzterwähnte Gastrointestinale Onkologie befasst sich mit der multidisziplinären kurativen und palliativen Therapie und umfasst sonographische und endoskopische Präventionsuntersuchungen bei Personen mit erhöhtem Risiko.

Behandlungen & Therapien

Ein breit gefächertes Behandlungsspektrum der Gastroenterologie erlaubt verschiedene Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie der umliegenden Organe frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Einen wichtigen Aufgabenteil für die Gastroenterologie stellen die Diagnostik und Therapie von Tumoren dar.

Dazu gehören z.B. bösartige Tumoren der Speiseröhre (Ösophaguskarzinom), die sich aus den Drüsenzellen der Schleimhaut (Adenokarzinome) oder Oberflächenzellen (Plattenepithelkarzinome) entwickeln. Erwähnenswert sind darüber hinaus bösartige Tumoren im Bereich des Dickdarms (Kolonkarzinom). Sie treten vorwiegend in der Dickdarmschleimhaut auf und gehen aus den Darmpolypen hervor. In Deutschland zählen sie bei Frauen wie bei Männern zu den häufigsten Krebserkrankungen; bei Frauen liegen sie nach dem Brustkrebs, bei Männern nach Prostatakrebs und Lungenkrebs.

Neben verschiedenen Tumoren des Magen-Darm-Traktes beschäftigt sich die Gastroenterologie auch mit Entzündungen. Dazu gehört z.B. Blinddarmentzündung (Appendizitis), die in jedem Lebensalter plötzlich auftreten kann und mit starken Schmerzen im Unterbauch einhergeht. Allgemein bekannt ist außerdem die Entzündung der Magen-Darm-Schleimhaut, die auch als Gastritis (früher Magenkatarrh) bezeichnet wird. Hier werden drei Typen unterschieden. Typ A kann auf autoimmune Prozesse zurückgeführt werden. Der am häufigsten vorkommende Typ B ist die Folge einer bakteriellen Infektion des Magens mit dem Keim Helicobacter pylori.

Typ C wird hingegen durch äußere Belastungsfaktoren wie z.B. Alkoholmissbrauch oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht. In Bezug auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes ist außerdem der in mechanischen und/oder funktionellen Ursachen liegende Darmverschluss (Ileus) nicht zu vernachlässigen, weil er ohne frühzeitige Therapie und oft einen operativen Eingriff lebensbedrohlich verlaufen kann. Eine Leberzirrhose, die in Deutschland primär durch erhöhten Alkoholkonsum sowie chronische Hepatitis C hervorgerufen wird, kann auch schwere gesundheitliche Folgen haben.

Eine große Gruppe von Erkrankungen, die innerhalb der Gastroenterologie behandelt werden, bilden ebenfalls die sog. Funktionsstörungen. Als Beispiel für diese dienen Reizdarmsyndrom sowie funktionelle Dyspepsie. Seit einigen Jahren widmet sich die Gastroenterologie vermehrt auch dem Husten mit Atemnot, der auf den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (Reflux) verweisen kann.


Diagnose & Untersuchungsmethoden

Zur Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie der umliegenden Organe bedient sich die Gastroenterologie verschiedener Diagnose- und Untersuchungsverfahren. Als vorherrschend gelten die Gastroskopie (Magenspiegelung) und Koloskopie (Darmspiegelung).

Die erste dauert etwa 10 bis 15 Minuten und ermöglicht den Gastroenterologen mithilfe eines speziellen Gastroskops Magen, Speiseröhre sowie Zwölffingerdarm genau einzusehen. Die zweite hingegen dauert etwa 20 bis 30 Minuten und erlaubt dank einem Video-Koloskop mit variabler Biegsamkeit den gesamten Dickdarm sowie die Einmündung des Dünndarms in den Dickdarm zu untersuchen. Beide endoskopischen Untersuchungsmethoden werden meist als wenig schmerzhaft, wenn auch als unangenehm empfunden.

Während den Patienten vor der Gastroskopie ein Lokalanästhetikum in den Rachen gesprüht oder in akuten Fällen eine Beruhigungsspritze (Sedoanalgesie) verabreicht wird, erfordert die Koloskopie eine gründliche Darmreinigung mittels eines Darmreinigungsmittels; eine Sedoanalgesie wird dabei in der Regel angeboten, ist aber nicht zwingend erforderlich. Eine weitere endoskopische Verfahrensmethode ist die sog. endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP), welche den Gallen- oder Bauchspeicheldrüsengang untersuchen lässt und zur Steinentfernung oder Zertrümmerung verwendet werden kann. In diesem Zusammenhang gewinnen bei Patienten immer größeres Interesse auch die sog. NOTES Methoden.

Es handelt sich bei denen um endoskopische Operationen durch natürliche Öffnungen, die als Fortschritt innerhalb der laparoskopischen Chirurgie anzusehen sind. Eine wesentliche Bedeutung wird darüber hinaus dem Ultraschall beigemessen, wobei heute neben der konventionellen Sonographie auch eine sehr moderne Kontrastmittel-Sonographie verwendet wird. Diese ermöglicht eine genaue Darstellung der Durchblutung der Organe, die computergestützt aufgezeichnet und analysiert werden kann. Die Ultraschalluntersuchung ist in der Regel schmerzfrei und hat keine Nachwirkungen; Druck mit dem Schallkopf auf eine entzündete Stelle kann jedoch unangenehm sein.

Zu weiteren Diagnose- und Untersuchungsverfahren im Fachgebiet der Gastroenterologie gehören die Funktionstests, darunter eine komplexe Serie von C13- und H2-Atemtests. Dank dieser kann z.B. Helicobacter pylori nachgewiesen werden. Bekannt ist außerdem die Kapsel-pH-Metrie, die zur Säuremessung über 48 Stunden in der Speiseröhre dient und die Reflux-Krankheit (Sodbrennen) bestätigen oder ausschließen kann. Einen wesentlichen Beitrag leistet heute zudem die hochauflösende Manometrie (HRM), die als Beispiel für eine neue Methode zur Messung von Drücken im Magen-Darm-Trakt dient.

Typische & häufige Erkrankungen des Verdauungstraktes

Weiterbildung & Qualifikation

Wer in Deutschland gastroenterologisch tätig sein möchte, durchläuft nach Medizinstudium und ärztlicher Zulassung eine mehrjährige Weiterbildung. Die Gastroenterologie ist dabei kein eigenständiges Gebiet, sondern nach der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer ein Schwerpunkt der Inneren Medizin. Die vollständige Bezeichnung lautet entsprechend "Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie" beziehungsweise "Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie". Am Anfang steht eine internistische Basisweiterbildung, die alle Schwerpunkte der Inneren Medizin gemeinsam haben; erst darauf baut die Vertiefung im Magen-Darm-Bereich auf. Festgelegt und überwacht wird die Weiterbildung von den Landesärztekammern, weshalb sich die Anforderungen zwischen den Bundesländern in Einzelheiten unterscheiden können.

Ein erheblicher Teil der Weiterbildungszeit entfällt auf die praktische Übung an den endoskopischen Verfahren. Wie viele Untersuchungen selbstständig durchgeführt und dokumentiert sein müssen, gibt der jeweilige Weiterbildungskatalog vor. Hinzu kommen Kenntnisse in der Sonographie des Bauchraums, in der Beurteilung von Laborwerten und in der medikamentösen Therapie. Weil viele der behandelten Erkrankungen chronisch verlaufen, gehört auch die langfristige Begleitung von Patientinnen und Patienten zu den Ausbildungsinhalten.

An die Schwerpunktweiterbildung können sich Zusatzqualifikationen anschließen. Verbreitet sind unter anderem die Proktologie, die Ernährungsmedizin, die medikamentöse Tumortherapie und die Infektiologie. Ärztinnen und Ärzte mit besonderem Interesse an Lebererkrankungen vertiefen die Hepatologie; andere widmen sich vorrangig den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Ob jemand später überwiegend endoskopisch, überwiegend ambulant oder überwiegend wissenschaftlich arbeitet, entscheidet sich in der Regel erst nach der Facharztprüfung.

Arbeitsfelder & Versorgungsstrukturen

Gastroenterologische Versorgung findet in sehr unterschiedlichen Rahmen statt. In der niedergelassenen Praxis und im medizinischen Versorgungszentrum liegt der Schwerpunkt auf der ambulanten Abklärung von Beschwerden, auf Früherkennungsuntersuchungen und auf der Betreuung chronischer Erkrankungen über Jahre hinweg. Endoskopische Untersuchungen werden dort in eigens ausgestatteten Räumen mit angeschlossenem Überwachungsbereich durchgeführt; die untersuchte Person verlässt die Praxis üblicherweise noch am selben Tag.

Kliniken halten daneben Strukturen vor, die eine Praxis nicht leisten kann. Dazu zählt die Versorgung akuter Blutungen im Magen-Darm-Trakt, die zu jeder Tages- und Nachtzeit eine endoskopische Behandlung erforderlich machen kann, ebenso die Betreuung schwer kranker Menschen mit fortgeschrittener Leberzirrhose oder mit einer schweren Bauchspeicheldrüsenentzündung. Größere Häuser bündeln die Behandlung in Zentren, in denen Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Onkologie, Radiologie und Pathologie zusammenwirken und Behandlungsentscheidungen gemeinsam in einer Fallkonferenz getroffen werden. Universitätskliniken übernehmen zusätzlich seltene Krankheitsbilder, die Vorbereitung auf eine Lebertransplantation und die klinische Forschung.

Neben der ärztlichen Arbeit trägt spezialisiertes Assistenzpersonal die endoskopische Versorgung mit. Es bereitet die Geräte auf, assistiert während der Untersuchung und überwacht die Patientinnen und Patienten im Anschluss. Die Aufbereitung der Endoskope ist ein eigener, streng geregelter Arbeitsbereich, weil die Geräte von Untersuchung zu Untersuchung weitergegeben werden.

Abgrenzung & Zusammenarbeit

Die Gastroenterologie ist ein überwiegend konservatives Fach: Sie behandelt mit Medikamenten, mit endoskopischen Eingriffen und mit Ernährungsmaßnahmen. Wird ein offener oder minimal-invasiver Bauchschnitt nötig, etwa zur Entfernung eines Organabschnitts, ist die Viszeralchirurgie zuständig. Beide Fächer arbeiten eng zusammen: Ein bei einer Spiegelung entdeckter Darmkrebs wird chirurgisch behandelt, die Nachsorge übernimmt dann häufig wieder die Gastroenterologie.

Zur Onkologie bestehen Überschneidungen bei Tumoren des Verdauungstraktes, zur Infektiologie bei Durchfallerkrankungen und Leberentzündungen, zur Radiologie bei den bildgebenden Verfahren und bei bildgesteuerten Eingriffen. Die feingewebliche Beurteilung entnommener Proben leistet die Pathologie; ohne sie bleibt ein endoskopischer Befund häufig unvollständig. Bei Erkrankungen, an denen der Verdauungstrakt nur mitbeteiligt ist, kommen weitere Fächer hinzu: die Rheumatologie bei entzündlichen Systemerkrankungen, die Endokrinologie bei Störungen des Stoffwechsels, die Allergologie bei Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln.

Von der Inneren Medizin insgesamt unterscheidet sich die Gastroenterologie durch die Konzentration auf ein Organsystem, ohne den Blick auf den ganzen Menschen aufzugeben. Bauchbeschwerden können ihre Ursache auch außerhalb des Verdauungstraktes haben – im Herzen, in der Schilddrüse, in der Wirbelsäule oder in seelischer Belastung. Zu den Aufgaben des Fachs gehört daher auch, solche Ursachen mitzudenken und gegebenenfalls weiterzuverweisen.

Wann eine Überweisung erfolgt

Erste Anlaufstelle bei Beschwerden im Bauchraum ist meist die hausärztliche Praxis. Sie klärt vieles selbst ab und überweist weiter, wenn die Beschwerden anhalten, wenn sie sich nicht einordnen lassen oder wenn Warnzeichen hinzukommen. Als solche gelten unter anderem sichtbares Blut im Stuhl oder schwarz gefärbter Stuhl, Schluckbeschwerden, ungewollter Gewichtsverlust, anhaltendes Erbrechen, eine unklare Blutarmut, eine Gelbsucht sowie Durchfälle über mehrere Wochen. Auch eine dauerhafte Veränderung der Stuhlgewohnheiten kann Anlass für eine Abklärung sein.

Solche Zeichen bedeuten nicht, dass eine schwere Erkrankung vorliegt – die meisten haben harmlose Ursachen. Sie sind aber Gründe, nicht abzuwarten. Bei starken, plötzlich einsetzenden Bauchschmerzen, bei Bluterbrechen oder bei hohem Fieber mit Bauchschmerzen ist umgehend ärztliche Hilfe nötig, gegebenenfalls über den Notdienst.

Unabhängig von Beschwerden besteht in Deutschland ein Anspruch auf Früherkennung von Darmkrebs. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab einem festgelegten Alter – für Männer früher als für Frauen – die Vorsorgekoloskopie sowie in kürzeren Abständen einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Wer nahe Angehörige mit Darmkrebs oder mit Darmpolypen hat, wird in der Regel früher und engmaschiger untersucht; hier entscheidet die ärztliche Beratung im Einzelfall.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Vor jeder endoskopischen Untersuchung steht ein Aufklärungsgespräch, in dem Ablauf, Nutzen und Risiken besprochen werden. Erfragt wird dabei auch, welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden. Gerinnungshemmende Mittel sind hier von besonderer Bedeutung, weil während einer Spiegelung Gewebeproben entnommen oder Polypen abgetragen werden können. Ob ein solches Medikament vor dem Termin angepasst wird, entscheidet ausschließlich die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt; eigenmächtig abgesetzt werden darf es nicht.

Für die Untersuchung des Magens ist Nüchternheit erforderlich, für die Darmspiegelung zusätzlich eine gründliche Reinigung des Darms mit einer Trinklösung. Wie und wann diese eingenommen wird, teilt die Praxis vorher schriftlich mit; von der Sorgfalt bei der Vorbereitung hängt ab, wie gut die Darmschleimhaut beurteilt werden kann. Auch die Ernährung in den Tagen davor wird häufig umgestellt.

Wird ein Beruhigungsmittel gegeben, ist die Reaktionsfähigkeit für den Rest des Tages eingeschränkt. Wer eine solche Sedierung erhält, darf anschließend nicht selbst am Straßenverkehr teilnehmen und sollte sich abholen lassen; auch das Unterzeichnen wichtiger Erklärungen wird für diesen Tag nicht empfohlen. Nach der Untersuchung schließt sich eine Überwachungszeit an, danach ein Gespräch über das, was gesehen wurde. Wurden Gewebeproben entnommen oder Polypen abgetragen, folgen Hinweise auf mögliche Nachblutungen und darauf, wann ärztliche Hilfe zu suchen ist.

Was ein Befund bedeutet

Am Ende einer Spiegelung steht zunächst nur die Beschreibung dessen, was sichtbar war. Wurden Proben entnommen, ist die Beurteilung erst vollständig, wenn der Befund aus der Pathologie vorliegt; darauf muss man in der Regel einige Tage warten. Erst dann lässt sich sagen, ob eine auffällige Stelle harmlos ist, kontrolliert werden sollte oder eine Behandlung erfordert.

Ein unauffälliger Befund entlastet, ist aber keine Garantie für die Zukunft. Eine Spiegelung beurteilt nur die Abschnitte, die sie erreicht, und nur den Zustand am Untersuchungstag. Beschwerden ohne sichtbare Veränderung sind häufig; sie sind deshalb nicht eingebildet, sondern verweisen oft auf Funktionsstörungen wie das Reizdarmsyndrom, die sich mit dem bloßen Auge nicht erkennen lassen. Umgekehrt bedeutet ein auffälliger Befund nicht zwangsläufig eine schwere Erkrankung – viele Veränderungen der Schleimhaut sind gutartig oder lassen sich im selben Eingriff entfernen.

Aus dem Ergebnis folgt üblicherweise ein Vorschlag für das weitere Vorgehen: eine Behandlung, eine Kontrolluntersuchung nach einem bestimmten Zeitraum oder eine weiterführende Diagnostik. Halten Beschwerden trotz unauffälligem Ergebnis an oder ändern sie ihren Charakter, ist eine erneute ärztliche Vorstellung sinnvoll.

Quellen

  • Messmann, H. (Hrsg.): Klinische Gastroenterologie.
    ISBN: 9783131472526
  • Riemann, J. F., Fischbach, W., Galle, P. R., Mössner, J. (Hrsg.): Referenz Gastroenterologie.
    ISBN: 9783132405004
  • Riemann, J. F., Fischbach, W., Galle, P. R., Mössner, J. (Hrsg.): Checkliste Gastroenterologie und Hepatologie.
    ISBN: 9783132454217
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655
  • Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al.: Innere Medizin.
    ISBN: 9783132443471

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