Basiliximab

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 10. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Basiliximab ist ein Arzneistoff aus der Wirkstoffklasse der Immunsuppressiva. Er wird zur Prävention von Abstoßungsreaktionen nach Nierentransplantationen eingesetzt; bei anderen Organen wie der Leber erfolgt die Anwendung außerhalb der Zulassung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Basiliximab?

Basiliximab
Basiliximab ist ein Arzneistoff aus der Wirkstoffklasse der Immunsuppressiva. Er wird zur Prävention von Abstoßungsreaktionen nach Nierentransplantationen eingesetzt, bei anderen Organen wie der Leber außerhalb der Zulassung.

Basiliximab ist ein arzneilicher Wirkstoff, der zur Gruppe der chimären monoklonalen Antikörper gehört. Er wurde 1998 in den USA und in der Europäischen Union zugelassen. Die Antikörper werden in einer Zellkultur in Maus-Myelomzellen hergestellt. Weitere Bestandteile des fertigen Arzneimittels sind:

Pharmakologische Wirkung

Basiliximab wird als Immunsuppressivum genutzt, unterdrückt also die Reaktionen des Immunsystems. Mit Basiliximab soll der Abstoßung von Organtransplantaten vorgebeugt werden. Dabei soll der Arzneistoff die Anfälligkeit für Infektionen nicht erhöhen.

Die Verabreichung von Basiliximab darf nur in speziellen Zentren erfolgen, die technisch und personell so ausgestattet sind, dass sie Patienten mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf den Arzneistoff adäquat versorgen können. Insgesamt kann die Verträglichkeit von Basiliximab meist als gut gewertet werden.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Basiliximab ist ein Antikörper. Ziel des Antikörpers sind aktivierte T-Zellen. Diese sind in der Regel für Abstoßungen von Transplantatorganen verantwortlich. Das Immunsystem erkennt das transplantierte Organ als fremd und versucht es mithilfe der Immunzellen zu zerstören. Die T-Zellen bilden Killerzellen aus, die in das Gewebe des Organs wandern und dort Entzündungen hervorrufen.

Basiliximab blockiert die sogenannte alpha-Untereinheit des Interleukin-2-Rezeptors der T-Zellen. Normalerweise bindet sich an diesem Rezeptor der T-Zell-Wachstumsfaktor Interleukin-2. Interleukin-2 regt das Wachstum und die Differenzierung der T-Zellen an. Zudem wird die Produktion von Interleukinen und Interferonen sowie die Aktivierung natürlicher Killerzellen und von Makrophagen angeregt. Da Basiliximab aber den Rezeptor blockiert, kann Interleukin-2 die T-Zellen nicht erreichen. Wachstum und Vermehrung der T-Zellen werden somit verhindert. Die gegen das Transplantat gerichtete Immunreaktion wird dadurch abgeschwächt. Der akuten Abstoßung des Transplantats wird somit vorgebeugt.

In der Regel wird Basiliximab zusammen mit Ciclosporin A und Corticosteroiden verabreicht. Ciclosporin verhindert ergänzend dazu die Synthese von neuem Interleukin-2.

Basiliximab wird bei Erwachsenen und Kindern zur Prävention der akuten Transplantatabstoßung nach einer Nieren- oder Lebertransplantation eingesetzt. Zugelassen ist der Arzneistoff allerdings allein für die Nierentransplantation; bei anderen Organen wie der Leber erfolgt die Anwendung außerhalb der Zulassung. Die Fachinformation hält ausdrücklich fest, dass Wirksamkeit und Sicherheit bei anderen Transplantaten als der Niere nicht nachgewiesen sind. Bei Erwachsenen kann der Arzneistoff in Kombination mit Ciclosporin, Corticosteroiden und entweder Azathioprin oder Mycophenolatmofetil zur Dauerbehandlung verwendet werden; die beiden zuletzt genannten Wirkstoffe treten also nicht nebeneinander, sondern anstelle des jeweils anderen in das Behandlungsschema.

Ausdrücklich gewarnt wird vor der Anwendung bei einer Herztransplantation. Wirksamkeit und Sicherheit bei anderen Spenderorganen als der Niere sind nicht nachgewiesen, und in mehreren kleinen Studien an Empfängern eines Spenderherzens wurden unter Basiliximab schwerwiegende Ereignisse am Herzen – ein Herzstillstand, Vorhofflattern und Herzklopfen – häufiger berichtet als unter anderen Behandlungen zur Einleitung der Immunsuppression. Die Anwendung außerhalb der Zulassung ist damit nicht bei allen Organen gleich zu bewerten.

Eine weitere Voraussetzung betrifft den Zeitpunkt: Basiliximab darf nicht gegeben werden, bevor sicher feststeht, dass der Patient das Transplantat und eine begleitende Immunsuppression tatsächlich erhalten wird. Der Grund dafür liegt in der Verträglichkeit. Wird die begleitende Immunsuppression nach einer ersten Gabe vorzeitig beendet – etwa weil eine vorbereitete Transplantation nicht stattfindet oder das Transplantat früh verloren geht –, so ist bei einer späteren erneuten Gabe mit einem erhöhten Risiko für akute Überempfindlichkeitsreaktionen zu rechnen.

Es gibt Studien, die Basiliximab auch eine Wirksamkeit in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa bescheinigen. Eine spätere placebokontrollierte Studie an Patienten mit steroidrefraktärer Colitis ulcerosa fand jedoch keinen Vorteil gegenüber der Scheinbehandlung. Für dieses Anwendungsgebiet ist Basiliximab nicht zugelassen.

Sobald bekannt ist, dass der Patient ein Spenderorgan erhält, wird Basiliximab eingesetzt. Erwachsene erhalten zwei Stunden vor der Transplantation intravenös 20 Milligramm. Vier Tage nach der Transplantation werden weitere 20 Milligramm verabreicht. Studien zeigten, dass es bei einer Ergänzung der immunsuppressiven Standardtherapie durch Basiliximab zu weniger Transplantatabstoßungen kommt.


Verabreichung & Dosierung

Bei der Verabreichung und Dosierung von Basiliximab, einem monoklonalen Antikörper, der als Immunsuppressivum verwendet wird, insbesondere zur Prophylaxe von akuten Abstoßungsreaktionen nach einer Nierentransplantation, sind mehrere wichtige Aspekte zu beachten. Basiliximab wird intravenös verabreicht; bei Kindern und Jugendlichen richtet sich die Dosierung nach dem Körpergewicht.

Üblicherweise wird eine Gesamtdosis von 40 mg empfohlen, die in zwei Dosen aufgeteilt wird. Die erste Dosis von 20 mg wird 2 Stunden vor der Transplantation intravenös gegeben, während die zweite Dosis von 20 mg am 4. Tag nach der Transplantation verabreicht wird. Bei Patienten mit einem Körpergewicht von weniger als 35 kg wird die Dosierung entsprechend angepasst, wobei 10 mg vor und 10 mg nach der Transplantation gegeben werden.

Es ist wichtig, dass Basiliximab langsam über 20 bis 30 Minuten verabreicht wird, um das Risiko von Infusionsreaktionen zu minimieren. Das Medikament sollte unter sterilen Bedingungen und von medizinischem Fachpersonal verabreicht werden.

Bei der Verabreichung von Basiliximab müssen mögliche Wechselwirkungen mit anderen Immunsuppressiva berücksichtigt werden. Regelmäßige Überwachung der Patienten, insbesondere der Immunfunktion und eventueller Infektionen, ist unerlässlich, um Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einer bekannten Allergie gegen Mausproteine, da Basiliximab ein chimärer Antikörper ist, der Mausproteinanteile enthält.

Risiken & Nebenwirkungen

Das Medikament darf nicht bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen einen Wirkbestandteil des Arzneistoffes angewendet werden. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Basiliximab ebenfalls nicht eingesetzt werden.

Basiliximab kann viele Nebenwirkungen hervorrufen. Sehr häufig kommt es zu Schmerzen oder Übelkeit. In den placebokontrollierten Zulassungsstudien traten diese Beschwerden allerdings ebenso häufig ohne Basiliximab auf. Als Überempfindlichkeitsreaktionen können Hautausschlag, Niesen, Urtikaria, Spasmen der Atemwege oder keuchender Atem auftreten.

Unter der Behandlung mit Basiliximab kann zudem ein Lungenödem entstehen. Bei einem Lungenödem sammelt sich Flüssigkeit in den Lungenbläschen und im Bindegewebe der Lunge. Typische Symptome eines Lungenödems sind flache Atmung, Unruhe, Husten, Atemnot und eine Blaufärbung der Haut. In späteren Stadien husten die Patienten auch schaumigen Auswurf ab. Ein Lungenödem belastet das Herz und muss deshalb schnellstmöglich behandelt werden.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Verstopfung, Harnwegsinfekte, Blutarmut, Hypercholesterinämie, Hyperkaliämie und Bluthochdruck.

Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen, die innerhalb des ersten Tages nach der Gabe einsetzen, wurden sowohl bei der ersten Anwendung als auch bei einer erneuten Anwendung in einem weiteren Behandlungszyklus beobachtet. Zu ihnen zählen neben den bereits genannten Beschwerden ein Blutdruckabfall, ein beschleunigter Herzschlag, ein Verkrampfen der Bronchien, ein Versagen des Herzens, eine Erschöpfung der Atmung sowie das Capillary-Leak-Syndrom, bei dem Flüssigkeit aus den kleinsten Blutgefäßen in das umliegende Gewebe austritt. Tritt eine solche schwere Reaktion auf, wird die Behandlung mit Basiliximab dauerhaft abgebrochen; eine weitere Gabe darf dann nicht mehr erfolgen.

Unabhängig davon vergrößern immunsuppressive Behandlungsschemata einschließlich der Kombination mehrerer Arzneimittel die Anfälligkeit für Infektionen, und zwar auch für solche durch opportunistische Erreger, für tödlich verlaufende Infektionen und für die Blutvergiftung. Das Risiko steigt mit dem Ausmaß der Immunsuppression insgesamt. Transplantierte tragen zudem ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit dem Cytomegalievirus und mit dem BK-Virus. In klinischen Studien war die Häufigkeit opportunistischer Infektionen bei Behandlungsschemata mit und ohne Basiliximab allerdings vergleichbar – der Anteil, den der Antikörper selbst daran hat, ließ sich also nicht abgrenzen.

Nach der Markteinführung wurde auch über das Cytokine-Release-Syndrom berichtet; seine Häufigkeit lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen. Dabei wird eine Vielzahl von Zytokinen aus den T-Zellen freigesetzt. In der Folge kommt es zu Fieber, Atembeschwerden, Schüttelfrost und Hautausschlägen. Das Cytokine-Release-Syndrom kann tödlich enden.

Obwohl Basiliximab meist gut verträglich ist, darf es aufgrund der möglichen schweren Nebenwirkungen nur in speziellen Zentren verabreicht werden. Hier können mögliche Überempfindlichkeitsreaktionen schnell und fachgerecht behandelt werden.

Kontraindikationen

Typische Kontraindikationen bei der Verwendung von Basiliximab betreffen vor allem Patienten mit bestimmten immunologischen oder allergischen Bedingungen. Eine der wichtigsten Kontraindikationen ist eine Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Basiliximab selbst oder gegen andere Mausproteine, da Basiliximab ein chimärer monoklonaler Antikörper ist, der Mausproteinanteile enthält. Patienten, die in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion auf Mausproteine hatten, sollten Basiliximab nicht erhalten.

Basiliximab sollte auch bei Patienten mit akuten Infektionen oder solchen, die immunsupprimiert sind, mit Vorsicht verwendet werden, da die zusätzliche Immunsuppression das Risiko für schwerwiegende Infektionen erhöhen kann. Patienten mit aktiven malignen Erkrankungen könnten ebenfalls ein erhöhtes Risiko haben, da die Immunsuppression durch Basiliximab theoretisch das Fortschreiten von Tumoren fördern könnte.

Eine weitere Kontraindikation betrifft schwangere Frauen. Die Fachinformation nennt die Schwangerschaft ausdrücklich unter den Gegenanzeigen; Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und einige Zeit darüber hinaus zuverlässig verhüten. Auch die Stillzeit ist eine Gegenanzeige: Ob Basiliximab in die Muttermilch übergeht, ist zwar nicht untersucht, wegen seiner Antikörpernatur ist davon aber auszugehen.

Zusätzlich sollte bei Patienten mit einer instabilen klinischen Situation, wie etwa einem unkontrollierten Blutdruck oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Einsatz sorgfältig abgewogen werden, da diese Zustände durch die Behandlung weiter kompliziert werden könnten.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Basiliximab wird häufig in Kombination mit anderen immunsuppressiven Medikamenten wie Ciclosporin und Kortikosteroiden verwendet, um das Risiko von Transplantatabstoßungen zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, mögliche Interaktionen mit anderen Medikamenten zu berücksichtigen.

Basiliximab interagiert nicht direkt mit den meisten Arzneimitteln über Stoffwechselwege, da es ein monoklonaler Antikörper ist und nicht über die Leber abgebaut wird. Dennoch können indirekte Interaktionen auftreten, insbesondere durch die verstärkte Immunsuppression, die das Risiko für Infektionen erhöht, wenn es zusammen mit anderen immunsuppressiven Medikamenten verabreicht wird. Diese erhöhte Immunsuppression kann die Anfälligkeit für opportunistische Infektionen und die Reaktivierung latenter Infektionen, wie z.B. Herpesviren oder Tuberkulose, verstärken.

Eine weitere wichtige Überlegung ist das erhöhte Risiko für Lymphome und andere Malignitäten unter einer starken Immunsuppression, etwa mit Tacrolimus oder Mycophenolatmofetil. In den Zulassungsstudien unterschied sich die Häufigkeit bösartiger und lymphoproliferativer Erkrankungen zwischen Behandlungen mit und ohne Basiliximab allerdings nicht. Auch wenn direkte Wechselwirkungen nicht bekannt sind, können diese Kombinationen die Immunabwehr erheblich schwächen.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass die gleichzeitige Anwendung von Basiliximab und Lebendimpfstoffen vermieden werden sollte, da die Immunsuppression durch Basiliximab die Wirksamkeit von Impfstoffen reduzieren und das Risiko für Infektionen durch den Impfstoff selbst erhöhen kann. Belastbare Daten dazu liegen für Basiliximab allerdings nicht vor; die Zurückhaltung folgt aus der allgemeinen Empfehlung, abgeschwächte Lebendimpfstoffe bei geschwächter Abwehr nicht zu verwenden. Impfstoffe aus abgetöteten Erregern dürfen dagegen verabreicht werden. Wie gut sie anschlagen, hängt jedoch vom Ausmaß der Immunsuppression ab, sodass eine Impfung während der Behandlung weniger wirksam ausfallen kann.

Zwei Beobachtungen aus den Zulassungsstudien präzisieren dieses Bild. Zum einen wurde die Ausscheidung von Basiliximab aus dem Körper langsamer, wenn ein Schema aus Ciclosporin und Corticosteroiden um Azathioprin oder um Mycophenolatmofetil ergänzt wurde; bei Mycophenolatmofetil fiel dieser Effekt deutlicher aus als bei Azathioprin. Vermehrte Nebenwirkungen oder Infektionen gingen damit gleichwohl nicht einher. Zum anderen wurden neben den Immunsuppressiva zahlreiche weitere Arzneimittel begleitend gegeben, die nach einer Organtransplantation üblich sind – Mittel gegen Viren, Bakterien und Pilze, Schmerzmittel, blutdrucksenkende Mittel und harntreibende Mittel –, ohne dass die Nebenwirkungen in der Basiliximab-Gruppe gegenüber der Scheinbehandlung zunahmen.

Weil Basiliximab Anteile von Mausproteinen enthält, kann der Körper seinerseits Antikörper gegen diese Anteile bilden. In einer klinischen Studie wurde darüber berichtet; ein Bezug zur Verträglichkeit ließ sich dabei nicht herstellen. Eine spätere Behandlung mit anderen, aus der Maus gewonnenen Antikörperpräparaten gegen Lymphozyten schließt die Anwendung von Basiliximab nicht aus.

Insgesamt ist es wichtig, bei der Verwendung von Basiliximab in Kombination mit anderen Medikamenten eine sorgfältige Überwachung des Patienten durchzuführen, um mögliche Risiken zu minimieren und frühzeitig zu erkennen.

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn Basiliximab nicht vertragen wird, stehen mehrere alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe zur Verfügung, um die Immunsuppression nach einer Organtransplantation sicherzustellen. Als Alternative galt lange Daclizumab, ein weiteres monoklonales Antikörpermedikament, das ebenfalls gegen den IL-2-Rezeptor gerichtet ist und ähnliche Wirkmechanismen wie Basiliximab aufweist. Allerdings nahm der Hersteller Daclizumab aus wirtschaftlichen Gründen vom Markt, sodass es nicht mehr zur Verfügung steht.

Ein weiterer Ersatz kann Antithymozytenglobulin (ATG) sein, ein polyklonales Antikörperpräparat, das gegen T-Lymphozyten gerichtet ist und zur Depletion von T-Zellen führt. Es wird oft bei Patienten eingesetzt, die ein erhöhtes Risiko für Abstoßungsreaktionen haben oder bei denen eine intensive Immunsuppression notwendig ist.

Alemtuzumab, ein monoklonaler Antikörper gegen das CD52-Antigen auf Lymphozyten, ist eine weitere Alternative, die eine tiefgreifende Immunsuppression bewirkt. Es wird häufig in speziellen Transplantationssituationen verwendet, wo eine starke und anhaltende T-Zell-Depletion erwünscht ist.

Einige Patienten können auch mit Mycophenolatmofetil (MMF) oder Azathioprin behandelt werden, die als zytotoxische Immunsuppressiva wirken und die Proliferation von T- und B-Zellen hemmen. Diese Wirkstoffe werden oft in Kombination mit anderen Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus verwendet.

Schließlich können Kortikosteroide wie Prednison oder Methylprednisolon als Teil des Immunsuppressionsregimes eingesetzt werden. Diese Wirkstoffe wirken antiinflammatorisch und immunsuppressiv, werden aber aufgrund ihrer Nebenwirkungen in möglichst niedrigen Dosen verwendet. Die Wahl der Alternativen hängt von der individuellen Situation des Patienten, der Art der Transplantation und den spezifischen Risiken ab.

Quellen

  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223
  • Peter, H.-H., Pichler, W. J., Müller-Ladner, U. (Hrsg.): Klinische Immunologie.
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  • Schwenger, V. (Hrsg.): Klinikleitfaden Nephrologie.
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  • Kuhlmann, U., Böhler, J., Luft, F. C., et al.: Nephrologie.
    ISBN: 9783131572868
  • Rink, L., Kruse, A., Haase, H.: Immunologie für Einsteiger.
    ISBN: 9783662565193

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