Domperidon
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Das Domperidon ist ein Heilmittel zur Behandlung des Erbrechens sowie der Übelkeit. Zugleich regt es die Bewegungen des Magens an. Seine Anwendungsgebiete sind 2014 europaweit auf Übelkeit und Erbrechen beschränkt worden; zugleich wurden Dosis und Behandlungsdauer begrenzt, weil sich ein erhöhtes Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen gezeigt hatte.
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Was ist Domperidon?
Als Domperidon wird ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel gegen Symptome bezeichnet, die aus dem Magen-Darm-Trakt herrühren können. Umfasst sind dabei die Übelkeit und das Erbrechen.
Für Beschwerden wie Völlegefühl oder Sodbrennen war das Mittel früher ebenfalls zugelassen; diese Anwendungsgebiete sind seit 2014 entfallen, weil sich der Nutzen dafür nicht ausreichend belegen ließ. Die Behandlung soll in der Regel nicht länger als eine Woche dauern. Bei dem Domperidon handelt es sich um ein Antiemetikum – ein Präparat also, das gerade die Übelkeit sowie den Brechreiz hemmen soll.
Angewandt wird das Domperidon bei Übelkeit und Erbrechen unterschiedlicher Ursache, etwa im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen oder im Rahmen eines operativen Eingriffs. Gegen die Reisekrankheit eignet es sich dagegen nicht: Diese entsteht im Gleichgewichtsorgan, und Domperidon dringt kaum in das Gehirn vor. Während einer Schwangerschaft soll es nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen dies rechtfertigt.
Pharmakologische Wirkung
Allgemein soll das Domperidon als Gegenspieler des Dopamins wirken. Dieses ist ein Neurotransmitter und somit ein Botenstoff, der als Auslöser von Reizzuständen in den Nervenzellen gilt.
Entscheidend dabei ist es, dass sich dieser Bote an den sogenannten Dopamin-Rezeptor im Nervensystem anschließen kann und damit erst die Übelkeit und das Erbrechen auslöst. Hier wiederum setzt nun das Domperidon an, das den vorgenannten Weg des Dopamins blockiert und seinen Zugriff auf den Rezeptor nicht erlaubt. Allerdings werden die Symptome damit nicht zwangsläufig ausgeschlossen.
Das Präparat regt daneben die Tätigkeit des Magen-Darm-Bereichs an: Es steigert die Beweglichkeit des Magens und beschleunigt seine Entleerung. Ein eigenes Anwendungsgebiet ist daraus in Deutschland nicht mehr abgeleitet; die Fachinformation nennt heute allein die Besserung von Übelkeit und Erbrechen, und zwar für Erwachsene und für Jugendliche ab einem bestimmten Alter und Körpergewicht.
Die Wirkung gegen das Erbrechen beruht möglicherweise auf zwei Angriffspunkten zugleich: auf den Wirkungen im Magen-Darm-Trakt und auf der Blockade von Dopaminrezeptoren in der Chemorezeptoren-Triggerzone, die außerhalb der Blut-Hirn-Schranke in der Area postrema liegt. Weil Domperidon die Blut-Hirn-Schranke praktisch nicht durchdringt, sind Bewegungsstörungen unter dem Mittel sehr selten.
Medizinische Anwendung & Verwendung
Das Domperidon kommt folglich dort zum Einsatz, wo Übelkeit und Erbrechen als akute Beschwerden des Darms sowie des Magens auftreten. So kann es in der Nachsorge eines operativen Eingriffs zu Unannehmlichkeiten kommen, die ein Erbrechen und erhebliche Schwindelgefühle mit sich bringen.
Auch hier ist es erforderlich, das Domperidon zur akuten Linderung der Symptome anzuwenden. Die Behandlung bleibt dabei auf kurze Zeiträume beschränkt, und der Wirkstoff wird in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet, weil das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen mit der Höhe der Tagesdosis zunimmt. Lassen sich die Erscheinungsformen nicht kurieren, wird das Heilmittel im Regelfall durch stärkere Präparate ersetzt.
So muss in derartigen Fällen davon ausgegangen werden, dass ein Wechsel auf alternative Produkte oder sogar ein medizinischer Eingriff erforderlich ist, um dem eigentlichen Leiden auf den Grund zu gehen.
Verabreichung & Dosierung
Bei der Verabreichung und Dosierung von Domperidon, einem Medikament zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen, sind mehrere wichtige Aspekte zu beachten. Domperidon wird üblicherweise in Tablettenform, als Suspension oder als Zäpfchen verabreicht.
Die typische Dosierung für Erwachsene beträgt 10 mg ein- bis dreimal täglich, maximal jedoch 30 mg pro Tag. Es wird empfohlen, Domperidon 15 bis 30 Minuten vor den Mahlzeiten einzunehmen. Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich gehalten werden, in der Regel nicht länger als eine Woche, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren.
Wo eigene Präparate für Kinder zugelassen sind, wird die Dosierung nach dem Körpergewicht berechnet, üblicherweise 0,25 mg/kg, bis zu dreimal täglich; die maximale Tagesdosis sollte 0,75 mg/kg nicht überschreiten. Die in Deutschland zugelassenen Präparate sind dagegen Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 Kilogramm vorbehalten – für Kinder unter 12 Jahren und für Jugendliche mit geringerem Gewicht ist die Wirksamkeit nicht erwiesen.
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte die Dosierung angepasst werden, weil sich die Halbwertszeit von Domperidon dort verlängert. Abgebaut wird der Wirkstoff überwiegend in der Leber; der größere Teil verlässt den Körper über den Stuhl, und nur ein sehr kleiner Anteil wird unverändert ausgeschieden. Bei wiederholter Gabe wird die Einnahmehäufigkeit verringert, und möglicherweise benötigen diese Patienten eine Reduktion der Dosis sowie eine sorgfältige Überwachung der Behandlung.
Domperidon ist bei Patienten mit bestimmten Herzproblemen, insbesondere bei solchen mit einer verlängerten QT-Zeit, bei mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung oder bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, kontraindiziert. Es sollte auch nicht zusammen mit starken CYP3A4-Inhibitoren eingenommen werden, da diese die Konzentration von Domperidon im Blut erhöhen und das Risiko von Herzrhythmusstörungen verstärken können.
Patienten sollten über mögliche Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel und seltene, aber schwerwiegende Herzrhythmusstörungen informiert werden. Es ist wichtig, dass Patienten bei Auftreten von Symptomen wie Brustschmerzen oder unregelmäßigem Herzschlag sofort ärztlichen Rat einholen.
Risiken & Nebenwirkungen
Die deutsche Fachinformation ordnet die unerwünschten Wirkungen von Domperidon nach Häufigkeitsklassen. Häufig, also bei bis zu einem von zehn Behandelten, tritt ein trockener Mund auf. Gelegentlich kommen Schläfrigkeit und Kopfschmerzen vor, dazu Durchfall, Hautausschlag und Juckreiz, ein Verlust des sexuellen Verlangens, Angstzustände, Schwäche sowie Milchfluss, Brustschmerzen und ein Spannungsgefühl in der Brust. Ohne abschätzbare Häufigkeit sind allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock beschrieben, ferner Unruhe und Nervosität, Krampfanfälle, Bewegungsstörungen, eine Verschlechterung des Restless-Legs-Syndroms bei Parkinson-Kranken, Verkrampfungen der Augenmuskeln, Nesselsucht und Angioödem, Harnverhalt, eine Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, ein Ausbleiben der Regelblutung sowie auffällige Leberwerte. In dieselbe Klasse fallen die schwerwiegenden Ereignisse am Herzen: Kammerrhythmusstörungen, eine Verlängerung der QTc-Zeit, Torsade de pointes und der plötzliche Herztod.
Diese Häufigkeitsangaben beziehen sich auf Studien mit begrenzter Menge und begrenzter Dauer. In Untersuchungen, in denen Domperidon höher dosiert, länger und für weitere Anwendungsgebiete gegeben wurde, stieg die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen mit Ausnahme der Mundtrockenheit deutlich an, besonders bei den Erscheinungen, die auf den erhöhten Prolaktinspiegel zurückgehen.
Allerdings sollte das Mittel nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden, kommt es bei einigen Patienten gerade beim dauerhaften Gebrauch des Domperidon doch zu Störungen der Fruchtbarkeit, die bis hin zur Impotenz führen können. Unter der Anwendung kann der Prolaktinspiegel ansteigen; eine abschätzbare Häufigkeit gibt die Fachinformation dafür nicht an. Damit können Veränderungen im Milchfluss der Brust einhergehen, die dort der Häufigkeitsstufe gelegentlich zugeordnet sind.
Ebenso ist eine negative Einwirkung des Domperidon auf das Herz wissenschaftlich bestätigt worden. Insbesondere höhere Dosen des Mittels können zu Herzrhythmusstörungen führen und sogar den Herztod auslösen. Das Domperidon darf daher nur unter ärztlicher Beobachtung zum Einsatz kommen.
Kontraindikationen
Bei der Verwendung von Domperidon gibt es mehrere wichtige Kontraindikationen, die beachtet werden müssen, um das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen zu minimieren.
Herzprobleme: Domperidon ist kontraindiziert bei Patienten mit bestehenden Herzproblemen, insbesondere solchen mit verlängertem QT-Intervall, schweren Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Domperidon kann das QT-Intervall verlängern, was das Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Torsade de Pointes erhöht. Ausgeschlossen ist die Anwendung ebenso bei bedeutsamen Störungen des Elektrolythaushalts – die Fachinformation nennt dabei ausdrücklich sowohl einen zu niedrigen als auch einen zu hohen Kaliumspiegel sowie einen Mangel an Magnesium – und bei einem verlangsamten Herzschlag. Von Elektrolytstörungen und von einer Bradykardie ist nach Angabe der Fachinformation bekannt, dass sie das Risiko für eine Rhythmusstörung erhöhen. Treten unter der Behandlung Anzeichen einer Herzrhythmusstörung auf, wird sie abgebrochen.
Mäßige und schwere Leberfunktionsstörung: Patienten mit einer mäßigen oder schweren Leberinsuffizienz sollten Domperidon nicht einnehmen, da das Medikament in der Leber metabolisiert wird und eine beeinträchtigte Leberfunktion die Konzentration des Medikaments im Blut erhöhen kann, was das Risiko für Nebenwirkungen erhöht.
Gastrointestinale Blutungen oder Perforationen: Domperidon ist kontraindiziert bei Patienten mit gastrointestinalen Blutungen, mechanischer Obstruktion oder Perforationen, da die prokinetische Wirkung des Medikaments die Symptome verschlimmern könnte.
Gleichzeitige Einnahme bestimmter Medikamente: Domperidon sollte nicht zusammen mit starken CYP3A4-Inhibitoren eingenommen werden, wie z. B. Ketoconazol, Erythromycin und Ritonavir, da diese die Konzentration von Domperidon im Blut erhöhen und das Risiko für Herzrhythmusstörungen verstärken können.
Überempfindlichkeit: Patienten, die eine bekannte Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Domperidon oder einen seiner Bestandteile haben, sollten das Medikament nicht verwenden.
Prolaktinom: Domperidon ist kontraindiziert bei Patienten mit einem Prolaktinom (einem Prolaktin-sezernierenden Tumor der Hypophyse), da es die Prolaktinsekretion steigern kann.
Schwangere und stillende Frauen: Domperidon sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt verwendet werden, da es in die Muttermilch übergehen kann und das Risiko für das ungeborene Kind oder den Säugling nicht vollständig geklärt ist.
Es ist wichtig, dass Patienten und Ärzte diese Kontraindikationen berücksichtigen, um eine sichere Anwendung von Domperidon zu gewährleisten.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Bei der Verwendung von Domperidon bestehen mehrere wichtige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die beachtet werden müssen, um Nebenwirkungen zu vermeiden und die Wirksamkeit der Therapie zu gewährleisten.
CYP3A4-Inhibitoren: Domperidon wird hauptsächlich durch das Enzym CYP3A4 metabolisiert. Starke CYP3A4-Inhibitoren wie Ketoconazol, Itraconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Ritonavir und andere Proteaseinhibitoren können die Konzentration von Domperidon im Blut erhöhen. Dies erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen und verlängertes QT-Intervall. Diese Kombinationen sollten vermieden werden.
QT-verlängernde Medikamente: Domperidon kann das QT-Intervall verlängern, was das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen erhöht. Medikamente, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern, wie Amiodaron, Sotalol, Quetiapin, Haloperidol, und bestimmte Antidepressiva (z.B. Citalopram und Escitalopram), sollten nicht gleichzeitig mit Domperidon verwendet werden. Eine ausdrückliche Ausnahme bildet Apomorphin: Hier ist die gemeinsame Gabe zulässig, wenn ihr Nutzen die Risiken überwiegt und die dafür vorgesehenen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.
Anticholinergika: Anticholinergische Medikamente wie Atropin und einige Antidepressiva können die prokinetische Wirkung von Domperidon abschwächen. Diese Medikamente verringern die Beweglichkeit des Magen-Darm-Trakts und können die Wirksamkeit von Domperidon beeinträchtigen.
Antazida und antisekretorische Mittel: Antazida und antisekretorische Mittel wie Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol) und H2-Rezeptorantagonisten (z.B. Famotidin) können die Resorption von Domperidon beeinflussen. Eine zeitgleiche Einnahme soll deshalb vermieden werden: Domperidon wird vor den Mahlzeiten eingenommen, diese Arzneimittel dagegen danach.
Parkinsonmittel: Domperidon wirkt zwar als Dopaminantagonist, dringt aber kaum in das Gehirn vor und hebt die Wirkung von Levodopa oder von Dopaminagonisten deshalb nicht auf. Umgekehrt wird es gerade dazu eingesetzt, die Übelkeit zu unterdrücken, die diese Mittel hervorrufen. Bei gleichzeitiger Gabe steigt der Levodopa-Spiegel im Blut an, ohne dass die Dosis von Levodopa angepasst werden müsste; zugleich ist bei der Kombination auf das Risiko für Herzrhythmusstörungen zu achten.
Makrolidantibiotika: Diese Antibiotika, wie Erythromycin und Clarithromycin, können die Plasmakonzentration von Domperidon erhöhen, was das Risiko für Herzrhythmusstörungen steigert.
Es ist wichtig, dass Patienten alle ihre aktuellen Medikamente ihrem Arzt mitteilen, um potenzielle Wechselwirkungen zu identifizieren und die Behandlung entsprechend anzupassen.
Geschichte und behördliche Überprüfung
Domperidon ist in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union jeweils national zugelassen worden, teils gegen Übelkeit und Erbrechen unterschiedlicher Ursache, teils auch gegen Beschwerden wie Völlegefühl, Unwohlsein und Sodbrennen. Eine Form zur Einspritzung wurde bereits im Jahr 1985 wegen unerwünschter Wirkungen am Herzen vom Markt genommen.
Die entscheidende Überprüfung folgte knapp drei Jahrzehnte später. Auf Antrag der belgischen Arzneimittelbehörde nahm der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz der Europäischen Arzneimittel-Agentur das Nutzen-Risiko-Verhältnis erneut unter die Lupe, weil weiterhin Fälle von Herzproblemen gemeldet wurden. Am 23. April 2014 bestätigte die für gegenseitige Anerkennung zuständige Koordinierungsgruppe dessen Empfehlung: Domperidonhaltige Arzneimittel bleiben verfügbar, dürfen aber nur noch zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen angewendet werden, und Menge sowie Behandlungsdauer werden beschränkt. Wo Präparate für Kinder verfügbar sind, ist die Menge sorgfältig am Körpergewicht auszurichten. Die Anwendungsgebiete, die auf die Beweglichkeit des Magen-Darm-Trakts zielten, entfielen damit.
Alternative Behandlungsmethoden
Wenn Domperidon nicht vertragen wird, stehen verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe zur Verfügung, um Übelkeit und Erbrechen zu behandeln.
Metoclopramid: Metoclopramid ist ein prokinetisches Medikament, das die Magenentleerung fördert und die antiemetische Wirkung durch Blockierung von Dopaminrezeptoren erzielt. Es kann bei Übelkeit und Erbrechen sowie bei Magenentleerungsstörungen eingesetzt werden. Allerdings sollte es wegen des Risikos von Nebenwirkungen wie extrapyramidalen Symptomen und tardiver Dyskinesie nicht langfristig verwendet werden.
Ondansetron: Ondansetron ist ein Serotonin-5-HT3-Rezeptorantagonist, der besonders wirksam bei der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen ist, die durch Chemotherapie, Strahlentherapie und postoperative Zustände verursacht werden. Es hat ein gutes Verträglichkeitsprofil und weniger zentrale Nebenwirkungen.
Prochlorperazin: Prochlorperazin ist ein Antiemetikum, das als Dopaminantagonist wirkt. Es wird häufig zur Behandlung schwerer Übelkeit und Erbrechen eingesetzt, einschließlich solcher, die durch Migräne ausgelöst werden. Es kann jedoch Sedierung und andere zentrale Nebenwirkungen verursachen.
Meclozin: Meclozin ist ein Antihistaminikum, das häufig bei der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen aufgrund von Schwindel und Reisekrankheit eingesetzt wird. Es hat sedierende Eigenschaften und kann Schläfrigkeit verursachen.
Doxylamin und Pyridoxin: Diese Kombination wird oft zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft verwendet. Doxylamin ist ein Antihistaminikum, und Pyridoxin ist Vitamin B6. Die Kombination hat sich als sicher und wirksam erwiesen, insbesondere bei Schwangerschaftsübelkeit.
Ingwer: Ingwer ist ein natürliches Mittel, das in verschiedenen Formen (Kapseln, Tees, Kaugummi) zur Linderung von Übelkeit eingesetzt wird. Es hat wenige Nebenwirkungen und ist eine beliebte Alternative für Patienten, die pflanzliche Behandlungen bevorzugen.
Die Wahl des geeigneten alternativen Medikaments hängt von der Ursache der Übelkeit und den individuellen Bedürfnissen und Gesundheitsbedingungen des Patienten ab. Eine enge Absprache mit dem behandelnden Arzt ist wichtig, um die beste und sicherste Behandlung zu finden.
Quellen
- Messmann, H., Wedemeyer, H. (Hrsg.): Klinische Gastroenterologie.
ISBN: 9783132405233
- Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
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- Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
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- Herold, G.: Innere Medizin 2026.
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- Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al.: Innere Medizin.
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