Pethidin
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 18. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Pethidin ist ein vollsynthetisches Opioid. Es kommt bei starken bis sehr starken Schmerzen, wie sie zum Beispiel nach Unfällen oder Operationen auftreten können, zum Einsatz.
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Was ist Pethidin?
Bei Pethidin handelt es sich um das älteste vollsynthetische Opioid. Es wurde im Jahr 1937 erstmals synthetisiert. In Deutschland wird es nach und nach von jüngeren Präparaten abgelöst, weltweit gilt es aber noch immer als eines der wichtigsten starken Analgetika. Nach heutigem Kenntnisstand wird Pethidin allerdings zurückhaltender eingesetzt: Die deutschen Fachinformationen beschränken es auf akute Episoden starker Schmerzen und raten wegen der Anreicherung seines Abbauprodukts Norpethidin von einer längeren Anwendung ab.
Die Struktur von Pethidin ist eine vereinfachte Nachbildung des Atropinmoleküls. Hergestellt wird es in einer zweistufigen Synthese. Pethidin ist in Arzneimitteln ein weißes, kristallines Pulver, welches leicht wasserlöslich ist. Es gilt als Betäubungsmittel, ist als solches nur auf ärztliche Verordnung erhältlich und entsprechend strengen Kontrollen unterworfen. Im Handel ist Pethidin in Deutschland als Injektionslösung zu finden; für Patienten, für die deren hoher Wirkstoffgehalt nicht geeignet ist, verweist die Fachinformation auf Darreichungsformen zum Einnehmen wie Tropfen.
Betäubungsmittelrechtlich steht Pethidin in der Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes, also unter den Stoffen, die zugleich verkehrs- und verschreibungsfähig sind. Ein Arzt darf den Wirkstoff damit verordnen, allerdings nur auf einem besonderen Betäubungsmittelrezept; Apotheken dürfen ihn nur gegen ein solches Rezept abgeben. Bemerkenswert ist, dass die chemischen Vorstufen und Abbauprodukte eine Stufe höher eingeordnet sind: Prepethidin, Norpethidin und die Pethidinsäure stehen als Pethidin-Zwischenprodukte A, B und C in der Anlage II, die nur den Verkehr, nicht aber die Verschreibung erlaubt.
Pharmakologische Wirkung
Da Pethidin zur Gruppe der opioiden Schmerzmittel gehört, wird seine Wirkung an den so genannten Opioid-Rezeptoren im Gehirn entfaltet. Durch den Wirkstoff werden körpereigene Botenstoffe imitiert. Diese hemmen durch die Bindung an die Rezeptoren die Weiterleitung von Schmerzempfinden und Schmerzwahrnehmung.
Pethidin sorgt dafür, dass selbst sehr starke Schmerzen vom Patienten als weniger extrem empfunden werden, als sie eigentlich sind. Dementsprechend hat Pethidin eine ähnliche Wirkung wie Morphin, ist allerdings deutlich schwächer wirksam und hat demnach auch eine geringere stimmungshebende Wirkung.
Pethidin weist eine analgetische, antitussive, spasmolytische, atemdepressive und sedierende Wirkung auf. Es trägt zu einer Senkung des Blutdrucks und einer Erhöhung der Herzfrequenz bei. Eine Verabreichung ist oral, rektal, intramuskulär und intravenös möglich.
Eine Besonderheit des Wirkstoffs liegt in seinem Abbau. Beim Umbau in der Leber entsteht als Hauptabbauprodukt das Norpethidin, das selbst pharmakologisch wirksam ist. Es verweilt länger im Körper als die Muttersubstanz, denn seine Halbwertszeit liegt über der des Pethidins. Daraus folgt der wichtigste Nachteil des Mittels: Bei wiederholter Gabe und besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion reichert sich das Norpethidin an und kann die Schwelle für Krampfanfälle senken. Ausgeschieden werden Pethidin und seine Abbauprodukte überwiegend über die Nieren.
Von Bedeutung ist das auch rund um die Geburt. Pethidin tritt nahezu ungehindert durch den Mutterkuchen und geht ebenso in die Muttermilch über. Beim Neugeborenen wurde eine Halbwertszeit gemessen, die ein Mehrfaches der bei Erwachsenen gemessenen beträgt; das Mittel bleibt im kindlichen Körper also deutlich länger wirksam. Darauf beruht die Vorgabe, während der Geburt die niedrigstmögliche Dosis zu wählen.
Medizinische Anwendung & Verwendung
Pethidin wird bei der Behandlung von starken bis sehr starken akuten Schmerzen eingesetzt, sobald nicht-opioide Schmerzmittel oder auch schwache Opioide keine Wirkung zeigen. Anwendung findet es unter anderem bei Schmerzen durch Tumore, bei Schmerzen durch einen Myokardinfarkt oder auch im Rahmen einer postoperativen Analgesie. Wirksam ist es außerdem bei postoperativem Zittern. Weiterhin wird Pethidin bei der Behandlung von Koliken und auch Pankreatitis (akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse) verwendet. Die Fachinformation eines der in Deutschland angebotenen Pethidin-Präparate führt Gallenkoliken und die Pankreatitis allerdings ausdrücklich als Gegenanzeige auf.
Da Pethidin den aktiven Metaboliten Norpethidin bildet, ist es nicht zur dauerhaften Therapie geeignet, denn Norpethidin kann zu Krampfanfällen führen. Die Wirkdauer von Pethidin liegt bei etwa 2 bis 4 Stunden. Wie schnell die Wirkung eintritt, hängt vom Weg der Gabe ab: In die Vene gespritzt wirkt Pethidin am raschesten; nach der Gabe in den Muskel oder unter die Haut setzt die schmerzstillende Wirkung wenig später ein und erreicht ihren Höhepunkt erst nach einiger Zeit.
Pethidin ist unter anderem bei Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber dem Wirkstoff, bei Ateminsuffizienz, bei akutem Bronchialasthma, bei bestimmten Herzrhythmusstörungen, bei erhöhtem Hirndruck oder bei schweren Erkrankungen der Leber kontraindiziert. Als absolute Gegenanzeige gilt außerdem die gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern; auch innerhalb von 14 Tagen nach deren letzter Einnahme darf Pethidin nicht gegeben werden.
Besondere Vorsicht ist außerdem geboten bei niedrigem Blutdruck, einer eingeschränkten Funktion der Nieren, Fehlfunktionen der Schilddrüse (Über- oder Unterfunktion), Erkrankungen der Harnröhre, einer Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Arzneimitteln sowie bei einer Nebennierenrindeninsuffizienz wie dem Morbus Addison.
Von einer Anwendung in der Schwangerschaft und unter der Geburt raten beide deutschen Fachinformationen ab, weil dazu keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen; Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko haben sich bisher allerdings nicht ergeben. Eine dauerhafte Anwendung ist während der gesamten Schwangerschaft zu vermeiden, weil sich das Kind daran gewöhnen und nach der Geburt Entzugserscheinungen zeigen kann. Wird Pethidin unter der Geburt dennoch als Schmerzmittel gegeben, soll das in der niedrigstmöglichen Dosis und in den Muskel geschehen. Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist Pethidin nicht geeignet.
Verabreichung & Dosierung
Pethidin (Meperidin) ist ein starkes Opioid, das zur Behandlung akuter Schmerzen verwendet wird. Bei der Verabreichung und Dosierung müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden, um unerwünschte Nebenwirkungen und Komplikationen zu vermeiden. Wie viel Pethidin ein Erwachsener auf einmal erhält, richtet sich nach der Stärke der Schmerzen und nach dem Zustand des Patienten; für die Gabe in die Vene ist die Einzeldosis dabei enger gefasst als für die Gabe in den Muskel oder unter die Haut, und die genauen Werte nennt die Fachinformation des jeweiligen Präparats. Die Dosierung sollte individuell angepasst werden, besonders bei älteren oder geschwächten Patienten, da sie empfindlicher auf die Wirkung reagieren können.
Eine wiederholte Gabe von Pethidin sollte vorsichtig erfolgen, da es ein potenzielles Risiko für Kumulation und toxische Wirkungen gibt, insbesondere wegen seines Metaboliten Norpethidin (Normeperidin), der neurotoxisch wirken kann und Krampfanfälle auslösen kann. Daher wird eine Langzeitanwendung oder wiederholte Dosierung in kurzen Intervallen nicht empfohlen.
Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion benötigen eine reduzierte Dosis, da Pethidin langsamer metabolisiert und ausgeschieden wird. Es ist auch wichtig, Pethidin nicht in Kombination mit MAO-Hemmern zu verwenden, da dies zu schweren Wechselwirkungen führen kann, wie einer hypertensiven Krise. Zudem sollte Pethidin nur unter strenger ärztlicher Überwachung bei Patienten mit Atemdepression oder schweren Lungenerkrankungen angewendet werden, da das Risiko einer Atemdepression erhöht ist.
Risiken & Nebenwirkungen
Zu den Nebenwirkungen, die bei der Gabe von Pethidin häufig auftreten, gehören unter anderem der Abfall des Blutdrucks, Atemfunktionsstörungen, Herzrasen oder eine Verlangsamung des Herzschlags, Steigerung des Hirndrucks, Schwindel, Benommenheit, Veränderung der Stimmungslage, Wahrnehmungsstörungen, Wahnvorstellungen sowie Erregungszustände.
Wird Pethidin sehr schnell in die Vene injiziert, kann es zudem zu Bronchialkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen, Schluckauf sowie einer Verengung der Pupillen kommen. Wird Pethidin über einen längeren Zeitraum angewendet, sind möglicherweise Verstopfung oder Störungen bei der Blasenentleerung die Folge.
Weiterhin kann es zu Krämpfen in den Gallenwegen, einer eingeschränkten Funktion der Nieren oder zu allergischen Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Wird Pethidin in die Vene injiziert, sind eine Bildung von roten Quaddeln und Schmerzen entlang des jeweiligen Blutgefäßes möglich.
Bei der gleichzeitigen Einnahme von Pethidin mit Antiepileptika oder Schmerzmitteln kann es außerdem zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen, wie etwa einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung von Pethidin oder dem jeweils anderen Medikament.
Bei einer Überdosierung sind enge Pupillen und eine Unterdrückung der Atmung bis hin zum Atemstillstand die kennzeichnenden Zeichen. Hinzu kommen können Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, ein Blutdruckabfall, Herzrasen, Schwindel, Muskelzuckungen, ein Temperaturanstieg und ein Delirium; bei zunehmendem Sauerstoffmangel weiten sich die Pupillen wieder. Als Gegenmittel dient ein Opioid-Gegenspieler wie Naloxon, der vorsichtig und in wiederholten kleinen Gaben verabreicht wird, weil er kürzer wirkt als das Pethidin selbst. Ergänzend kommen die Stabilisierung des Kreislaufs, die Zufuhr von Sauerstoff und nötigenfalls eine kontrollierte Beatmung in Betracht. An die Möglichkeit einer gleichzeitigen Vergiftung mit weiteren Substanzen ist dabei zu denken. Wurde das Mittel geschluckt, kommen zusätzlich eine Magenspülung und die Gabe von medizinischer Kohle in Betracht, um die Aufnahme in den Körper zu verringern.
Kontraindikationen
Bei der Verwendung von Pethidin gibt es mehrere Kontraindikationen, die unbedingt beachtet werden müssen, um schwere Nebenwirkungen und Komplikationen zu vermeiden. Eine der wichtigsten Kontraindikationen ist die gleichzeitige Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern), da dies zu schwerwiegenden Wechselwirkungen wie hypertensiven Krisen, Hyperthermie, Krampfanfällen oder sogar Koma führen kann.
Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen oder bestehender Atemdepression sollten ebenfalls kein Pethidin erhalten, da das Medikament die Atemfunktion weiter unterdrücken kann. Dies gilt besonders für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen.
Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist besondere Vorsicht geboten, da die Ausscheidung von Pethidin und dessen toxischem Metaboliten Norpethidin bei diesen Patienten verzögert sein kann, was zu einer Anhäufung und erhöhten Toxizität führen kann; eine schwere Leberfunktionsstörung ist dagegen eine Gegenanzeige. Pethidin sollte bei älteren und geschwächten Patienten ebenfalls mit Vorsicht eingesetzt werden, da sie anfälliger für Nebenwirkungen wie Verwirrtheit, Schläfrigkeit und Stürze sind.
Zusätzlich ist bei Patienten mit Krampfneigung oder Epilepsie besondere Vorsicht geboten, da Norpethidin die Schwelle für Krampfanfälle senken kann; bei bestehender Epilepsie soll Pethidin nur zusammen mit einem krampfhemmenden Mittel verabreicht werden. Schwangere Frauen, insbesondere während der Wehen, sollten Pethidin nur unter strenger ärztlicher Aufsicht erhalten, da das Medikament die Atemfunktion des Neugeborenen beeinträchtigen kann.
Die Fachinformation eines der in Deutschland angebotenen Pethidin-Präparate führt darüber hinaus eine Reihe von Gegenanzeigen auf, die in der anderen fehlen. Genannt sind dort eine akute Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder psychisch wirksamen Substanzen, die Kombination mit dem Zytostatikum Procarbazin, Nervenschmerzen und Migräne, für die Mittel mit geringerem Suchtpotential zur Verfügung stehen, die akute hepatische Porphyrie, das Beschwerdebild nach einer Gallenblasenentfernung, ein Schädeltrauma, ein Lungenemphysem sowie bestimmte Herzrhythmusstörungen mit Ursprung oberhalb der Herzkammern. Dieselbe Fachinformation nennt außerdem eine Überempfindlichkeit gegen andere Phenylpiperidin-Derivate, also gegen chemisch nah verwandte Wirkstoffe.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Pethidin weist eine Reihe von potenziell gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf, die bei der Verschreibung berücksichtigt werden müssen. Eine der schwerwiegendsten Interaktionen tritt mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) auf. Die gleichzeitige Anwendung von Pethidin und MAO-Hemmern kann zu schweren, möglicherweise tödlichen Reaktionen führen, wie hypertensiven Krisen, Hyperthermie, Serotonin-Syndrom, Krampfanfällen und Koma.
Zudem erhöht die Kombination von Pethidin mit anderen zentral dämpfenden Substanzen wie Benzodiazepinen, Barbituraten, Antipsychotika, Sedativa oder Alkohol das Risiko einer verstärkten Atemdepression, Sedierung und Hypotonie. Dies ist besonders bei älteren Patienten oder Personen mit Atemwegserkrankungen von Bedeutung.
Auch bei der gleichzeitigen Anwendung von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI) oder anderen serotonergen Substanzen besteht ein erhöhtes Risiko für das Serotonin-Syndrom. Dieses Syndrom ist gekennzeichnet durch Symptome wie Verwirrtheit, Agitation, Muskelzuckungen, Hyperthermie und Krampfanfälle.
Bei Patienten, die Medikamente einnehmen, die die Leberenzyme hemmen oder induzieren (wie beispielsweise einige Antibiotika, Antimykotika oder Antikonvulsiva), kann die Metabolisierung von Pethidin beeinflusst werden, was zu einer erhöhten Konzentration von Pethidin oder seinem toxischen Metaboliten Norpethidin führen kann. Diese Kumulation erhöht das Risiko für Nebenwirkungen wie Krampfanfälle und neurotoxische Effekte.
Die Fachinformation benennt dafür einzelne Beispiele. Ein Mittel gegen Virusinfektionen, das Ritonavir, kann die Konzentration des Norpethidins erhöhen. Das Antiepileptikum Phenytoin beschleunigt den Abbau des Pethidins und lässt dabei ebenfalls mehr Norpethidin entstehen; Ähnliches gilt für eine Dauerbehandlung mit Phenobarbital. Cimetidin wirkt in die entgegengesetzte Richtung und verlangsamt die Ausscheidung des Pethidins. Mit Phenothiazinen steigt das Risiko eines Blutdruckabfalls.
Eine eigene Gruppe bilden Opioide, die an den Rezeptoren nur teilweise als Gegenspieler auftreten, darunter Pentazocin, Nalbuphin und Buprenorphin. Werden sie zusammen mit Pethidin gegeben, kann die Schmerzstillung schwächer ausfallen, und es können Entzugserscheinungen auftreten. Zu den serotonerg wirkenden Stoffen, die ein Serotonin-Syndrom auslösen können, zählt die Fachinformation neben den Antidepressiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer ausdrücklich auch Zubereitungen aus Johanniskraut.
Es ist daher wichtig, bei der Verschreibung von Pethidin eine gründliche Medikamentenanamnese durchzuführen, um potenzielle Wechselwirkungen zu vermeiden.
Alternative Behandlungsmethoden
Wenn Pethidin nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist, stehen verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe zur Verfügung, um Schmerzen zu lindern. Ein häufig verwendetes alternatives Opioid ist Morphin, das bei akuten und chronischen Schmerzen eingesetzt wird und in verschiedenen Darreichungsformen (oral, intravenös, subkutan) verfügbar ist. Es hat im Vergleich zu Pethidin eine längere Wirkdauer und eine geringere neurotoxische Potenz.
Ein weiteres Alternativpräparat ist Oxycodon, das ebenfalls als starkes Opioid zur Schmerzbehandlung dient. Es bietet eine ähnliche Schmerzstillung wie Morphin, hat jedoch den Vorteil, dass es in retardierter Form eingenommen werden kann, um eine langanhaltende Wirkung zu gewährleisten.
Für Patienten, die Opioide nicht vertragen oder bei denen Opioide nicht angezeigt sind, können Nicht-Opioid-Analgetika wie Paracetamol oder nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac verwendet werden. Diese Medikamente eignen sich besonders für leichtere bis mittelschwere Schmerzen und haben ein geringeres Risiko für Abhängigkeit und schwerwiegende Nebenwirkungen.
Bei neuropathischen Schmerzen können zusätzlich Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) oder Antikonvulsiva (z.B. Gabapentin oder Pregabalin) eingesetzt werden, die die Schmerzempfindung modulieren. Auch physikalische Therapie, Akupunktur oder Nervenblockaden sind nicht-medikamentöse Alternativen, die je nach Schmerzzustand in Erwägung gezogen werden können.
Quellen
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