Mitomycin C

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 17. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Mitomycin C, oft auch nur als Mitomycin bezeichnet, wird als zytotoxisches Antibiotikum eingesetzt. Es gehört zur Gruppe der Mitomycine und ist aus dieser das einzige zugelassene Chemotherapeutikum.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Mitomycin C?

Mitomycin C
Mitomycin C gehört sowohl zu den Antibiotika als auch zur Gruppe der Zytostatika. Nach der Verstoffwechslung entfaltet der Wirkstoff eine zellabtötende Wirkung.
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Das Antibiotikum Mitomycin wurde im Jahr 1958 aus Streptomyces caespitosus isoliert und ist gegenüber einigen Viren sowie gram-positiven Bakterien wirksam. Mittlerweile findet es nur noch als Zytostatikum bei der Behandlung von unterschiedlichen Karzinomen sowie bei der Vorbeugung von Blasenkrebs Anwendung. Die Wirksamkeit gegen Krankheitserreger stammt aus Laborversuchen der Entdeckungszeit und spielt für die Anwendung als Arzneimittel keine Rolle; die deutschen Fachinformationen führen ausschließlich Anwendungsgebiete in der Krebsbehandlung auf.

Die Verabreichung von Mitomycin C erfolgt intravenös oder intravesikal (in die Blase). Der Wirkstoff hemmt das Wachstum beziehungsweise die Teilung von Tumorzellen.

Mitomycin ist ein blauviolettes, kristallines Pulver, welches zur Herstellung einer Injektions- beziehungsweise Infusionslösung genutzt wird. In Form von Monopräparaten ist es in Deutschland unter den Handelsnamen Mitem®, Mito-medac® oder Urocin® erhältlich. Auch diverse Generika von Mitomycin sind sowohl in Deutschland als auch in Österreich erhältlich.

Pharmakologische Wirkung auf Körper & Organe

Mitomycin C gehört sowohl zu den Antibiotika als auch zur Gruppe der Zytostatika. Nach der Verstoffwechslung entfaltet der Wirkstoff eine zellabtötende Wirkung. Hierbei entsteht die eigentliche Wirksubstanz. Es kommt nach einer enzymatischen Aktivierung zur Hemmung der DNA-Synthese, wobei sich Mitomycin zwischen zwei DNA-Stränge einlagert. Dadurch werden diese fest miteinander verbunden, eine Trennung der DNA-Stränge ist nicht mehr möglich. Durch diesen Vorgang wird die Vermehrung von Tumorzellen unterbunden.

Bei der systemischen Anwendung erfolgt die Gabe intravenös. Danach kann in Herz, Nieren, Lunge, Muskel, Galle, Zunge und Urin eine hohe Konzentration Mitomycin C festgestellt werden. Es erfolgt allerdings eine schnelle Inaktivierung der Substanz durch Enzyme in Leber, Milz, Herz und Nieren.

Verstoffwechselt und ausgeschieden wird Mitomycin vorrangig über die Leber; die Ausscheidung über die Niere spielt für die Elimination nur eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen der Anwendung von Mitomycin bei intravesikaler Chemotherapie kann die Wirksamkeit durch eine Urinalkalisierung optimiert werden.

Die Fachinformationen benennen dafür einen Urin-pH-Wert über 6 und empfehlen, die Flüssigkeitsaufnahme vor, während und nach der Einbringung in die Blase zu verringern, damit die Wirkstoffkonzentration in der Blase erhalten bleibt. Die Blase muss vor der Einbringung entleert sein.

Chemisch gehört Mitomycin zu den alkylierenden Zytostatika. Der Wirkstoff liegt zunächst in unwirksamer Form vor und wird rasch zu einem Alkylans mit drei angreifenden Gruppen umgewandelt, entweder im Blutserum bei körpereigenem pH-Wert und in Gegenwart von NADPH oder innerhalb nahezu aller Körperzellen. Das Gehirn bleibt dabei ausgespart, weil Mitomycin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwindet. Der Wirkmechanismus beruht überwiegend auf einer Alkylierung der Erbsubstanz und in geringerem Maße der RNA; das Ausmaß der Schädigung entspricht dabei dem Behandlungserfolg und fällt in unempfindlichen Zellen geringer aus als in empfindlichen. Wie bei anderen alkylierenden Stoffen werden sich teilende Zellen stärker geschädigt als solche in der Ruhephase. Bei höheren Mengen werden zusätzlich freie Peroxidradikale frei, die zu Brüchen der DNA-Stränge führen; sie werden mit dem organbezogenen Muster der Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.

Die biologische Halbwertszeit ist kurz. Der Serumspiegel fällt zunächst steil und danach langsamer ab; nach etwa drei Stunden liegt er meist unter der Nachweisgrenze. Nach einer Einbringung in die Blase gelangt nur ein kleiner Teil des Wirkstoffs in das Blut, und die dabei gemessenen Spitzenkonzentrationen liegen deutlich unter dem Wert, der als knochenmarkschädigend gilt; eine Wirkung auf den gesamten Körper lässt sich gleichwohl nicht völlig ausschließen. Hohe Konzentrationen finden sich entsprechend der Ausscheidung über die Leber in der Gallenblase.

Medizinische Anwendung & Verwendung zur Behandlung & Vorbeugung

Bei Krebserkrankungen ist Mitomycin C vielfältig einsetzbar. Es findet unter anderem Anwendung bei der Behandlung von Harnblasenkrebs, Brustkrebs, Krebs an Dick- und Enddarm, Leberzellkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Speiseröhrenkrebs, Kopf-Hals-Karzinomen, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Magenkrebs, Bronchialkrebs oder auch bei Osteosarkomen (bösartige Knochentumore). Auch bei der hyperthermischen intraperitonealen Chemotherapie (HIPEC, Behandlung bei Tumorbefall des Bauchfells) findet Mitomycin C Anwendung. In Deutschland zugelassen ist Mitomycin für die lindernde Behandlung des fortgeschrittenen Dick- und Enddarmkrebses, des Leberzell-, Magen-, Brust-, Speiseröhren-, Gebärmutterhals- und Bauchspeicheldrüsenkrebses, des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms und von Kopf-Hals-Tumoren sowie für die Anwendung in der Blase zur Vorbeugung eines erneuten oberflächlichen Harnblasenkarzinoms nach dessen Abtragung. Anwendungen wie die bei Osteosarkomen oder im Rahmen der HIPEC erfolgen außerhalb dieser Zulassung.

Nicht angewendet werden darf Mitomycin bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, bei Blutungsneigung, bei einer verminderten Funktion des Knochenmarks und bei akuten Infektionen; für die Anwendung in der Blase gelten zusätzlich eine bestehende Blasenentzündung und ein Riss der Blasenwand als Gegenanzeige. Bei einem schlechten Allgemeinzustand sowie bei Schäden an Nieren, Lungen und Leber ist die Anwendung dagegen nicht ausgeschlossen, sondern nur eingeschränkt möglich und muss besonders sorgfältig abgewogen werden.

Die Therapie muss umgehend abgebrochen werden, wenn sich währenddessen Beschwerden der Lunge entwickeln, die nicht mit der Grunderkrankung einhergehen. Auch bei Anzeichen für einen Zerfall roter Blutkörperchen oder für eine Schädigung der Nierenfunktion muss die Behandlung beendet werden.

Hinter einer solchen Verschlechterung kann ein hämolytisch-urämisches Syndrom stehen: eine Kombination aus nicht mehr rückbildungsfähigem Nierenversagen, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einem Mangel an Blutplättchen, die meist tödlich verläuft. Nach der Anwendung in der Blase wurde sie bislang nicht beobachtet.

Frauen, die im geschlechtsreifen Alter sind, sollten während und bis zu 6 Monate nach der Behandlung mit Mitomycin C Maßnahmen zur Verhütung einer Schwangerschaft ergreifen. Die Fachinformationen richten eine entsprechende Empfehlung ausdrücklich auch an Männer, die mit Mitomycin behandelt werden. Aufgrund der nachgewiesenen Entstehung von Missbildungen beim ungeborenen Kind darf Mitomycin zudem nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden.

Die Anwendung in die Vene stellt besondere Anforderungen an die Technik. Die Injektion muss streng in das Gefäß erfolgen, denn gelangt der Wirkstoff in das umliegende Gewebe, entstehen dort ausgedehnte Nekrosen, also Bezirke abgestorbenen Gewebes. Die Fachinformationen empfehlen deshalb, immer in große Armvenen zu spritzen, den Wirkstoff nicht unmittelbar, sondern über den Schlauch einer sicher laufenden Infusion zu geben und nach einer Gabe über einen zentralen Zugang einige Minuten mit der Infusionslösung nachzuspülen. Ist der Wirkstoff dennoch ins Gewebe gelangt, wird örtlich Dimethylsulfoxid aufgetragen und die Anwendung in Abständen wiederholt; hinzu kommen trockene kalte Umschläge. Ein plastischer Chirurg soll früh hinzugezogen werden.

Auch nach der Einbringung in die Blase kann der Wirkstoff in das umliegende Gewebe übertreten, sei es durch einen unbemerkten Riss, sei es durch eine zu dünne Muskelschicht der Blasenwand. Die Beschwerden können unmittelbar nach der Anwendung oder erst Wochen bis Monate später beginnen. Als erstes Zeichen treten Schmerzen im Becken oder im Bauchraum auf, die auf einfache Schmerzmittel nicht ansprechen. Meist folgt ein Untergang des umliegenden Fettgewebes; berichtet wurden außerdem ein Durchbruch der Blasenwand sowie die Bildung einer Fistel oder eines Abszesses.

Nach einer Einbringung in die Blase empfehlen die Fachinformationen, nach dem Wasserlassen Hände und Genitalbereich zu waschen, besonders bei den ersten Entleerungen. Mitomycin wirkt beim Menschen erbgutverändernd und gilt als möglicherweise krebserzeugend; Kontakt mit Haut und Schleimhäuten ist deshalb zu vermeiden. Entwickelt sich eine Blasenentzündung, wird sie mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Mitteln örtlich behandelt; in den meisten Fällen kann die Behandlung mit Mitomycin fortgesetzt werden. In Einzelfällen ist eine allergisch bedingte Blasenentzündung beschrieben worden, die zum Abbruch der Behandlung zwang.

Zu den weiteren in Deutschland erhältlichen Monopräparaten zählen Mitomycin medac® und mito-extra®.


Risiken & Nebenwirkungen

Auch bei der Gabe von Mitomycin C kann es zu Nebenwirkungen kommen. Diese können, müssen aber nicht auftreten. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente, weshalb die möglichen Nebenwirkungen nach Art der Häufigkeit unterschieden werden können.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen bei der Anwendung von Mitomycin C gehören unter anderem Übelkeit und Erbrechen sowie eine Fehlfunktion des Knochenmarks in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen und weißen Blutkörperchen.

Häufige Nebenwirkungen sind Husten, Kurzatmigkeit, Atemnot, Lungenentzündung, örtlicher oder allergischer Hautausschlag, Rötung von Hand- und Fußflächen, Kontaktdermatitis, ein Anstieg von Kreatinin im Blut, eine Funktionsstörung der Nieren oder auch eine Erkrankung der Filterkörperchen in der Niere.

Wird Mitomycin in der Blase angewendet, können Blasenentzündungen, Probleme beim Urinieren, sehr häufiges Urinieren, nächtlicher Harndrang und eine örtliche Reizung der Blasenwand Nebenwirkungen sein. Gelangt der Wirkstoff beim Spritzen in das umliegende Gewebe, kann es dort zu einer Entzündung des Weich- und Bindegewebes oder zum Gewebstod kommen.

Haarausfall, Entzündungen der Schleimhäute und der Mundschleimhaut, Fieber oder auch Durchfall sind gelegentliche Nebenwirkungen von Mitomycin.

Zu den seltenen bis sehr seltenen Nebenwirkungen zählen erhöhte Enzym-Werte im Blut, Leberfunktionsstörungen, Gelbsucht, eine Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen, Blutvergiftung, Lungenhochdruck, Herzmuskelschwäche, schwere allergische Reaktionen oder auch das Absterben von Blasengewebe bei einer Anwendung in der Blase. Appetitlosigkeit gehört dagegen zu den häufigeren Beschwerden: Die eine Fachinformation führt sie gemeinsam mit Übelkeit und Erbrechen unter den sehr häufigen, die andere unter den gelegentlichen Nebenwirkungen.

Werden gleichzeitig andere Medikamente oder Substanzen eingenommen, kann sich die Wirkung von Mitomycin verändern. So ergänzen sich bei der gleichzeitigen Einnahme von Substanzen, die das Knochenmark schädigen, die negativen Wirkungen. Wird Mitomycin in Kombination mit Vinca-Zytostatika (z. B. Vincristin) oder dem Antibiotikum Bleomycin gegeben, verstärkt sich die schädliche Wirkung von Mitomycin auf die Lunge.

Eine Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte aufgrund des geschwächten Immunsystems während der Behandlung mit Mitomycin C nicht erfolgen, da es ansonsten zu Infektionen kommen kann. Außerdem kann Mitomycin die Schädlichkeit von Adriamycin für das Herz verstärken.

Mitomycin C darf grundsätzlich nur von Ärzten mit Erfahrung in der Krebstherapie verabreicht werden. Bei der Gabe über die Vene ist das Einspritzen ausschließlich in die Blutgefäße vorgesehen, in das umliegende Gewebe darf es nicht gelangen. Kommt es zu Übelkeit und Erbrechen aufgrund der Anwendung von Mitomycin, kann es zu einer Veränderung des Reaktionsvermögens kommen. Das Autofahren oder die Bedienung von Maschinen wird dann zur Gefahr.

Auch bei gleichzeitigem Genuss von Alkohol ist das Reaktionsvermögen eingeschränkt. Sollten Patienten Nebenwirkungen feststellen, die nicht hier aufgeführt sind, muss umgehend der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

Die Schädigung des Knochenmarks ist die Nebenwirkung, die den Behandlungsverlauf am stärksten bestimmt. Sie tritt mit Verzögerung auf und erreicht ihren Höhepunkt erst nach vier bis sechs Wochen; bei längerer Anwendung summiert sie sich, sodass die Wirkstoffmenge im Einzelfall häufig angepasst werden muss. Andere knochenmarkschädigende Behandlungen, insbesondere weitere Zytostatika und eine Strahlentherapie, sind deshalb mit besonderer Vorsicht einzusetzen. Bei Patienten, die gleichzeitig Mitomycin und andere Krebsmittel in die Vene erhielten, wurde über das Auftreten einer akuten Leukämie und eines myelodysplastischen Syndroms berichtet, in einigen Fällen nach einer Vorstufe. Ältere Menschen leiden häufiger unter einer verminderten Organleistung und einer länger anhaltenden Knochenmarkschädigung; bei ihnen ist eine besonders engmaschige Überwachung angezeigt.

Eine mikroangiopathisch-hämolytische Anämie, wie sie zum hämolytisch-urämischen Syndrom gehört, wurde bei höheren Mengen beobachtet, die in die Vene gegeben wurden. Das Risiko steigt, wenn gleichzeitig 5-Fluorouracil oder Tamoxifen in die Vene verabreicht werden. Die Nierenfunktion wird deshalb engmaschig überwacht, und die Behandlung wird sofort beendet, sobald sich Zeichen eines Zerfalls roter Blutkörperchen oder einer Nierenschädigung zeigen. Eine Schädigung der Lunge lässt sich dagegen mit Steroiden gut behandeln.

Vor Beginn einer Behandlung in die Vene sehen die Fachinformationen ein großes Blutbild vor, bei Verdacht auf eine vorbestehende Einschränkung zusätzlich eine Lungenfunktionsprüfung sowie Untersuchungen von Nieren- und Leberfunktion. Während der Behandlung werden das Blutbild regelmäßig und die Nierenfunktion engmaschig überwacht.

Bei den Wechselwirkungen kommt zu den bereits genannten hinzu, dass die gleichzeitige Gabe von Pyridoxinhydrochlorid, also von Vitamin B6, im Tierversuch zum Wirkungsverlust von Mitomycin führte. Zugleich kann eine systemische Gabe von Vitamin B6 nach einem Übertritt des Wirkstoffs ins Gewebe das Nachwachsen des geschädigten Gewebes fördern. Verabreicht werden darf Mitomycin nur von Ärzten mit Erfahrung in der Krebsbehandlung, und die zubereitete Lösung wird getrennt von anderen Injektions- und Infusionslösungen gegeben.

Bei einer Überdosierung ist mit einer schweren Schädigung des Knochenmarks bis zu dessen Schwund zu rechnen. Diese tritt erst nach etwa zwei Wochen voll in Erscheinung, und bis zum tiefsten Stand der weißen Blutkörperchen können vier Wochen vergehen. Auch bei bloßem Verdacht auf eine Überdosierung ist deshalb eine längere, engmaschige Überwachung des Blutbildes erforderlich. Nach einer Einbringung in die Blase sind bislang keine Fälle einer Überdosierung berichtet worden.

Im Tierversuch wirkt Mitomycin auf alle sich teilenden Gewebe giftig, besonders auf die Zellen des Knochenmarks und die Schleimhaut des Magen-Darm-Kanals, und hemmt die Bildung der Samenzellen. Erbgutverändernde, krebserzeugende und fruchtschädigende Wirkungen sind in entsprechenden Versuchsanordnungen nachweisbar.

Unter den seltenen Nebenwirkungen führen die Fachinformationen außerdem eine lebensbedrohliche Infektion, eine thrombotische Mikroangiopathie einschließlich der thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura sowie eine Herzmuskelschwäche nach vorausgegangener Behandlung mit Anthrazyklinen auf. Die interstitielle Lungenentzündung führt die eine Fachinformation unter den häufigen, die andere sogar unter den sehr häufigen unerwünschten Wirkungen auf.

Als sehr häufige Nebenwirkung nennen sie neben der Knochenmarkschädigung ausdrücklich auch den Mangel an weißen Blutkörperchen und an Blutplättchen; eine Blutarmut ist dort ohne Häufigkeitsangabe aufgeführt.

Quellen

  • Berger, D. P., Engelhardt, M., Duyster, J.: Das Rote Buch – Hämatologie und Internistische Onkologie.
    ISBN: 9783609512242
  • Engelhardt, M., Mertelsmann, R., Duyster, J. (Hrsg.): Das Blaue Buch – Chemotherapie-Manual Hämatologie und Onkologie.
    ISBN: 9783662677483
  • Michel, M. S., Thüroff, J. W., Janetschek, G., Wirth, M. (Hrsg.): Die Urologie.
    ISBN: 9783662634011
  • Schmoll, H.-J. (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie.
    ISBN: 9783662607473
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223

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